Fauna

1. Insekten

1.1 Allgemein

Amann, Gottfried; Summerer, Claudia: Die Kerfe des Waldes (2011). Das Buch ist Teil einer sechs-bändigen Ausgabe, die das Leben im Wald beleuchtet. Behandelt werden hier in den verschiedenen Kapiteln Käfer, Falter und sonstige Kerfe. Dabei wird auch auch die Eier, Larven, Gallen und Fraßbilder eingegangen. Es ist mit Zeichnungen reich bebildert und sehr schön aufbereitet. In dem Teil der Zeichnungen sind die Seiten unterschiedlich groß, wodurch die Übersichtlichkeit erhöht werden soll. Im Textteil wird jeder beschriebenen Art ein kleiner Absatz gewidmet. Die Anzahl der beschriebenen Arten hält sich natürlich wegen des Umfanges schwer in Grenzen. Insesondere durch die Zeichnungen erhält der Leser aber einen schönen Einstieg in die Insektenwelt des Waldes.

Chinery, Michael: Pareys Buch der Insekten (2004). In diesem etwas mehr als 300 seitigen Buch werden wie der Titel verspricht über 2000 Insekten Europas beschrieben. Dem geneigten Leser wird schnell klar werden, dass es sich hier nur um eine ausgesprochen dünne Auswahl handeln kann. Der Anspruch des Buches kann naürlich auch nicht die Vollständigkeit sein. Damit könnte man zu diesem Thema vermutlich ganze Bücherregale füllen. Es werden also lediglich die häufigsten Arten anhand von markanten Zeichnungen der ausgewachsenen Insekten und teilweise auch der Larven bzw. Nymphen vorgestellt. Für die Beschreibung der einzelnen Arten bleibt dann nicht mehr ganz so viel Platz. Wer sich also für eine Ordnung innerhalb der Insekten besonders interessiert, der sollte sich dann auch eher um die verfügbare spezialisierte Fachliteratur bemühen. Wer sich nur einen groben Überblick verschaffen möchte, für den ist dieses Buch hervorragend geeignet.

Goulson, Dave: Wenn der Nagekäfer zweimal klopft (2016). Wie bei seinem ersten Buch „Und sie fliegt doch“ (siehe Hautflügler) handelt es sich hier nicht um ein Bestimmungsbuch. Das 320 Seiten fassende Buch ist ein Lesebuch ganz im Stil seines Vorgängers. Der Titel heißt zwar „Das geheime Leben der Insekten“. Das greift meines Erachtens nach aber etwas zu kurz. Es geht insbesondere um die Interaktion Mensch und Umwelt. Wie auch in seinem ersten Buch, bereitet Prof. Goulson dem Leser auf sehr unterhaltsame Art und Weise einen Einblick in seine Forschungsarbeiten. Wieder ein sehr schönes Buch, das ich nur ungern aus der Hand gelegt habe.

1.2 Hautflügler

Amiet, F.; Krebs, A.: Bienen Mitteleuropas (2014). Dieses Buch hat 424 Seiten, wovon die ersten 70 Seiten ein allgemein einführender Teil ist. Dies beinhaltet auf sechs Seiten auch einen mit anschaulichen Zeichnungen sehr schön aufbereiteten und hilfreichen Bestimmungschlüssel der zu den Gattungen führt. Der übrige Teil entfällt auf die Artenbeschreibungen. Sehr schön finde ich, dass zu jeder Art plakativ die Flugzeiten dargestellt werden. Dafür sind leider die Bilder zumeist nicht sehr aussagekräftig, da sie zu dunkel sind oder aus einem ungünstigen Winkel aufgenommen wurden. Anhand dieser Bilder ist eine Bestimmung natürlich nicht wirklich möglich. Die Stärken dieses Buches sind vielmehr der Gattungsschlüssel und die ausführlichen Artenbeschreibungen.

