Kamera & Objektive

Kamera

Canon EOS 5D Mark IVDie Canon EOS 5D Mark IV hat im Januar 2018 nach etwas mehr als fünf Jahren meine Canon EOS 5D Mark III ersetzt. Für diese Entscheidung habe ich mir lange Zeit gelassen, da ich mit meiner Kamera eigentlich recht zufrieden war. Letzten Endes haben mich der um zwei Blenden höhere Dynamikumfang, die etwas bessere Auflösung und der leistungsfähigere Autofokus dann doch gereizt. Da es in Verbindung mit einem Supertele einen satten Canon Cashback gab, war die Entscheidung schließlich gefallen.
Die gründliche Auswertung des Handbuchs hat einige sehr nützliche Funktionen aufgezeigt. Insgesamt läßt sich die Kamera in vielen Bereichen sehr individuell einstellen, angefangen vom Autofokus bis zum Quick Menü. Ein tolles Feature ist auch, dass sich die Canon EOS 5D Mark IV dank der integrierten WiFi-Funktion über die Canon CameraConnect-App fernsteuern läßt. Insgesamt handelt es sich meiner Ansicht nach zwar nicht um einen spektakulären, aber sehr wohl um einen würdigen Nachfolger der Canon 5D Mark III. Ich bin von Anfang an sehr zufrieden mit den neuen Möglichkeiten und freue mich nun auf eine ausgiebige Nutzung!

Objektive

Das Canon EF 16-35mm f4 L IS USM hat, wie in meinem Beitrag beschrieben, mein Canon EF 16-35mm f2.8 L II USM ersetzt. Seither ist es das Weitwinkelobjektiv meiner Wahl. Sämtliche meiner Filter passen darauf, es hat selbst mit angesetzter Gegenlichtblende eine angenehme Größe. Daher gehört es zu einer kleinen Auswahl von Objektiven, die mich auf allen Wanderungen begleiten. Dank des sehr guten Bildstabilisators sind mit etwas Übung selbst Belichtungszeiten von 1/6 sek zu realisieren. Dieses Obkjektiv hat ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und ist optimal auf meine Bedürfnisse angepasst!

Das Canon EF 24-105mm f4 L IS USM war mein erstes Objektiv. Zunächst habe ich es an der Canon EOS 60D genutzt. Beim Umstieg auf die Canon EOS 5D Mark III habe ich überlegt, ob ich es gegen eine lichtstärkere Variante ersetzen soll. Entschieden habe mich aber für eine andere Variante. Im Prinzip nutze ich bei 50mm und 100mm lichtstärkere Festbrennweiten, die ich auch beim Wandern dabei habe. Damit kommt dieses Objektiv nur noch zum Einsatz, wenn ich mit ganz kleiner Ausrüstung losziehe, z.B. beim Radfahren oder bei mehrtägigen Wanderungen. Mit der Leistung bin ich eigentlich ganz zufrieden, nur die Anfangsblende ist nicht gerade beeindruckend.

Das Sigma 50mm f1.4 DG HSM [Art] hat, wie in meinem Beitrag beschrieben, mein nicht wirklich altes Canon EF 50mm f1.4 USM ersetzt. Das hatte insbesondere bei Offenblende seine Schwächen was Schärfe und Fokus angeht. Auch hier habe ich lange hin und her überlegt. Mein erstes Objektiv von Sigma, aber die im Internet verfügbaren Tests waren einfach überwältigend. So auch die Praxis. Wie in anderen Erfahrungsberichten beschrieben, ist das ein echt solides Stück! Es liegt super in der Hand, fühlt sich wertig an und sieht auch noch top aus. Schon die ersten Bilder, natürlich bei Offenblende, haben mich voll überzeugt. Insbesondere für Familienbilder bei weniger Licht ist diese Linse hervorragend geeignet. So kommt zuhause fast ausschließlich dieses Objektiv zum Einsatz.

