Flora

Gefäßpflanzen

Finkenzeller, Xaver; Prof. Dr. Gau, Jürgen: Steinbachs Naturführer. Alpenblumen (1985). Auch dieses Buch habe ich in meinen Jugendjahren erworben. Für den Sommerurlaub 2017 im Allgäu habe ich es glücklicherweise wieder aus dem Regal geholt. Da „Was blüht denn da?“ nur wenige Alpenblumen abdeckt, ist dieses Buch eine mögliche zweckmäßige Ergänzung. Es deckt 528 Arten auf 540 Farbfotos und 528 Zeichnungen aus dem gesamten Alpenraum ab. Es ist nach Familien sortiert aufgebaut. Auf jeder Seite werden vier Arten vorgestellt, aufgeteilt nach Merkmalen, Blütezeit, Standort und Verbreitung. Für jede Art sind bestimmungsrelvante Zeichnungen beigefügt. Ein schönes kleines Buch, das sicherlich nicht alle Alpenblumen abdeckt, aber ein gelungener Einstieg in die Thematik ist.

Grey-Wilson, Christopher; Blamey, Marjorie: Pareys Bergblumenbuch (2. Auflage, 2001). Auch für dieses Buch war der Auslöser unser Sommerurlaub 2017 im Allgäu. Ich wollte ein umfassenderes Werk über Bergblumen haben und bin bei der Internet-Recherche auf dieses nur noch antiquarisch verfügbare Werk gestossen. Es behandelt die Blütenpflanzend er europäischen Gebirge, also nicht nur der Alpen. Behandelt werden knapp 2500 Arten, von denen 1400 anhand von 3200 Zeichnungen farbig abgebildet werden. Auch in diesem Buch erfolgt die Gliederung nach Pflanzenfamilien. Da insgesamt nur 429 Seiten zur Verfügung stehen, ist der Textanteil für die einzelnen Arten entsprechend kurz. Die Zeichnungen sind recht ansprechend. Meiner Ansicht nach ist dieses Buch eine gute Ergänzung zum Steinbach Naturführer Alpenblumen.

Lüder, Rita: Grundkurs Gehölzbestimmung (2012). Dies ist mein zweites Buch der Autorin. Es bietet in bewährter Manier einen Einstieg in die systematische Bestimmung einheimischer Gehölze. Da diese in diesselben Familien fallen, kommt es zu gewissen Dopplungen mit dem Grundkurs Pflanzenbestimmung. Das ist aber kein Problem, denn eine Wiederholung hat noch keinem geschadet. Ansonsten bietet das Buch einen gelungenen Überblick. Generell wird die Bestimmung nach Blütenmerkmalen, Blattmerkmalen, Früchten und Winterzustand kapitelweise unterschieden. Dabei kann dieses Buch aufgrund des Umfangs natürlich nur eine Einführung sein und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Wer darauf Wert legt, muss sich zusätzlich mit der einschlägigen Literatur eindecken. Dafür passt dieses Buch, wie schon der Grundkurs Pflanzenbestimmung, locker in einen Rucksack und wiegt auch nicht zuviel.

Lüder, Rita: Grundkurs Pflanzenbestimmung (2013). Dieses Buch bietet einen gelungenen Einstieg in die systematische Pflanzenbestimmung. Der Leser findet zunächst auf den ersten 90 Seiten Erklärungen zu Systematik, Grundbauplan, Zeigerpflanzen und Inhaltsstoffen. Nach diesem Teil folgt der Bestimmungsschlüssel anhand dessen die ca. 600 häufigsten Arten bestimmt werden können. Die folgenden Unterkapitel behandeln die Familien und werden jeweils mit einer kurzen Beschreibung begonnen. Damit erhält der Leser ein Grundverständnis, das eine schnelle Zuordnung zu einer Pflanzenfamilie erleichtert. Ein Ziel dieses Buches ist es, den Leser auf den Umgang mit dem Schmeil-Fitschen vorzubereiten. Meiner Meinung nach ist dies auch eine sinnvolle Kombination. Klare Kaufempfehlung für den Grundkurs Pflanzenbestimmung!

Sebald, Seybold, Philipi: Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs (1990). Ihr habt richtig gelesen, mein Onkel war seinerzeit einer der drei Herausgeber dieser achtbändigen monumentalen Ausgabe. Die ersten knapp 200 Seiten des ersten Bandes behandeln die Farnpflanzen, anschließend werden die Blütenpflanzen bearbeitet, jeweils nach Familien geordnet. Dabei beginnt jedes Kapitel mit einem Bestimmungsschlüssel. Für jede Art werden dann anschließend zahlreiche und tiefgehende Informationen geboten, inklusive einer Verbreitungskarte (innerhalb Baden-Württembergs). Natürlich ist das gewichtige achtbändige Werk nicht als Beigepäck im Rucksack geeignet, dafür gibt es andere Bücher. Aber die Ausgabe ist in ihrer Vollständigkeit vermutlich unerreicht. Leider sind die Bände 5 und 6 selbst antiquarisch nur ganz selten verfügbar und dann muss man tief in die Tasche greifen. Ich selbst habe bislang leider nur die Bände 1-4, werde mich aber in den kommenden Monaten um Komplettierung bemühen.