Boyer, Philippe: Vom Leben der Wildbienen (2016). Auf 144 Seiten wird in diesem wunderschönen Buch in Auszügen das Leben einiger ausgewählter Wildbienenarten behandelt. Fantastische Makrofotografien stehen dabei im Mittelpunkt der Darstellungen. Daher kommt der Autor mit wenig Text aus. Aus diesem Grund lässt sich das Buch auch recht schnell durchlesen. Da ich kurze Zeit vorher unser erstes Insektenhotel aufgehängt hatte, konnte ich anhand des Buches gut nachvollziehen was hinter meinen bisherigen Beobachtungen lag. Ein wirklich sehr schönes und überaus empfehlenswertes Buch!

Gokcezade, J.; Gereben-Krenn, B.; Neumayer, J.: Feldbestimmungsschlüssel für die Hummeln Deutschlands, Österreichs und der Schweiz (2017). Dieser Schlüssel hat gerade einmal 56 Seiten und ist dementsprechend leicht und transportabel. Nach einer sehr kurzen Einleitung folgt das Wesentliche. Dabei wird hauptsächlich mit schematischen Zeichnungen unter Zuhilfenahme weniger aussagekräftiger Farben gearbeitet. Zusätzlich finden sich weitere erklärende Detailzeichnungen. Auch auf die Unterscheidung zwischen Königinnen, Arbeiterinnen (so es welche gibt) und Drohnen wird eingegangen. Wie ich finde, ein sehr schön aufbereitetes Buch, das bei der Bestimmung einiger Hummelarten weiterhelfen kann. Der unschlagbare Preis macht es eigentlich zu einem  Werk, welches in das Bücherregal jedes interessierten Hobby-Entomologen gehört.

Goulson, Dave: Und sie fliegt doch. Eine kurze Geschichte der Hummel (2014). Auf 312 Seiten beschreibt der Autor seine Erkenntnisse über die Hummeln. In einem süffisanten Stil wird eine wissenschaftliche Thematik verständlich für alle aufbereitet. Das Buch ist ausgesprochen kurzweilig und hoch interessant. Eigentlich werden alle Belange des Lebens der Hummeln behandelt. Nebenbei erfährt man auch noch so manches über den Autor selbst. Bei der Lektüre habe ich unglaublich viel über die Hummeln gelernt. Dieses sehr unterhaltsame Buch kann ich jedem empfehlen, der etwas mehr über Hummeln lernen möchte.

1.3 Heuschrecken

Bellmann, Heiko: Der Kosmos Heuschreckenführer (2006). Auf 350 Seiten werden die heimischen Arten behandelt. Das Buch beginnt zunächst auf den ersten 40 Seiten mit einer generellen Einweisung in Systematik, Körperbau und Biologie der Heuschrecken. Auf den nächsten knapp 30 Seiten folgt ein Bestimmungsschlüssel nach physischen Merkmalen und Gesang. Anschließend werden alle Arten, gegliedert nach Familien und Unterfamilien vorgestellt. Dabei finden ein bis zwei Arten pro Doppelseite Platz. Die Beschreibung wird pro Art durch ein bis maximal zwei Bilder ergänzt. Dieses Buch ist eigentlich der Klassiker unter der Heuschreckenliteratur für den normalen Geldbeutel. Der Untertitel lautet zwar „Die Arten Mitteleuropas sicher bestimmen“. Nur anhand dieses Buches sollte sich das für den Ungeübten aber ausgesprochen schwierig gestalten. Gut, dass es inzwischen „Die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirols“ gibt!

