Gerolsteiner Dolomiten und Kasselburg (8,7km)

Wohl kaum ein anderer Ortsname in der Eifel klingt verlockender für den passionierten Wanderer als die Gerolsteiner Dolomiten. Was dahinter steckt, das wollten wir natürlich auch in Erfahrung bringen. Daher haben wir über das lange Wochenende einen der Bungalows auf dem Campingplatz Felsenhof bezogen. Heute nun wollen wir die Gerolsteiner Dolomiten sowie die Kasselburg in Augenschein nehmen. Dabei halten wir uns an den Tourenvorschlag aus dem ohnehin großartigen Rother Wanderführer Eifel. Die zurückgelegten 8,7km könnt Ihr der beigefügten Karte entnehmen.

Übersichtskarte

volle Distanz: 8743 m
Maximale Höhe: 579 m
Minimale Höhe: 431 m
Gesamtanstieg: 454 m
Gesamtabstieg: -449 m

Karte: Eifelverein Wanderkarte Nr. 19, Vulkaneifel um Gerolstein, 1:25.000

Parken

Die zur Verfügung stehenden Parkplätze am Ausgangspunkt sind überschaubar. Da sich in der Nähe auch ein Kindergarten befindet, sollte man vermeiden zu Stosszeiten anzureisen. Wer nicht mit Kindern wandert, der kann sicherlich auch in Gerolstein auf der Suche nach einem Parkplatz fündig werden.

Ausschilderung

Die Wanderung ist nicht als eine durchgängige Tour ausgeschildert. In Teilen folgen wir der Ausschilderung Gerolsteiner Dolomiten Route. Die Beschreibung im Rother Wanderführer Eifel ist aber wieder einmal fantastisch. Ansonsten hätten wir sicherlich den schmalen Einstieg zur Hustley verpasst.

Gerolsteiner Dolomiten
In Teilen folgen wir heute der Gerolsteiner Dolomiten Route

Ausblicke auf Gerolstein

Gleich neben dem kleinen Parkplatz beginnt der schmale Wanderpfad, der uns sogleich bergauf in den Wald hineinführt.

Gerolsteiner Dolomiten
Neben dem Parkplatz beginnt unser Wanderpfad

Im Laufe des Anstiegs durch den Wald gelangen wir an eine Kreuzung. Hier halten wir uns rechts und wandern im Folgenden unmittelbar unterhalb der Felsen der Munterley entlang.

Gerolsteiner Dolomiten
Wir wandern unter der Felsen der Munterley entlang

Auf diesem wunderschönen Pfad überragen uns die hoch aufragenden Felsnadeln um ein Vielfaches. An mehreren Stellen sind Leuchtmasten aufgestellt, welche die markanten Wahrzeichen Gerolsteins des Nachts beleuchten.

Gerolsteiner Dolomiten
Imposante Felsen ragen neben dem Weg in den Himmel

Im Verlauf des Pfades folgen wir einer Kehre und wandern von nun an wiederum in Richtung Munterley. Dabei passieren wir einen Aussichtspunkt, von dem wir einen tollen Blick auf Gerolstein haben.

Gerolsteiner Dolomiten
Von einem ersten Aussichtspunkt blicken wir auf Gerolstein

Etwa auf halber Strecke zur Munterley öffnet sich der Wald ein zweites Mal für einen Aussichtspunkt zwischen den Felsen und wir dürfen einen weiteren Blick auf Gerolstein riskieren.

Gerolsteiner Dolomiten
Auf dem Weges zur Munterley findet sich noch ein zweiter Aussichtspunkt

Schließlich kommen wir auf der Munterley an. Dort findet sich eine recht große Aussichtsplattform mit einigen Bänken. Falls der Himmel seine Schleusen öffnet steht auch eine kleine Schutzhütte zur Verfügung.

Gerolsteiner Dolomiten
Die Aussichtsplattform der Munterley mit Schutzhütte

Von der großen Aussichtsplattform der Munterley bieten sich ein breiter Panoramablick grob in südlicher Richtung weit über Gerolstein hinweg.

Gerolsteiner Dolomiten
Von der Munterley bietet sich ein toller Blick auf Gerolstein

Nach einer ausgiebigen Rast auf einer der Sitzmöglichkeiten im Bereich der Munterley wandern wir wieder in den Wald hinein. Kurze Zeit später gelangen wir auf eine größere Lichtung, welche wir auf einem Wiesenpfad überqueren.

Gerolsteiner Dolomiten
Auf einem Wiesenpfad wandern wir über eine größere Lichtung

Auf der anderen Seite der Lichtung betreten wir wieder den Wald. Dort werden wir von einem Holzkreuz willkommen geheißen. Anschließend geht es in Serpentinen bergauf.

