Fotografie

Astrofotografie

Seidel, Katja: Astrofotografie (2018). Dieses Buch zielt auf Fotografen ab, die sich mit einer bereits vorhandenen Fotoausrüstung an himmlische Motive wagen möchten. Dabei nimmt die Komplexität der Projekte und erforderlichen Hilfsmittel im Laufe des Buches zu. Katja Seidel zeigt aber sehr schön auf, wieviel man mit einem guten Stativ und einem mehr oder weniger lichtstarken Weitwinkelobjektiv schon machen kann. Wer dazu schon ein Teleobjektiv sein eigen nennt, ist eigentlich schon fantastisch ausgestattet. Im Buch wird intensiv auf die Nutzung der gängigen Apps zur Vorbereitung fotografischer Projekte eingegangen. Gegen Ende werden auch Möglichkeiten vorgestellt, die sich mit einer Nachführung eröffnen. Insgesamt ein fantastisches Buch, das einen hohen Informationsgehalt ohne Lücken hat. Ohne mit der Wimper zu zucken würde ich die volle Punktzahl erteilen.

Meine Bewertung:

Darüber hinaus bietet Katja Seidel auf ihrer Seite Nacht-lichter.de einen interessanten Blog sowie einen Newsletter für registrierte Nutzer mit Hinweisen auf anstehende astronomische Ereignisse an.

Kreativität

duChemin, David: The Visual Toolbox (eBook, 2013). Der Untertitel „50 Lessons for stronger Photographs“ sagt schon vieles aus. Die knapp 200 Seiten gliedern sich in 50 thematisch gebündelte Aufgaben. Der Autor rät dazu, sich eine gewisse Zeit lang fotografisch nur auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Das soll den eigenen Blick für gewisse Situationen, Technik und Herangehensweisen schulen. Meiner Ansicht nach handelt es sich hier um ein gelungenes Buch. Auch die Herangehensweise hilft sicherlich immens weiter, insbesondere dem, der sich die Zeit für die Systematik nehmen kann. Ich habe durchaus so manche Inspiration daraus geschöpft und schaue immer mal wieder rein. Sehr empfehlenswert.

Meine Bewertung:

Langzeitbelichtung

Ritschel, Ronny: Langzeitbelichtung und Nachtfotografie (2013). Dieses Buch ist eines meiner absoluten Favoriten. Ronny Ritschel versteht es, alles im Bereich der Langzeitfotografie Wissenswerte gut verständlich zu vermitteln. Dabei geht er auf alle notwendigen Aspekte ein, ohne zu viel Energie auf allgemeine fotografische Grundlagen einzugehen. Recht schnell geht es ans Eingemachte. Die im Buch genutzten Bilder sind echt beeindruckend und machen Lust aufs Umsetzen. Selbst der Anteil über die digitale Bildbearbeitung ist sehr gut gemacht, wenngleich der Anteil Photoshop eher komplex ist. Ein tolles Buch mit einem immensen Lerneffekt. Insgesamt ist das für mich eines der Bücher, die ich immer mal wieder gerne aus dem Regal ziehe.

Meine Bewertung:

Landschaftsfotografie

Clement, R.; Bertemes, P.: Landschaftsfotografie erleben (2016). Dieses Buch ist in einem schön verarbeiteten, stabilen Umschlag im Querformart aufgelegt. Auf etwas über 250 Seiten werden teilweise großformatige Aufnahmen des luxemburgischen Fotografen Raymond Clement gezeigt. Diese stammen größtenteils aus dem analogen Zeitalter und wurden mit Großformatkameras gemacht. Leider wird die dabei genutzte Brennweite nicht in das Kleinbildformat übertragen. Zu nahezu allen Bildern leitet der Co-Autor Paul Bertemes ein, der Fotograf selbst führt dann weiter aus. Der Untertitel „Sehen – Fühlen – Komponieren“ deutet schon auf einen künstlerischen Inhalt hin. Für mich ist dieser Anteil etwas zu groß. Die klassischen Landschaftsfotografien finde ich hingegen mehrheitlich sehr schön.

Meine Bewertung:

Robertz, Mark: Deutschlands Landschaften fotografieren (1. Auflage 2016). Auch dieses Buch ist im Querformat angelegt, was für die Darstellung der eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen auch sehr zweckmäßig erscheint. Auf 380 Seiten werden in 16 Kapiteln verschiedene Regionen in Deutschland vorgestellt. Der Leser bekommt sehr konkrete Hinweise, wo sich die lohnenswerten Ziele aus Sicht des Autors befinden. Das Auffinden dieser Orte sollte problemlos möglich sein. Dabei werden auch praktische Tipps zur Landschaftsfotografie vermittelt. Die gezeigten Aufnahmen empfinde ich zumeist als sehr gelungen. Schon beim Lesen und Bestaunen der Bilder wird unmittelbar die Lust geweckt, raus zu gehen und loszulegen. Mir gefällt dieses Buch sehr gut!