Fischer, J.,; Steinlechner, D.; Zehm, A.; Poniatowski, D.; Fartmann, T.; Beckmann, A.; Stettmer, C.: Die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirols (2016). Mit 368 Seiten ist dieses Buch nur wenig umfangreicher als der Bellmann. Inhaltlich hat es dieses Werk aber in sich! Der Käufer findet als Beilage eine hervorragend aufbereitete Faltkarte als Schnellbestimmungskarte. Diese passt in die Beintasche und hat ein Zentimetermaß an der Seite. Inhaltlich ist sie auf Vorder- und Rückseite in Kurzfühlerschrecken und Langfühlerschrecken aufgeteilt. Immerhin 97 Seiten werden für eine allgemeine Einweisung in das Themengebiet genutzt. Schon hier werden hervorragende Nahaufnahmen zur Erklärung herangezogen. Dies zieht sich in der Folge auch bei der Artsteckbriefen durch. Pro Doppelseite wird eine Art vorgestellt. Dies beinhaltet eine Verbreitungskarte, einen ausführlichen Textanteil und jeweils ein Bild für das Männchen und das Weibchen der Art. In diesen tollen Makroaufnahmen sind die artbestimmenden Details hervorgehoben und beschrieben. Am Ende des Buches finden sich noch Bilder der Larven der häufigsten Arten. Insgesamt ein sehr gelungenes Buch, das die Bestimmung von Heuschrecken sehr viel besser ermöglichst als der Bellmann. In dieser Art wünsche ich mir mehr Bestimmungsbücher!

1.4 Käfer

Brechtel, Fritz; Kostenbader, Hans: Die Pracht- und Hirschkäfer Baden-Württembergs (2002). In diesem schönen und zugleich kostengünstigen Buch werden auf insgesamt 632 Seiten die 77 Prachtkäfer und 7 Hirschkäferarten Baden-Württembergs näher unter die Lupe genommen. Dazu werden zunächst im knapp 200-seitigen Allgemeinen Teil viele nützliche grundlegende Informationen vermittelt. Anhand einiger detailierter Beispiele bekommt der Leser hier schon einen guten Überblick über die beiden Käferfamilien. Auf den restlichen Seiten erfolgt der Spezielle Teil mit den ausführlichen Artenbeschreibungen. Diese umfasst neben der eigentlichen Beschreibung noch eine Verbreitungsübersicht, Aussagen zur Biologie und Ökologie, sowie Gefährdung und Schutz. Ich finde, dass es sich hierbei um ein sehr schönes Buch handelt! Selbst wer nur den Allgemeinen Teil liest, bekommt einen tiefen Einblick in das Leben der beiden Käferfamilien.

du Chatenet, Gaëtan: Phytophagous beetles of Europe: Hierbei handelt es sich um eine Reihe von Büchern, die von NAP Editions herausgegeben und direkt vertrieben werden. Jedes Buch beginnt mit einer generellen Einleitung in die Thematik der Käferkunde. Anschließend werden verschiedene Familien, sowie deren in Europa vorkommenden Arten beschrieben. Dazu gibt es zu jeder Art einen Textanteil und eine Verbreitungskarte. Für die meisten Arten finden sich im Mittelteil auf Tafeln sehr schöne Zeichnungen mit hohem Wiedererkennungswert. In den Büchern werden folgende Inhalte werden:
Band 1 (2017, 432 S., eng.): Buprestidae, Elateridae, Cleridae, Cerambycidae
Band 2 (2002, 260 S., frz.): Chrysomelidae
Nicht ganz günstig, aber meines Erachtens nach ein großartiges Werk!

Harde, Karl Wilhelm; Severa, Frantisek: Der Kosmos Käferführer (2014). Wer es sich (wie ich) nicht unbedingt leisten kann/will, die mehrbändigen Standardwerke über Käfer zu kaufen, muss auf abgespeckte Varianten zurückgreifen. Der Kosmos Käferführer Ausgabe 2014 ist dabei ein probates Mittel. Mit über 1000 Abbildungen bekommt man einen Überblick über die Ordnung der Käfer. Die Abbildungen sind sehr schön gezeichnet, die Beschreibungen jeweils etwas knapp gehalten. Auf den ersten 90 Seiten bekommt man eine interessante und kurzweilige Einführung in die Biologie der Käfer. Darin enthalten ist auch eine Liste von 139 Zeichnungen anhand derer man grob die Familie einordnen können soll. Danach geht es in den systematischen Teil mit Artenbeschreibungen und Zeichnungen weiter. Leider habe ich schon mehrfach Käfer entdeckt, die ich eben nicht in diesem Buch beschrieben waren. Das ist eben immer der Nachteil einer Auswahl. Ich finde dennoch, dass dies ein gelungenes Buch ist.