Gerolsteiner Dolomiten
An diesem Kreuz geht es wieder bergauf

Oben angekommen zweigen wir nach links ab, um in den Genuß eines weiteren Aussichtspunktes zu kommen. Diesen erreichen wir recht schnell. Aufgrund der steil abfallenden Felsen finden wir auch hier einen Schutzzaun. Die grob in Richtung Westen ausgerichtete Sicht wird aber durch einige Sträucher stark eingeschränkt.

Gerolsteiner Dolomiten
Dieser Aussichtspunkt ist schon etwas zugewachsen

Mit einer leichten Telebrennweite können aber dennoch Detailaufnahmen versucht werden. Hierfür bietet sich zum Beispiel der gegenüberliegende, sehr markante Auberg an. Gleich daneben findet sich die Anlage des Campingplatzes Felsenhof.

Gerolsteiner Dolomiten
Wir schauen auf den markanten Auberg und den Campingplatz Felsenhof

Nach einer kurzen Pause geht es weiter, schließlich haben wir noch einige interessante Programmpunkte auf der Tagesordnung stehen.

Eine Höhle und ein Krater

Nach einer kurzen Strecke durch den Wald kommen wir zu einigen Holzstufen. Diese geht es bergab, direkt auf die zwischen den Bäumen erkennbaren Felsen zu.

Gerolsteiner Dolomiten
Über Stufen wandern wir bergab zu den Felsen

Wiederum verläuft der Wanderpfad unmittelbar am Fuße der Felsen entlang. Nach wenigen Augenblicken stehen wir vor der Buchenlochhöhle.

Gerolsteiner Dolomiten
Über eine Treppe gelangen wir in die Buchenlochhöhle

Über die Treppe gelangen wir in die Buchenlochhöhle. Im Innern der kleinen Höhle ist es recht duster. Daher muss ich die ISO-Werte meiner Kamera etwas strapazieren, um an dieser Stelle einen Eindruck aus der Höhle vermitteln zu können.

Gerolsteiner Dolomiten
Im Innern der Buchenlochhöhle wird es schnell ziemlich dunkel

Ein weiteres Stück wandern wir weiter an den Felsen entlang. Auch dieser Abschnitt ist sehr beeindruckend.

Gerolsteiner Dolomiten
Wir wandern entlang gewaltiger Felswände

Weiter geht es in einem großen Bogen durch den Wald. Zwischen den Rotbuchen finden sich einige völlig mit Moos bewachsene Steine. Ein schöner Kontrast zu dem rotbraunen Laub, das den Waldboden bedeckt.

Gerolsteiner Dolomiten
Der Wald wartet mit schönen moosbewachsenen Steinen auf

Wir kommen zu einem Querweg, dem wir für kurze Zeit nach links folgen und biegen gleich wieder nach rechts ab. Zu unserer Rechten befindet sich eine Senke. Dabei handelt es sich um die Papenkaule, den Krater eines ehemaligen Vulkans.

Gerolsteiner Dolomiten
Die Papenkaule ist der Krater eines ehemaligen Vulkans

Nach einer kurzen Rast mit Blick auf den Krater geht es weiter. Vorbei an Ginstersträuchern kommen wir wieder in ein Waldstück. Als wir es verlassen, stehen wir an einer Grillstelle mit Schutzhütte.

Gerolsteiner Dolomiten
Wir passieren eine Schutzhütte am Wegrand

Wir folgen nun für wenige Schritte der Straße nach links und biegen bei der nächsten Möglichkeit gleich wieder rechts ab.

Römer, Kelten und ein Amerikaner

Wir wandern nun am Waldrand entlang bergab. Weiter unten stoßen wir auf zwei Liegen mit Panoramablick auf Gerolstein. So schön kann Wandern sein.

Gerolsteiner Dolomiten
Oberhalb von Gerolstein warten Liegen auf Wandersleut

Wir folgen dem Wiesenpfad weiter bergab und zum gegenüberliegenden Waldrand hin wieder bergauf.

Gerolsteiner Dolomiten
In leichtem Auf und Ab verläuft der Wiesenpfad

Es folgt nun ein kurzes Stück, welches wir auf dem Rückweg noch einmal sehen werden. An der folgenden Kreuzung treffen wir am Wegrand auf einen Gedenkstein, der mit Kreuz, Bild, Blumen und US-amerikanischen Flaggen versehen ist. Dabei handelt es sich um die Gedenkstätte für einen im Bereich der Hustley während des 2. Weltkriegs abgestürzten US-Kampfflugzeugpiloten.

Gerolsteiner Dolomiten
An der Hustley befindet sich eine Gedenkstätte für einen im 2. Weltkrieg gefallenen US Piloten

Wir biegen an dieser Stelle nach links ab und verlassen den Wald wieder. Rechter Hand fällt sofort ein Pfad ins Auge, der auf einen Baum zuführt. Wir stehen nun am Eingang zum Juddekirchhof, einer keltisch-römischen Tempelanlage.

Gerolsteiner Dolomiten
Ein markanter Baum kündigt die römisch-keltische Tempelanlage Juddekirchhof an

Von der Anlage sind nur noch die Umrisse zu erkennen. Staunend passieren wir diesen Ort und werfen einen Blick von der anderen Seite zurück.