Das Canon MP-E 65mm f2.8 1-5x MAKRO ist ein Exot, wie ich es ansatzweise schon in diesem Beitrag beschrieben habe. Es ist massiv gebaut und fährt bei dem maximalen Abbildungsmassstab von 5:1 immens aus. Für begeisterte Makrofotografen ist es eine gute Möglichkeit in höhere Abbildungsmaßstäbe vorzustoßen. Die Bildqualität ist an der Canon EOS 5D Mark IV selbst bei großem Abbildungsmaßstab recht gut. An den Umgang mit dem Objektiv muss man sich erst gewöhnen. Denn diese Linse wird ausschließlich manuell fokusiert, es gibt keinen Autofokus. Zum Fokusieren muss also die Entfernung verändert werden. Außerdem wird die Schärfentiefe mit steigendem Abbildungsmassstab recht gering. Aus diesem Gründen empfiehlt sich der Einsatz eines Makroschlittens. Mit dieser Kombination lassen sich dann aber bislang ungeahnte Welten entdecken. Ich habe den Kauf nicht bereut, auch wenn es als Spezialist nicht so oft zum Einsatz kommt wie die anderen Linsen.

Das Canon EF 100mm f2.8 L IS USM MACRO ist zeitweise beim Wandern sogar mein Immerdrauf. Es ist einerseits eine tolle Portraitlinse für die Familienchronik. Andererseits bedient es mein Hauptinteresse, die Makrofotografie, auf hervorragende Art und Weise. Durch ihre Vielseitigkeit, gerade in Bezug auf meine Anwendungsbereiche, kommt diese Linse regelmäßig zum Einsatz. Da die Abbildungsleistung dieses Objektivs sehr gut ist, kommt für mich auch keines der derzeit auf dem Markt verfügbaren 180mm Makro-Objektive in Frage. Ohne Zubehör hat dieses Objektiv einen Abbildungsmassstab von bis zu 1:1. Mit Hilfe von Zwischenringen kann unter Beibehaltung des Autofokus die Vergrößerung noch gesteigert werden. Daher ganz klar: Daumen hoch!

Nachdem der Vorgänger bereits 1998 in den Verkauf gegangen ist, wurde das Canon EF 100-400mm f4.5-5.6 L IS II USM von einer großen Nutzergemeinde lange herbeigesehnt. Für die Wartezeit gab es dafür gleich in mehreren Punkten wesentliche Verbesserungen. Es ist etwas schwerer geworden, dafür hat sich der Bildstabilisator signifikant verbessert. Die Naheinstellgrenze hat sich auf knapp unter einen Meter reduziert, was einen Abbildungsmassstab von ungefähr 1:3 bei 400mm ermöglicht. Das Schiebezoom wurde ersetzt und die Gegenlichtblende hat eine Klappe zur Bedienung eines aufgeschraubten Polfilters erhalten. Der Objektivfuss kann abgeschraubt und zum Beispiel durch den Arca-Swiss kompatiblen Really Right Stuff LCF-54 ersetzt werden (siehe Bild). Dadurch erspart man sich eine weitere Objektivplatte unter dem Fuss. Um meine Motive durch die weiße Farbe nicht nervös zu machen, habe ich meinem Exemplar einen LensCoat Max4 Objektivbezug spendiert (siehe Bild). Für meine Einsatzbereiche und in der Gewichtsklasse ein unschlagbares Objektiv, das aufgrund des Brennweitenbereichs eine tolle Flexibilität bietet. Deswegen ist es auch ein treuer und gerade noch tragbarer Begleiter auf meinen Wanderungen.