Niehuis, Manfred: Die Buntkäfer in Rheinland-Pfalz und im Saarland (2013). Als ich dieses stattliche Buch mit immerhin 684 Seiten erstmalig in Händen hielt, war ich schwer beeindruckt. Gerade einmal 19 Buntkäfer-Arten kommen in den beiden Bundesländern vor. Dementsprechend tief gehen die gut aufbereiteten Informationen. Dieses Buch deckt so ziemlich alle Themenbereiche ab, die man sich so vorstellen kann. Zunächst erfolgt eine Einweisung in die Grundlagen. Dieser Teil behandelt Systematik, Morphologie, Parasitismus, Verhalten, Feinde,  uvm. Es folgt im zweiten Teil die eigentliche, ausführliche  Beschreibung der Arten auf jeweils mehreren Seiten. Der dritte Teil behandelt die regionale Verbreitung sowie Veränderungen in der Ausbreitung. Dieses empfehlenswerte Buch kann direkt über die Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e.V. bezogen werden.

Rheinheimer, Jochim; Hassler, Michael: Die Rüsselkäfer Baden-Württembergs (2013). Dieses großartige Buch ist ein echtes Schwergewicht. Immerhin 944 Seiten brauchen die Autoren, um alle 773 in Baden-Württemberg vorkommenden, sondern auch noch fast 100 in angrenzenden Regionen vorkommenden Arten vorzustellen. 157 Seiten werden für den allgemeinen Teil genutzt, um Lebensweise, Lebensräume, usw. vorzustellen. Im Speziellen Teil finden sich für alle Gattungen Bestimmungsschlüssel. Die Abhandlung der einzelnen Arten kommen daher ohne Beschreibung der Merkmale aus. Dafür gibt es als absolutes Schmankerl 82 Tafeln am Ende des Buches. Darauf sind alle Arten Südwestdeutschlands als Zeichnungen abgebildet, die zur Bestimmung sehr hilfreich sind. Ein fantastisches Buch, das sein Geld in vollem Umfang wert ist!

1.5 Libellen

Dijkstra, Klaas-Douwe B.; Lewington, Richard: Libellen Europas (2014). Dabei handelt es sich um das 2006 herausgegebene und anschließend übersetzte Werk „Field Guide to the Dragonflies of Britain and Europe“. Nach einem kurzen Einführungsteil werden die Besonderheiten der verschiedenen Länder kurz angerissen. Danach folgt der Bestimmungsteil, der mit knapp 240 Seiten den meisten Umfang einnimmt. Nach Familien geordnet werden die verschiedenen Arten ausgiebig beschrieben. Zu jeder Art gibt es Zeichnungen von Männchen und Weibchen, welche die Besonderheiten und Erkennungsmerkmale hervorheben. Darüberhinaus findet sich natürlich auch eine Verbreitungskarte. Hierbei handelt es sich sicherlich um das Standardwerk im Bereich der Libellen. Ich finde es ist ein großartiges Werk, das ich jedem empfehlen kann, der sich näher mit den Libellen befassen möchte.

1.6 Schmetterlinge

Dr. Reichholf-Riehm, H.; Wendler, F.; Steinbach, G.: Steinbachs Naturführer Schmetterlinge (1983). Auf 288 Seiten werden insgesamt 468 Arten auf 579 Farbfotos und 160 Zeichnungen beschrieben. Dies umfasst sowohl tagaktive als auch nachtaktive Arten. Damit ist klar, dass bei diesem Umfang nur die häufigsten Spezies angesprochen werden können. Eine sehr kurze Einleitung geht den Artenbeschreibungen voran. Ein nettes Büchlein, dass zumindest einen ersten Überblick verschafft. Allerdings ist es auch schon etwas in die Jahre gekommen. Dafür sind die Abbildungen auch nach heutigem Maßstab zumeist sehr gelungen.

