Drei Gipfel und Rastkogelhütte (7,4km)

Nach der herrlichen Wanderung am Schlegeisspeicher und der feucht-kalten aber dennoch schönen Wanderung im Zillergrund nehmen wir uns für heute eine kürzere Tour mit Gipfelbesuchen vor. Nach einer kurzen Recherche im Internet finden wir die Drei-Gipfel-Tour am Schwendberg. Diese reduzieren wir etwas in der Länge, machen daraus eine Rundtour und zack, fertig ist der heutige Wandervorschlag. Die gemäß Logger zurückgelegten 7,4km könnt Ihr der beigefügten Übersichtskarte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 7408 m
Maximale Höhe: 2384 m
Minimale Höhe: 2059 m
Gesamtanstieg: 517 m
Gesamtabstieg: -509 m
Download file: 20200721-Schwendberg.gpx

Karte: Alpenvereinskarte 33, Tuxer Alpen, 1:50.000

Anfahrt und Parken

Auch heute erfolgt die Anfahrt wieder über eine Mautstraße. Aber nicht über irgendeine Strasse, sondern über die Zillertaler Höhenstraße geht es hoch hinauf bis zum kleinen Parkplatz am Melchboden. Unterwegs entrichten wir an der Mautstelle einen Obolus von 8€ und fahren weiter. Je höher wir kommen, desto enger wird die Straße. Dafür ist der Blick echt beeindruckend. Zumindest für die Familie, denn ich muss mich doch sehr auf die Straße konzentrieren. Schließlich erreichen wir die Jausenstation am Melchboden und parken auf dem kleinen Parkplatz davor. Da auf dem Weg bereits eine Maut zu entrichten ist, wird für das Parken keine Gebühr mehr verlangt. Auf 2000m Höhe beginnen wir nun unseren kleinen Rundweg.

Drei Gipfel bis zur Einkehr

Vom Parkplatz folgen wir dem Weg bergauf. Wenn dieser sich kurze Zeit später teilt, dann halten wir uns rechts. Recht schnell passieren wir ein Kreuz mit einer Bank. In leichten Schwüngen wandern wir weiter bergauf, bis wir bereits nach wenigen Minuten mit dem Arbiskopf den ersten Gipfel und Stempelstelle des Tages erreichen. Wir machen eine kurze Pause, genießen den herrlichen Blick in Richtung Ahornspitze und ergattern uns einen Stempel in die Wanderbücher der Kinder.

Weiter geht es auf einem gut zu gehenden, recht breiten und von grünen Alpenwiesen gesäumten Grat. Unser nächstes Etappenziel, der Gipfel des Rauhenkopfs, zeichnet sich schon deutlich vor uns ab. Einen kurzen, steinigen Anstieg haben wir aber noch zu bewältigen. Aber auch dieser zweite Gipfel ist recht schnell bestiegen. Gegenüber dem Melchboden haben wir nun bereits knapp 270 Höhenmeter gut gemacht. Dadurch haben wir nun auch einen noch herrlicheren Blick auf Berge in nah und fern. Dafür pfeift uns aber auch ein ordentlicher Wind um die Ohren. Über dem Zillertal haben sich dunkle Wolken formiert. Nach den Erfahrungen der letzten Wanderung fordern wir unser Glück nicht weiter heraus und brechen gleich wieder auf.