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Die römisch-keltische Tempelanlage Juddekirchhof von der anderen Seite

Wenig später stehen wir wieder auf dem asphaltierten Weg, dem wir zuvor schon einmal kurz gefolgt sind.

Auf zur Kasselburg

Bis auf Weiteres folgen wir dieser Strasse. Von hier aus blicken wir über die Schlehensträucher am Wegrand auf einen eingezäunten Steinbruch und die hügelige Landschaft der Eifel. An dem Zaun entlang wird später unser Rückweg verlaufen.

Gerolsteiner Dolomiten
Über Schlehensträucher schauen wir auf den Steinbruch und die Eifellandschaft

Weiter der Strasse entlang erblicken wir schließlich einen Gebäudekomplex, der sich zu unserer Linken in einer Senke befindet. Dabei handelt es sich um die Gebäude der Gerolsteiner Brunnen GmbH. Für Interessierte werden auch Betriebsbesichtigungen angeboten.

Gerolsteiner Dolomiten
Die Gerolsteiner Brunnen GmbH liegt in einem Tal eingebettet

Wir kommen nun an eine gut befahrene Straße. Diese überqueren wir mit aller Vorsicht und wandern auf der gegenüberliegenden Straßenseite weiter. Jetzt können wir den östlichsten Punkt unserer heutigen Wanderung erkennen, die Kasselburg.

Gerolsteiner Dolomiten
Vor uns erhebt sich die Kasselburg aus den Bäumen

Noch ein Stück am Waldrand entlang und schließlich stehen wir am Eingang der imposanten mittelalterlichen Festungsanlage. Um die Kasselburg herum befindet sich heute ein Adler- und Wolfspark. Aufgrund des bereits fortgeschrittenen Tages haben wir leider nicht die Zeit, um dem Park einen Besuch abzustatten. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Daher überqueren wir noch einmal die gut frequentierte Straße und wandern ein Stück weit am Straßenrand entlang bergauf. Schließlich biegen wir auf einen Feldweg nach links ab. Von hier haben wir einen schönen Blick auf die Kasselburg und die sich vor uns ausbreitende Hügelkette.

Gerolsteiner Dolomiten
Panoramablick auf die umliegende Landschaft

Wir folgen dem Feldweg nun in den Wald hinein.

Rückweg

Nach wenigen Schritten erreichen wir den bereits zuvor gesichteten Zaun, der den Steinbruch umgibt. An diesem Zaun entlang verläuft nun unser Wanderweg.

Gerolsteiner Dolomiten
Am Zaun entlang umgehen wir den zuvor erkannten Steinbruch

Schließlich lassen wir den Steinbruch hinter uns und wandern wieder bergauf. Dort treffen wir auf eine Schautafel, die uns über den Pelmer Dolomit und das Akdolit-Werk aufklärt.

Gerolsteiner Dolomiten
Geologisch Interessierte kommen auch auf ihre Kosten

Wir kommen nun wieder zurück zu dem zuvor besuchten Gedenkstein und wandern das kurze Stück des doppelt zu gehendes Weges. Dann biegen wir nach links ab, in den Wald hinein. Es geht nun in Serpentinen bergab. Weiter unten zweigt in einer Kehre ein traumhaft unscheinbarer Pfad nach rechts ab. Diesem folgen wir und wandern in der Folge am Fuß der Felswand der Hustley entlang. Wieder einmal ragen imposante Felsformationen direkt neben uns in die Höhe.

Gerolsteiner Dolomiten
Auf einem schmalen Pfad wandern wir unter der Felswand der Hustley entlang

Die Hustley lassen wir hinter uns und folgen dem schmalen Pfad weiter geradeaus. Inzwischen ist der Pfad beidseitig von Bäumen und Sträuchern gesäumt.

Gerolsteiner Dolomiten
Der schmale Pfad bringt uns oberhalb von Gerolstein durch den Wald

Viel zu schnell mündet dieser wunderschöne Pfad zunächst in einem Querweg und anschließend auf einer Straße.

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Zu guter Letzt geht es ein Stück an der Strasse entlang zurück zum Parkplatz

Wir folgen dieser Straße bergab und gelangen so nach Gerolstein zurück. Etwas später stehen wir dann wieder an unserem Auto.

Fazit

Die bessere Aussicht auf die Gerolsteiner Dolomiten hat man sicherlich von der gegenüberliegenden Seite. Weitere negative Aspekte fallen mir zur heutigen Wanderung beileibe nicht ein. Wir hatten tolle Wege, fantastische Aussichten, imposante Felsen in greifbarer Nähe, eine Höhle, eine historische Tempelanlage und die Kasselburg. Mehr lässt sich in diese kurze Strecke wahrlich nicht hineinpressen. Logischerweise bedeutet das volle Punktzahl und eine absolute Empfehlung.

Meine zusammenfassende Bewertung:

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