1.7 Wanzen

Wachmann, Ekkehard: Wanzen. Beobachten – Kennenlernen (1989). Bis vor kurzem war dieses Buch von Ekkehard Wachmann eines der wenigen Werke über die Ordnung der Wanzen. Aus dieser Reihe gibt es vom selben Autor noch mehrere Bücher über Insekten. Leider sind alle nur noch antiquarisch zu bekommen und dementsprechend teuer. Dieses Buch umfasst 274 Seiten, wovon der Allgemeine Teil 51 Seiten Seiten einnimmt. Auf diesen werden grundlegende Themen zu den Wanzen behandelt. Im anschließenden Speziellen Teil folgt zunächst ein Bestimmungsschlüssel und dann die Beschreibung von ausgewählten Arten. Dies geschieht anhand von Fotografien und einem Textanteil. Ein schönes Buch, das auch heute noch seine Berechtigung hat.

Wachmann, Ekkehard; Melber, Albert; Deckert, Jürgen: Wanzen (Band 1: 2006, Band 2: 2004, Band 3: 2007, Band 4: 2008, Band 5: 2012). Dies ist wohl das ausführlichste Werk, das über die in Deutschland vorkommenden Wanzen erhältlich ist. Leider handelt es sich hierbei aber nicht um Bestimmungsbücher. Ursprünglich gab es wohl den Plan des Verlages, nach diesen fünf Bänden mit weiteren Büchern zur Bestimmung der Arten fortzufahren. Dieser Plan wurde aber nicht umgesetzt. So bleibt eine Beschreibung der Arten, die nach Familien sortiert sind. Der fünfte Band ist ein Supplementband, der zusätzliche Ergänzungen zu den ersten vier Bänden bietet. Natürlich ist diese Sammlung hauptsächlich etwas für echte Wanzen- oder Insektenliebhaber 😉 Insbesondere die Bilder sind aber wirklich großartig.

2. Säugetiere

Aulagnier, Haffner, Mitchell-Jones, Moutou, Zima: Die Säugetiere Europas, Nordafrikas und Vorderasiens (2009). Dieses Buch deckt wohlgemerkt einen recht großen geographischen Raum ab. Deshalb finden sich hier plötzlich Arten, die man in den deutschen Wäldern nicht wirklich finden wird. Das Buch beginnt mit einer kurzen Einleitung von 40 Seiten, bevor es dann mit der Beschreibung der Arten fortfährt. Dabei ist jede Art unterteilt in Beschreibung, Vorkommen und Biologie. Zu jeder Art gibt es eine schöne Zeichnung, sowie eine Verbreitungskarte. Insgesamt ein schönes Buch, das auch während des Urlaubs im näheren Ausland weiterhilft.

3. Spinnen

Bellmann, Heiko: Der Kosmos Spinnenführer (2010). Auf knapp 430 Seiten werden über 400 Spinnenarten Europas vorgestellt. Dabei wird der Fokus natürlich auf die häufigsten Arten gelegt, da gemäß Vorwort circa 1000 Arten heimisch sind. Die schwierig zu bestimmenden Gattungen sind auch nur mit einigen Arten vertreten. Das Buch beginnt mit einer einführenden Beschreibung der Biologie der Spinnen auf den ersten 30 Seiten. Danach werden, geordnet nach den familiären Verhältnissen, die Arten vorgestellt. Dazu kommen sehr gute Fotografien zum Einsatz, teilweise auch mehrere pro Art. Im Textteil wird auf Merkmale, Vorkommen und Lebensweise eingegangen. Bei einigen Arten sind ergänzende Zeichnungen besonderer Merkmale beigefügt. Auf knapp 70 Seiten werden darüber hinaus Tausendfüßer und übrige Spinnentiere angerissen, wie Skorpione,  Zwerggeißelskorpione, Pseudoskorpione, Weberknechte, Walzenspinnen, Milben und Asselspinnen. Sicherlich ein sehr gutes Buch für alle, die sich näher mit diesen Tierchen beschäftigen möchten.