Meine Bewertung:

Makrofotografie

Langlotz, Björn K.: Digitale Fotopraxis – Makrofotografie (2. Auflage 2012). Dieses Buch ist schon etwas in die Jahre gekommen, inzwischen ist es auch nicht mehr regulär über den Buchhandel zu beziehen. Trotz des Alters wird auf den etwas mehr als 350 Seiten jede Menge Grundlagenwissen vermittelt. Dabei finden sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene relevante Informationen. Der Anteil über die erforderliche Ausrüstung wirkt nicht überdimensioniert. Viel Raum wird hingegen den fotografischen Techniken eingeräumt. Von dem Abschnitt Nachbearbeitung kann man natürlich heute nicht mehr allzu viel Aktualität erwarten, da sich die Software deutlich weiterentwickelt hat. Insgesamt ein tolles Buch mit der genannten Einschränkung.

Meine Bewertung:

Hafke, E.; Huszar, M.; Malz, S.: Die Fotoschule in Bildern – Makrofotografie (2017). Wie der Titel verspricht, sind weite Teile dieses Buches aufgebaut. Die drei Autoren stellen abwechselnd jeweils auf einer Doppelseite eines ihrer Bilder mit vor. Dabei erläutern sie, warum sie dieses Bild genaus so abgelichtet haben. Zwischendurch gibt es einige Exkurse in Grundlagen oder Ausrüstung. Ich finde leider, dass dieses Buch nicht sehr gelungen ist. Für Anfänger bietet es zu wenig Grundlagen, für Fortgeschrittene zu wenig wirklich Neues. Dazu kommt, dass mir teilweise die Bildauswahl auch nicht zusagt. Ich würde mir dieses Buch daher nicht mehr kaufen.

Meine Bewertung:

Tierfotografie

Schoonhoven, Daan: Praxisbuch Vogelfotografie (2017). Bei diesem Buch handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Holländischen, ergänzt um spezifische für Deutschland gültige Anteile. Dabei wurden die Kapitel von verschiedenen Authoren verfasst. Herausgekommen ist ein schön aufgemachtes Buch, das aber leider seinem Untertitel „Wie perfekte Fotos aus nächster Nähe gelingen“ nicht umfänglich gerecht wird. Meiner Ansicht nach richtet es sich an Einsteiger in die Vogelfotografie, wenn nicht sogar in die Fotografie. Sicherlich konnte ich dem Buch einige interessante Aspekte entnehmen, viele Kapitel hören aber genau da auf, wo es spannend wird. Meine Erwartungshaltung wurde damit leider nicht erfüllt. Wer aber eine breite Einführung in die Thematik sucht, der dürfte mit diesem Buch gut bedient sein.

Meine Bewertung:

Robiller, Christoph F.: Wildlife Fotografie (2016). Wie im Untertitel zum Ausdruck gebracht, wird in diesem Buch das Fotografieren von frei in Deutschland und Europa lebenden Tieren behandelt. Zu Beginn wird kurz auf die erforderliche Ausrüstung eingegangen. Interessant ist dabei insbesondere das Kapitel über verschiedene Versteckarten. Hier werden zahlreiche Hinweise zum Eigenbau gegeben. Die Empfehlungen für die Fotografie von Tieren in Deutschland beschränkt sich auf den Osten der Republik. Dies dürfte eigentlich nicht überraschen, da dort die Menschendichte nicht so groß ist und sich zahlreiche Tierarten damit ungestörter entfalten können. Anschließend werden einige Hinweise zur Fotografie in anderen europäischen Ländern gegeben, von der Extremadura in Spanien über Island und Finnland bis nach Rumänien und Bulgarien. Insgesamt ein sehr interessantes Buch, das sich insbesondere an Besitzer längerer Teleobjektive wendet.

Meine Bewertung:

Varesuvo, M.; Peltomäki, J.; Máté, B.: Handbuch der Vogelfotografie (2013). Bei diesem Buch handelt es sich um eine Übersetzung, das Original kam bereits 2011 auf den Markt. Die zum Einsatz gebrachte Technik nicht mehr ganz dem heutigen Stand, was aber nicht problematisch ist. Denn es finden sich zahlreiche zeitlos schöne Bilder in diesem Werk. Drei professionelle Vogelfotografen kommen zur Sprache und geben wechselweise ihre Erfahrung aus allen Bereichen der Vogelfotografie weiter. Allerdings sollte man wissen, dass die Autoren aus Finnland und Ungarn kommen. Die Lehren, die man aus dem Buch ziehen möchte, sind damit nur begrenzt auf das dicht besiedelte Deutschland anwendbar. Das gilt insbesondere für das Kapitel über Hotspots der Vogelfotografie. Die vorgestellten Gebiete befinden sich in Finnland, Island, Norwegen, Israel, Griechenland, Ungarn, Japan, USA, Costa Rica und Brasilien. Für den reiselustigen und finanzkräftigen Vogelfotografen sind das sicherlich wertvolle Hinweise. Ob die vorgestellten Informationen angesichts des Alters der Informationen noch aktuell sind, vermag ich nicht zu bewerten.

Meine Bewertung:

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