Weiter geht es nun zunächst leicht bergab und dann am sanft abfallenden Hang entlang über eine grüne Hochfläche. Weit vorne können wir bereits sehen, wie unser Weg sich auf die im Mittelgrund aufragenden, grünen Bergspitzen zuschlängelt. Dabei handelt es sich um den dritten Gipfel, das Kreuzjoch. Die Aussicht in dieser Alpenkulisse ist einfach grandios. Inmitten der benachbarten Bergkette links neben uns erkennen wir den markanten Rastkogel. Mit den Kindern ist dieser Weg noch zu weit, aber eines nicht allzu fernen Tages wird auch dies machbar sein. Nun konzentrieren wir uns aber wieder auf den real vor uns liegenden Weg, denn der letzte Teil des Anstiegs auf das Kreuzjoch ist nicht ohne. In engen Serpentinen geht es, teilweise etwas ausgesetzt und mit Drahtseil gesichert, steil bergauf. Wer sich diese Passage nicht zutraut, der kann vor dem Kreuzjoch nach links abbiegen und gleich zur Rastkogelhütte absteigen. Wir bahnen uns aber mit Händen und Füßen den Weg nach oben und erreichen so glücklich und freudestrahlend das Gipfelkreuz auf dem Kreuzjoch. Unter uns und am Fuße des massiv aufragenden Rastkogels ist die Rastkogelhütte zu sehen. Bei diesem Anblick werden wir hungrig, schließlich ist dort unser Mittagessen vorgesehen. Da es hier oben auch recht windig ist, harren wir nicht lange aus und brechen wieder auf.

Der letzte Abschnitt vor dem Mittagessen besteht nur aus Abstieg. Aus dieser Richtung ist auch das Kreuzjoch weniger schwierig zu begehen. Recht schnell erreichen wir einen Sattel und halten uns hier nach links. Unser Ziel lassen wir nunmehr nicht mehr aus den Augen. Der Bergpfad führt uns vorbei an schönen Bergwiesen inmitten einer herrlichen Umgebung. Kurze Zeit später erreichen wir die Rastkogelhütte.

Die nun folgende Pause samt Stärkung haben wir uns redlich verdient. Auf der Terrasse ist glücklicherweise noch ein Tisch frei. So können wir unser Mittagessen an der frischen Luft mit Blick auf die herrliche Bergkulisse ausgiebig genießen.

Rückweg mit Zillertalpanorama

Gestärkt verlassen wir die Rastkogelhütte und machen uns auf den Rückweg. Zunächst folgen wir dem Schotterweg, der grob in südwestlicher Richtung unterhalb des Kreuzjochs verläuft. Wir passieren eine Gruppe von Wiederkäuern und werfen einen letzten Blick zurück zur Rastkogelhütte. Fortan dominiert die zwar weit entfernte, aber dennoch markant aus dem Zillertal aufragende Ahornspitze unser Blickfeld. Nach nicht ganz 1,5km verlassen wir den breiten Schotterweg.

Unweit einer Bank biegen wir auf einen leicht ansteigenden, schmalen Bergpfad ab. Dieser führt uns zunächst an einem wahren Teppich an Alpenrosen vorbei, die aber leider bereits verblüht sind. Die Ahornspitze behalten wir dabei immer im Blick. Dem traumhaften Pfad folgen wir durch die traumhafte Landschaft. Links neben uns erhebt sich die Bergkette, die sich vom Kreuzjoch über den Rauhenkopf bis zum Arbiskopf erstreckt. Um letzteren wandern wir in einer leichten Kurve und blicken dann auch schon wieder von oben auf die Jausenstation Melchboden. Kurze Zeit später sitzen wir dann genau dort zum Kaffee und Kuchen, während wir mit Blick auf die Ahornspitze die herrlichen Eindrücke des heutigen Tages Revue passieren lassen.

Fazit

Nach den letzten beiden längeren Wanderungen ohne Gipfel wollten wir heute eine kurze Tour mit Gipfel unternehmen. Mit der Recherche haben wir einen Volltreffer gelandet. Schon die Anfahrt über die Zillertaler Höhenstraße war sehens- und erlebenswert. Der Hinweg über die drei Gipfel war einfach nur großartig. Wer schwindelfrei und trittsicher ist, sollte auch mit dem letzten Anstieg auf das Kreuzjoch keine Probleme haben. Lediglich der kurze Abschnitt auf dem Schotterweg unmittelbar nach der Rastkogelhütte fällt etwas ab was das Wandergefühl angeht. Diesem folgt allerdings ein weiterer Wanderpfad durch traumhafte Bergwiesen. Fast die gesamte Wanderung bietet sich freie Sicht auf die tolle Alpenkulisse. Insgesamt war dies eine wunderschöne kurze Wanderung, die ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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