Heideblüte auf dem Traumpfad Bergheidenweg (10,4km)

Im August und September blüht die Heide. Das gilt nicht nur für die bekannten großen Heideflächen rund um Lüneburg, sondern auch für die deutlich kleineren Gebiete in der Eifel. Daher wollten wir uns heute einmal einen Eindruck der Heideblüte vor der eigenen Haustüre verschaffen. Der Traumpfad Bergheidenweg bietet genau diese landschaftliche Kulisse. Heute nun haben wir uns einen eigenen Eindruck verschafft, den ich Euch an dieser Stelle gerne schildern möchte.

Übersichtskarte

Die durch meinen Logger aufgezeichneten 10,4km könnt Ihr der beigefügten Karte entnehmen.

Gesamtstrecke: 10373 m
Maximale Höhe: 701 m
Minimale Höhe: 457 m
Gesamtanstieg: 478 m
Gesamtabstieg: -474 m
Download file: 20200906-Traumpfad-Bergheidenweg.gpx

Karte: Eifelverein Wanderkarte Nr. 32, Osteifel, 1:25.000

Parken

Auf dem offiziellen Parkplatz des Traumpfads Bergheidenweg am Rassberg stehen kostenfreie Parkplätze zur Verfügung. Die ersten Heidegebiete beginnen direkt am Parkplatz, so dass während der Heideblüte mit einem großen Andrang zu rechnen ist. Es empfiehlt sich also, in diesem Zeitraum die Wanderung frühzeitig anzutreten. Ein weiterer, aber kleinerer Parkplatz steht auch noch am anderen Ende des Rassbergs beim Konrad-Adenauer-Denkmal zur Verfügung.

Ausschilderung

Traumpfad Vier-Berge-Tour

Während der gesamten Wanderung folgen wir der offiziellen Ausschilderung der Traumpfade Rhein-Mosel-Eifel-Land.

Wacholderheiden am Rassberg und Heidbüchel

Wir starten am Wanderparkplatz Rassberg und erblicken beiderseits des Weges schon die ersten Wacholderheideflächen, die von knorrigen Kiefern geziert werden. Dieses verlassen wir kurze Zeit später und folgen dem Weg am Waldrand entlang. Sogleich führt uns der Schotterweg zur Wacholderheide Heidbüchel. Vorbei an Wacholdersträuchern und blühender Besenheide wandern wir leicht bergauf. Am höchsten Punkt auf dem Heidbüchel treffen wir auf eine Bank in herrlicher Atmosphäre. Wer möchte, der kann hier die Seele baumeln lassen und diese wunderschöne Kulturlandschaft auf sich wirken lassen. Auf der anderen Seite geht es nun wieder bergab. Weiter unten treffen wir auf den Wald und lassen auch schon den ersten Abschnitt mit den landschaftlich reizvollen Wacholderheiden hinter uns.

Intermezzo Nettetal und Selbach

Es folgt nun eine kurze Passage auf einem Forstweg bergab durch den Wald. Wenn wir wieder aus diesem heraustreten, erkennen wir von oben eine bewaldete Senke. Vor uns breitet sich das Nettetal aus, vor neugierigen Blicken geschützt. Nach einem Schlenker am Waldrand geht es auf einem schmalen Pfad zu den Bäumen und ab hier recht steil bergab. Unten angekommen blicken wir auf die Gebäude der Netterhöfe und biegen hier auf den lauschigen Weg nach links ab. Auf diesem kommen wir an die Nette und folgen für ein kurzes Stück deren Verlauf bis zu den Trittsteinen. Wegen dieser Stelle wird auf der Webseite der Traumpfade nach regenreichen Tagen empfohlen, das Nettetal zu umgehen. Dort ist auch ein Kartenausschnitt mit der entsprechenden Umgehung zu finden. Heute gleicht die Nette aber eher einem friedlichen Rinnsal und die Trittsteine bringen uns trockenen Fußes über das Gewässer. Unweit dieser Stelle ergießt der Selbach sein Wasser in die Nette. Direkt dahinter verlassen wir das Nettetal und folgen dem Verlauf des Selbachs nach links.