Wie lange habe ich auf diesen Tag gewartet. Seit ewiger Zeit schon träumte ich von einem Supertele. Nach reiflicher Überlegung gefolgt von einer intensiven Beratung durch Radomir Jakubowski habe ich mich für das Canon EF 600mm f4 L IS II USM entschieden. Ende Januar 2018 war es dann soweit. Zusammen mit meiner Canon EOS 5D Mark IV wurde eine Großbestellung aufgegeben.
Schon bei der Lieferung war klar, dass hier kein normales Objektiv im Flur steht. Dem recht großen Paket entnimmt der Käufer einen schicken und stabilen Koffer. Bereits im Koffer wirkt diese Linse gewaltig. Das steigert sich dann noch, wenn die Gegenlichtblende angebracht ist. Diese Dimensionen haben nicht nur ihren Kaufpreis und ein sattes Gewicht von fast 4kg, sondern erzeugen auch Folgeprobleme. Man benötigt einen großen Rucksack und ein stabiles Stativ samt ordentlich tragfähigen Kopf. Wie bei dem Canon EF 100-400mm f4.5-5.6 L IS II USM habe ich meinem neuen Supertele gleich einen LensCoat Max4 Objektivbezug  und den Arca-Swiss kompatiblen Ersatzfuss Really Right Stuff LCF-53 spendiert. Zuletzt habe ich aus den Restbeständen noch einen Jagabua Objektivdeckel ergattert.
Alles in allem eine nahezu legendäre Linse, die mir eine völlig neue Welt der Fotografie eröffnet hat. Dies gilt sowohl für die Pflanzenfotografie als auch für die Vogelfotografie.

Eigentlich sind die Canon EF 1.4x III (links im Bild) und Canon EF 2.0x III Extender (rechts im Bild) keine Objektive. Dennoch gehören sie irgendwie doch auf diese Seite.
Dank des leistungsfähigen Autofokus der Canon EOS 5D Mark IV  kann, bei Nutzung aktueller Objektive und Konverter, auch mit einer Anfangsblende von f/8 brauchbar fokusiert werden. In Verbindung mit meinem Supertele kommen daher reglemäßig beide, am Telezoom maximal der kleinere Konverter zum Einsatz. Die beiden Konverter habe ich auch mit einem LensCoat Max4 Objektivbezug versehen (siehe Bild).

Ehemaligenliste

Canon EOS 5D Mark IIIDie Canon EOS 5D Mark III war seit dem Umstieg von der Canon EOS 60D im Dezember 2012 bis Januar 2018 mein Arbeitstier. Vor der Anschaffung war ich zunächst skeptisch und habe lange hin und her überlegt. Zum einen wegen des Preises, zum anderen wegen des Wegfalls des Crop-Faktors. Wenn ich heutzutage durch meine Bilddatenbank schaue, finden sich die zumeist genutzten Brennweiten zwischen 16 und 100mm. Somit war der Umstieg auf Vollformat genau richtig. Ein Schub im Dynamikumfang des Sensors war deutlich zu spüren. Ebenso sind Autofokus und Leistung im high-ISO Bereich natürlich um Welten besser. Heute würde ich eine Kamera mit APS-C Sensor maximal als Zweitgehäuse wählen. Zusammengefasst gilt für die Canon EOS 5D Mark III ganz klar: Daumen hoch!

Wie zuvor beschrieben, war die Canon EOS 60D meine erste digitale DSLR. Mit der Kamera habe ich zwei Objektive gekauft, das Canon EF-S 10-22mm f3.5-4.5 USM und das Canon EF 24-105mm f4 L IS USM. Mit der Zeit ist mir aufgefallen, dass ich diese beiden Objektive permanent gewechselt habe. Offensichtlich habe ich zu dieser Zeit viel im Übergangsbereich fotografiert. Deswegen gab es nur zwei Möglichkeiten, entweder eine Linse wird ausgetauscht oder das Gehäuse (und eine Linse). So kam es Ende 2012 zu der Entscheidung diese Kamera und das zugehörige APS-C Weitwinkelobjektiv zu verkaufen und den Umstieg auf Vollformat zu wagen. Mit der Kamera an sich war ich voll zufrieden.