Seybold, Siegfried: Die Flora Deutschlands und der angrenzenden Länder (Schmeil-Fitschen, 2011). Wer es gewohnt ist, Pflanzen anhand von Bildern zu bestimmen und diese Gewohnheit beizubehalten, dem sei dieses Buch nicht empfohlen. Allerdings sollte man dann auch wissen, dass die Bestimmung immer ein gewisses Risiko beinhaltet. Ein bebildertes Bestimmungsbuch das alle heimischen Arten enthält, passt wohl auch in keinen Rucksack. Wer also ein umfassendes Werk zur Bestimmung sucht, dem sei dieses Buch empfohlen. Es ist für seinen Umfang sehr leicht und beschreibt alle heimischen Arten und die angrenzender Länder. Es hat einen kurzen einführenden Teil, in dem die Begriffe erklärt werden, die im Schlüssel benutzt werden. Sowohl der einführende Teil als auch der Bestimmungsschlüssel werden unterstützt von mehreren Detailzeichnungen. Für den Einsteiger empfiehlt sich die Lektüre des Grundkurs Pflanzenbestimmung von Rita Lüder. In der Beilage war eine Auflistung der Korrekturen, die seit dem Auflagedatum aufgefallen sind. Es empfiehlt sich, diese gleich einzuarbeiten. Ich werde ab diesem Jahr vermehrt mit dem Buch arbeiten und werde über Erfolge und Misserfolge berichten.

Spohn, Margot; Golte-Bechtle, Marianne, Spohn, Roland: Was blüht denn da? (59. Auflage, 2015). Lange Jahre zierte die 47. Auflage dieses Standard-Werkes aus dem Jahr 1985 mein Bücherregal. Der Sommerurlaub 2017 im Allgäu hat mich veranlasst, die aktuelle Ausgabe dieses Buches zu erwerben. In den dazwischen liegenden Ausgaben hat sich vieles getan. So sind beispielsweise zusätzliche Detailzeichnungen relevanter Pflanzenteile hinzugekommen, die für die Bestimmung hilfreich sind. Darüber hinaus hat sich die komplette Gliederung verändert. Zwar wird weiterhin nach Blütenfarben sortiert. Darin wird aber nach Blütenform unterschieden und nicht mehr nach dem Lebensraum. Damit ist es schon einfacher die in Frage kommende Art schneller einzugrenzen. Hinzugekommen sind auch Kapitel über Laubbäume und Sträucher sowie Gräser. Dies ist ein Buch, das gut im Rucksack seinen Platz findet. Insgesamt werden über 870 Pflanzen anhand von mehr als 2000 Farbzeichnungen abgedeckt. Wer anhand von Zeichnungen Pflanzenbestimmung durchführen möchte, der ist mit diesem Buch sehr gut bedient.

Moose

Wirth, Volkmar; Düll Ruprecht: Farbatlas Flechten und Moose (2000). Dieses Buch besteht, wie der Name schon andeutet aus zwei Teilen über Flechten und Moose. Beide Teile beginnen mit einer kurzen Einführung in die Biologie und systematische Gliederung. Danach folgt jeweils ein kurzer Bestimmungsschlüssel mit Hilfe dessen die Auswahl der in Frage kommenden Arten deutlich eingeschränkt werden kann. Die Fotos sind sehr schön und sollten bei der Bestimmung helfen. Natürlich kann dieses Buch aufgrund der Größe keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Wer sich also eingehender mit der einen oder anderen Materie beschäftigen möchte findet am Ende des Buches auch noch eine Literaturliste. Zum Einstieg und um sich einen Überblick zu verschaffen ist es ein schönes Werk.

Pflanzengallen

Beiderbeck, Rolf; Koevoet, Ingo: Pflanzengallen am Wegesrand (1979). Die Thematik dieses Buches ist etwas schwerer einzuordnen. Die eigentlichen Versursacher kommen nämlich aus den Reihen der Insekten, Pilze oder Bakterien. Da die Betroffenen regelmäßig Pflanzen sind, liste ich die Literatur auch hier. Dieses Buch ist auch aus meiner Jugendzeit. Der Inhalt teilt sich in zwei ungefähr gleich große Anteile. Im ersten Teil werden die Verursacher und Profiteure der Gallenbildung, ihr Leben in der Galle, die Reaktion der Pflanze, etc. beschrieben. Der zweite Teil besteht aus Bildern mit einer kurzen Beschreibung, die beim späteren bestimmen helfen können. Ich fand das Büchlein sehr aufschlussreich und habe es gern gelesen. Es ist eine gute, aber auch knappe Einführung in die Thematik. Heute gibt es mit Sicherheit umfangreichere Werke für den interessierten Leser.

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