Auf einem weichen Waldweg wandern wir nun wieder bergauf. Der Selbach begleitet uns dabei zu unserer Linken. Entlang des Weges finden sich immer wieder entwurzelte Bäume, manchmal noch komplett, manchmal zersägt. Weiter oben kommen wir an eine Kehre, an welcher wir nach rechts abbiegen. Der Wald lichtet sich nun wieder langsam, bis wir den Waldrand erreichen und schließlich auf einen asphaltierten Weg treffen. Diesem folgen wir weiter bergauf und treffen am höchsten Punkt auf die Schutzhütte auf der Selbach. Wie nicht anders zu erwarten ist diese heute sehr gut besucht. Aufgrund der anhaltenden Pandemielage verzichten wir darauf, unser Vesper hier einzunehmen. Wir überschreiten also den höchsten Punkt und wandern auf dem asphaltierten Weg geradeaus weiter, nun leicht bergab. An der nächsten Kreuzung wandern wir auf einem Feldweg geraudeaus weiter und geradewegs durch den Ausläufer eines Waldstücks hindurch. Auf der anderen Seite setzen wir uns auf eine Wiese, lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen und genießen unsere mitgebrachten Brote.

Nach dieser späten, aber umso willkommeneren Rast wandern wir auf einem Wiesenpfad weiter bis zur Landstraße. Diese überqueren wir und setzen auf der anderen Seite unseren Weg durch ein Waldstück bergauf fort. Wenig später biegen wir schon wieder nach rechts ab und folgen dem Wanderpfad durch eine langgezoge Lichtung. An deren Ende stehen wir schließlich am Beginn des Dr.-Heinrich-Menke-Parks. Das heidefreie Intermezzo ist nunmehr beendet, wir haben den wohl schönsten Abschnitt der heutigen Wanderung erreicht.

Wacholderheide Dr.-Heinrich-Menke-Park

Schon auf den ersten Metern bekommen wir einen herrlichen Blick auf die wunderschöne Heidelandschaft. Die Besenheide ist in voller Blüte und steht in schönem Kontrast zu den vertrockneten, gelblichen Gräsern sowie den grünen Kiefern und Wacholdersträuchern. Am Himmel stehen inzwischen dichte und mancherorts auch recht dunkle Wolken. Zusammen bietet dies einen tollen Anblick! Wir wandern zunächst auf einem recht breiten Schotterweg, der bald aber etwas schmäler wird. An der nächsten Kreuzung biegen wir nach rechts ab und gewinnen weitere Eindrücke von dieser wunderschönen Landschaft, die durch eindrucksvolles Totholz angereichtert wird. Nach einem kurzen Stück am Waldrand entlang biegen wir wieder nach links ab. Nun geht es ein weiteres Mal bergauf und passieren dabei herrliche Bäume am Wegesrand. Stünden diese nicht inmitten eines Naturschutzgebiet, könnten wir die Kinder wohl kaum vom Klettern abhalten. Weiter oben haben wir einen schönen Blick nach Norden und Süden in die Ferne, über die abfallenden, in einem roten Blütenmeer erstrahlenden Hänge hinweg. Wenig später erreichen wir einen Gedenkstein, der dem Errichter und Namensgeber dieses Naturschutzgebietes gewidmet ist. Vorbei an einem Wald an toten Fichten verlassen wir dieses wunderschöne Areal nun auch schon wieder und erreichen die Landstraße.

Rückweg um den Rassberg herum

Nach dem Überqueren der Straße stehen wir an einem kleineren Parkplatz, welcher ebenfalls als Ausgangspunkt für diese Wanderung genutzt werden kann. An dessen Ende steht ein Denkmal für Konrad Adenauer. Vor uns steht ein letzter, kurzer Abschnitt mit Wacholderheide. Dabei umrunden wir auf einem Feldweg den Raßberg, auf dessen höchtem Punkt ein weithin sichtbarer Sendemast steht. Auf der gegenüberliegenden Seite erreichen wir schnell den Waldrand und folgen diesem in wenigen Schritten bis zum Parkplatz.

Fazit

Der Traumpfade Bergheidenweg hat uns sehr gut gefallen, allerdings ist das maßgeblich dem Reiz der Heideblüte geschuldet. Wer diesen Weg gehen möchte, der sollte dies also am besten im August oder frühen September machen. Aber nicht nur die Heideflächen sind an dieser Stelle erwähnenswert. Auch das Nettetal und der Auftstieg entlang des Selbachs ist durchaus sehenswert. Dafür wirkte der geradlinige Abschnitt entlang des asphaltierten Weges um die Schutzhütte auf der Selbach herum nicht wirklich anspornend auf unsere Kinder. Insgesamt eine sehr schöne Spätsommerwanderung, um die Heideblüte in der Eifel erleben zu können.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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