Das Canon EF-S 10-22mm f3.5-4.5 USM war mein erstes Weitwinkelobjektiv. Ich kann wirklich nichts schlechtes darüber berichten. Allerdings hatte ich zu jener Zeit auch nicht die heutige IT-Ausstattung. Heute arbeite ich an einem 27″ Monitor, während ich seinerzeit am 13,3″ Laptop meine Bilder bearbeitet habe. Wer also vor der Wahl steht, dem kann ich dieses Objektiv für eine Kamera mit APS-C Sensor durchaus empfehlen.

Das Canon EF 16-35 f2.8 L II USM habe ich, wie in meinem Beitrag beschrieben, inzwischen durch das Canon EF 16-35mm f4 L IS USM ersetzt. Die Gründe gehen auch aus diesem Artikel hervor, so dass ich darauf nicht weiter eingehen möchte. Aufgrund des nicht irrelavanten Preisunterschiedes zu der neuen Version mit Bildstabilisator und Anfangsblende f4, muss sich jeder einfach fragen, ob eine Anfangsblende von f2.8 zwingend notwendig ist oder nicht. Von dieser Antwort sollte dann auch die Entscheidung maßgeblich beeinflusst werden. Ansonsten kann man mit diesem Objektiv sicherlich nicht viel falsch machen, da es zumindest derzeit auch wenig Optionen mit derselben Lichtstärke gibt.

Das Canon EF 28mm f1.8 USM war an der Canon EOS 60D mein Normalobjektiv. 28mm Brennweite an einer APS-C Kamera entsprechen knapp 50mm an einer Kamera mit Kleinbildsensor. Insofern habe ich dieses Objektiv mit Masse für die Fotografie der Familie verwendet. Mit den Resultaten war ich durchaus zufrieden, auch wenn der Fokus etwas langsam war. Mit dem Umstieg auf Vollformat habe ich dieses Objektiv dann verkauft, da ich für diesen Brennweitenbereich keine Verwendung hatte.

Das Canon EF 50mm f1.4 USM hatte ich nur ein knappes Jahr im Bestand. Eigentlich ist es eine recht gute Linse und es gab ja auch lange Zeit nichts wirklich besseres für den normalen Geldbeutel. Bis eben Sigma das 50er aus der Art-Serie hervorgebracht hat. Da ich nun beide Objektive im Besitz hatte, sind die Schwächen des Canons deutlicher hervorgetreten. die Schwächen. Die liegen definitiv im Bereich f1.4 bis f2.0. In diesem Bereich hatte ich deutlich mehr Fehlfokussierungen und die Schärfe war nicht wirklich prickelnd. Außerdem war der Fokus allgemein recht langsam. Natürlich muss man dabei bedenken, dass wir über eine Linse sprechen, deren Konzept aus dem letzten Jahrtausend stammt. Ungeachtet dessen habe ich, insbesondere ab f2.0 schöne Bilder mit diesem Objektiv zustande gebracht. Also, für einen schmalen Geldbeutel definitiv eine gute Wahl.

Das Canon EF 100-400mm f4.5-5.6 L IS USM ist eigentlich ein Relikt aus dem letzten Jahrtausend. Mit dem Schiebezoom kommt nicht jeder zurecht und es hat insbesondere Schwächen beim Bildstabilisator. Die Naheinstellgrenze liegt bei 1,80m. Die Bildqualität ist für das Alter des Objektivs ganz gut. Ich hatte es an der Canon EOS 60D und an der Canon EOS 5D Mark III im Einsatz. Wie es sich für ein Objektiv der L-Serie gehört, ist es solide verarbeitet. Für die gebotene Brennweite bekommt man ein relativ leichtes Objektiv geboten. Letzten Endes habe ich es aufgrund der Leistung des Bildstabilisators und der verringerten Naheinstellgrenze durch das Nachfolgemodell ersetzt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.