Roberts, Michael J.: Collins Field Guide Spiders. Britain and Northern Europe (1995). Dieses 380 Seiten umfassende Buch beschränkt sich auf die häufigsten 450 Spinnenarten. Das Untersuchungsgebiet umfasst Deutschland dabei vollumfänglich. Die ersten 75 Seiten werden genutzt, um ausführlich auf die Biologie der Spinnen einzugehen. In diesem Teil ist auf fast 20 Seiten ein Schlüssel zum bestimmen der zugehörigen Familie enthalten. Anschließend folgen die Beschreibungen der Familien, Gattungen und Arten. Dabei ist jeder Familie wiederum ein Schlüssel beigefügt, um auf die betreffende Gattung zu kommen. In den Artenbeschreibungen sind entscheidende Merkmale als Zeichnungen beigefügt. Darüber hinaus finden sich auf 32 Tafeln sehr gute, farbige Zeichnungen einige der behandelten Arten. Ein sehr gutes Buch für alle, die unverkrampft mit der englischen Sprache umgehen. Ein hochinteressantes Werk, aus dem ich viel gelernt habe und das mein weiteres Interesse geweckt hat! Sicherlich ein Standardwerk.

4. Vögel

Creutz, Gerhard: Der Graureiher (1981). Bei diesem 195-seitigen Büchlein handelt es sich um den Band 530 aus der Reihe „Die neue Brehm-Bücherei“. Es gelten ansonsten, natürlich übertragen auf den Graureiher, alle Aussagen, die ich über das Buch „Die Wasseramsel“ desselben Autors bereits geschrieben habe.

Creutz, Gerhard: Die Wasseramsel (1986). Bei diesem 130-seitigen Büchlein handelt es sich um den Band 364 aus der Reihe „Die neue Brehm-Bücherei“. Nachdem ich begonnen hatte, regelmäßig die Wasseramsel zu beobachten, suchte ich nach grundlegender Literatur. Obwohl das Buch 1986 herausgegeben wurde, bleiben die für mich zentralen Kapitel zu Verhaltensweisen, Nahrung, Brutbiologie, Mauser und Zugbewegungen recht aktuell. Mir haben sich dadurch alle relevanten Aspekte über diesen außergewöhnlichen Singvogels erschlossen, so dass ich meine bisherigen Beobachtungen einordnen konnte.  Das Buch ist antiquarisch für wenig Geld zu bekommen. Wer möchte, kann aber auch als Neuauflage einen Reprint der Ausgabe des Jahres 1996 über den Buchhandel beziehen. Meines Erachtens nach ist das aber nicht zwingend notwendig. Dies ist ein sehr empfehlenswertes Grundlagenbuch für alle, die sich etwas näher mit der Wasseramsel beschäftigen möchten.

Svensson, Lars: Der Kosmos Vogelführer (2011). In diesem Buch bekommt man nach einer sehr kurzen Einführung einen Überblick über die Arten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens. Im Beschreibungsteil werden die Arten werden jeweils nach Familien geordnet. Dazu werden auch die Familien kurz skizziert. Jede Art wird dann ausführlich beschrieben, inklusive ihres Gesangs. Darüberhinaus gibt es sehr schöne Zeichnungen, teilweise mit Jugendkleid und Winterkleid und Flugbild. Sofern zutreffend beinhalten die Verbreitungskarten auch das jeweilige Zugverhalten der Art. Insgesamt ein sehr schönes Buch, das dem angehenden Ornithologen das Leben einfacher macht.

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