Makrozubehör

Die Nahlinse 500D von Canon ist ein Achromat mit einer Stärke von 2 Dioptrien. Ein Achromat ist im Prinzip eine hochwertige Nahlinse. Achromaten liefern eine bessere Bildqualität als reine günstige Nahlinsen. Diesen Achromaten hatte ich für mein Canon EF 100-400mm f4.5-5.6 L IS USM gekauft. Leider ist er bislang nicht wirklich zum Einsatz gekommen, da ich immer ein Makro-Objektiv dabei habe. Allerdings könnte die Kombination Achromat und Teleobjektiv in Zukunft zum Einsatz kommen, falls ich dadurch etwas mehr Abstand zum Motiv gewinnen könnte.

Der Achromat DHG 200 von Marumi hat eine Stärke von 5 Dioptrien. Er eher für ein Objektiv mit Standardbrennweite geeignet, da ansonsten die Schärfentiefe viel zu schmal wird. Ich habe ihn ein paar Mal an meinem Canon EF 24-105mm f4 L IS USM genutzt. Mal sehen, ob ich für diese schmucke Teil in Zukunft noch Verwendung haben werde. Es ist an sich eine solide und wertige Konstruktion. Etwas nervig ist das schicke Leder-Etui, das innen mit rotem Vlies eingelassen ist. Leider fusselt dieser Stoff ziemlich, so dass der Achromat vor jeder Nutzung gesäubert werden muss.

Der Blitzhalter F-2 Macro Bracket von Wimberley bietet viele Vorteile für eine Anordnung mit einem Blitz. Er ist ausgesprochen flexibel, leicht und lässt sich klein zusammenfalten. Er kann an einem L-Winkel, einer größeren Kameraplatte oder unter einem Makroschlitten angebracht werden. Für einen zweiten Blitz benötigt man dann eben einen zweiten Halter. Da ich bislang wenig blitze, kommt der Blitzhalter nur ab und an zum Einsatz. Dann bin ich aber von dem Konzept voll und ganz überzeugt.

Diese Gegenlichtblende für das Canon MP-E 65mm f2.8 1-5x MACRO Lupenobjektiv ist das Original-Zubehör des Herstellers. Sie ist solide gefertigt und macht einen guten Eindruck. Ich habe auch eine selbst angefertigte Gegenlichtblende gesehen, die wie ein umgekehrter Kegel aussieht. Diese Eigenbau-Version hat mit Sicherheit insbesondere dann ihre Vorteile, wenn gegen das Licht fotografiert wird. Dann entstehen ja bekanntlich auch die besten Bilder. Für den Nicht-Metallbearbeiter wie mich bleibt nichts übrig als das sich auf das Material zu konzentrieren, das auf dem Markt verfügbar ist. Da ich mit diesem Objektiv noch nicht gegen das Licht fotografiert habe, kann ich auch keinen Vergleich anstellen.

Die Halterung Plamp II PP-200 von Wimberley kann mit Hilfe der Klammer am Stativ angebracht werden. Das andere Ende verfgügt über eine verstellbare kleine Klemme mit einem Schaumstoff-Inlet. Damit ist dieses Tool recht vielseitig. Einerseits können Blumenstängel bei Wind etwas arretiert werden. Andererseits kann die Plamp auch einen Kabelfernauslöser oder Reflektor halten. Ich hatte die Plamp zunächst gerne im Einsatz. Dabei haben sich allerdings zwei Schwächen herausgestellt. Zum einen werden Bewegungen an der Kamera über das Stativ auf das Motiv übertragen. Zum anderen kann das Stativ räumlich nicht verändert werden. Aus diesem Grund habe ich mich für den Umstieg auf das Novoflex STASET entschieden.

Das Stangenset STASET von Novoflex hat in der Zwischenzeit meine Wimberley Plamp abgelöst. Es umfasst mehrere Teile, die zur Stabilisierung von Makro-Motiven und zum Positionieren eines Blitzes auf einem kleinen Kugelkopf genutzt werden können. Alle Teile sind auch einzeln nachbestellbar, so dass sich jeder sein eigenes individuelles Stangenset zusammenstellen kann. Meines Erachtens nach nimmt das STASET weniger Platz ein als die Plamp und bietet mehr Stabilität und Flexibilität.

Der Makro Einstellschlitten CASTEL Q von Novoflex dient dazu, die Entfernung zwischen Kamera und Motiv zu verändern, ohne das Stativ neu aufbauen zu müssen. Dahinter steckt echte Feinmechanik. Nur so kann ab höheren Vergrößerungen Fokus Stacking wirklich funktionieren. Da kann 1mm schon sehr viel bedeuten. Der Novoflex ist ein echter Klassiker. Er wird im Allgäu produziert und ist nicht ganz günstig. Dafür bietet er eine grundsolide Konstruktion, die präzises Arbeiten ermöglicht. Ich habe meinen Schlitten zu Novoflex eingeschickt, um ihn modifizieren zu lassen. In meinem Erfahrungsbericht könnt Ihr mehr darüber lesen. Was ich bislang nicht verwendet habe ist der rechts abgebildete Feintrieb CAST-FINE. Beim erstmaligen Anbringen hatte ich Angst um den Vortriebknopf, auf dem der Feintrieb angebracht wird. Da der CAST-FINE auch ziemlich ausladend ist, bleibt er bei mir bislang in der Schublade. Der CASTEL Q ist für mich eine ganz klare Kaufempfehlung für den interessierten Makrofotografen. Insbesondere in Verbindung mit dem Lupenobjektiv wird man über kurz oder lang um eine solche Anschaffung nicht herumkommen.

Mit dem Winkelsucher C von Canon lässt sich aus nahezu allen Lagen der Sucher der Kamera nutzen. Ich nutze ihn insbesondere für bodennahes Arbeiten, wenn die Kamera dann auch noch unter dem Stativ hängt. Dazu lässt sich der Einblick des Winkelsuchers drehen. Außerdem kann eine Vergrößerung von 1,25-fach oder 2,5-fach eingestellt werden. Er wird mit zwei Adaptern geliefert und sollte damit eigentlich an alle aktuellen Canon DSLR Sucher angeschlossen werden können. Ich hatte ihn schon öfters im Einsatz und bin jedes Mal froh, dass ich ihn habe!

Zwischenringe werden zwischen Kamera und Objektiv montiert. Sie verringern die Naheinstellgrenze des Objektivs und erhöhen damit die Vergrößerung. Ich habe einen Satz Zwischenringe von Kenko gekauft, da diese günstiger sind als die von Canon und genau dasselbe erledigen. Mein Satz besteht aus 12, 20 und 36mm. Mit meinem 100mm Makro-Objektiv und den 68mm Zwischenringen kann ich so eine maximale Vergrößerung von 1,68:1 erreichen. Beim Kauf ist wichtig darauf zu achten, dass der Autofokus übertragen wird. Abhängig vom Kameratyp sollte man darauf achten, dass die Zwischenringe auch mit reinen Crop-Objektiven kompatibel sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.