Lampertstal und Kalvarienberg von Ripsdorf (14,0km)

Die heutige Wanderung führt uns nach Ripsdorf in die Kalkeifel. Dort wartet das Naturschutzgebiet Lampertstal und Alendorfer Kalktriften auf Natur- und Wanderfreunde. Mitte Mai, so dachte ich mir, wäre eine günstige Gelegenheit, um während der Wanderung auch gleich mal ein Auge auf den Stand der Orchideenvorkommen zu werfen. Mit hohen Erwartungen brachen wir also auf. Was wir dabei erlebt haben, konnt Ihr in dem folgenden Artikel lesen. Die gemäß Logger zurückgelegten 14,0km könnt Ihr der beigefügten Karte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 14005 m
Maximale Höhe: 611 m
Minimale Höhe: 434 m
Gesamtanstieg: 644 m
Gesamtabstieg: -637 m
Download file: 20200516-Lampertstal.gpx

Karte: Eifelverein Wanderkarte Nr. 12, Blankenheim / Oberes Ahrtal, 1:25.000

Parken

An der Kirche St. Johannes der Täufer in Ripsdorf folgen wir der Ausschilderung des Wanderparkplatzes (100m). Dort stehen kostenfreie Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Zu unserer Überraschung herrschte am heutigen Samstag relativ wenig Andrang. Ein Grund mehr, am Samstag die Wanderstiefel zu schnüren.

Ausschilderung

Heute folgen wir nicht einer Ausschilderung, sondern gleich zweien.

  • Ab der Kirche in Ripsdorf folgen wir der vor kurzem fertiggestellten und bestens ausgeschilderten EifelSchleife „Wo Bäche schwinden“ über den Büschelsberg und den Höneberg bis ungefähr zur Mitte unseres Weges durch das Lampertstal.
  • Im Lampertstal treffen wir auf den natürlich ebenfalls vorbildlich ausgeschilderten Eifelsteig, welcher uns über den Kalvarienberg wieder zurück nach Ripsdorf führt.

Mit diesen Ausschilderungen im Hinterkopf ist die Orientierung dann auch keine Herausforderung mehr

Auf dem Wacholderweg

Vom ausgeschilderten Wanderparkplatz geht es ein kurzes Stück bergauf zur Kirche in Ripsdorf und dann geradeaus wieder bergab. Weiter unten biegen wir am Kindergarten halb rechts ab und verlassen Ripsdorf. Wir wandern vorbei an Wiesen und Weiden und erreichen schließlich einen asphaltierten Weg. Diesem folgen wir für ein Stück. Bevor wir in Richtung Büschelsberg abbiegen, richten wir den Blick geradeaus in die Ferne. Dort erkennen wir die drei markanten grünen Hügel, die uns heute noch öfters auffallen werden: Der Aremberg, die Hohe Acht und die Nürburg.

Nach diesem ersten Fernblick biegen wir nach rechts ab und wandern schnurstracks auf den Büschelsberg zu. Dabei handelt es sich um einen licht bewaldeten Hügel mit Wacholderanteilen. Auf einem schönen Weg wandern wir am unteren Rand des Büschelsbergs entlang. Immer diesem Weg folgend gelangen wir so zum Aussichtspunkt Eifelblick Hohe Acht. Auch von hier haben wir natürlich einen tollen Blick auf die drei bereits genannten Berge der Eifel. Nach diesem kurzen Abstecher geht es wenige Meter zurück, von wo aus wir dann vorbei an blühenden Hecken hinab zur K69 wandern.

Wir überqueren die Strasse und stehen dann auch schon vor einer ausgedehnten Wacholderheide am westlichen Ende des Hönebergs. Zunächst geht es auf einem Feldweg am unteren Rand der Wacholderheide bergauf, bis wir schließlich auf einen traumhaften Pfad in den Wald gelangen. Zunächst durchwandern wir dabei einen Laubwald, der später einem Kiefernwald weicht. Etwa in der Hälfte dieses Weges passieren wir die Schutzhütte am Höneberg. Nach einem letzten Bogen kommen wir auf einen asphaltierten Weg, welcher uns in wenigen Schritten erst zurück an die K69 bringt. Auf dieser überqueren wir den Lampertsbach oder was von ihm übrig ist.

Durch das Lampertstal

Auf der anderen Seite des Lampertsbachs beginnt nun der Abschnitt durch das Lampertstal. Dessen Grund zieht sich als schmaler grüner Streifen zu unserer Rechten dahin. Nach einem recht kurzen Stück durch einen lichten Wald überqueren wir den Lampertsbach und setzen unsere Wanderung von nun an auf der anderen Seite des Bachs fort. Hier geht es auf einem herrlichen Wiesenweg weiter. Zu unserer Linken erstreckt sich eine herrliche Wildblumenwiese. Landschaftlich ist dies ein wirklicher reizvoller Abschnitt, leider wirkt sich der relativ lange Weg geradeaus aber nicht besonders motivierend auf unseren Nachwuchs aus. Etwa in der Hälfte unseres Weges durch das Lampertstal treffen wir auf den Eifelsteig. An dieser Stelle wird unser Wiesenweg zu einem Schotterweg. Wir kommen bei den gemäßigten Temperaturen hier schon ordentlich ins Schwitzen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser der Sonne doch sehr exponierte Abschnitt im Hochsommer schnell zur Herausforderung werden kann. Schließlich führt uns der Weg in den Wald hinein und steigt dann leicht an. Wechselweise wandern wir nun vorbei an Wald, Wiese und Wacholderheide, bis wir die ersten Häuser von Alendorf vor uns erkennen. An einem Rastplatz verlassen wir den Schotterweg und treten den Aufstieg aus dem Lampertstal auf den Kalvarienberg an.

Zurück über den Kalvarienberg

Bergauf geht es auf einem schmalen Wanderpfad durch den mit Wacholdern bewachsenen Südhang. Nach einer Kehre erkennen wir bereits das Kreuz auf dem Gipfel. Schnell bewältigen wir diesen kurzen Anstieg und stehen oben. Dort legen wir erst einmal eine kurze Rast ein und genießen natürlich dabei den herrlichen Ausblick in alle Richtungen. Nach dieser Pause folgen wir dem Verlauf des Kreuzwegs und kommen so zu St. Agatha, der alten Kirche von Alendorf.

Wir folgen erst ein kurzes Stück der Strasse und biegen dann auf einen Feldweg nach links ein. Leicht bergauf wandernd passieren wir herrliche Kiefern und haben einen tollen Blick auf Alendorf und den Kalvarienberg. Dieser Anblick bietet sich uns an dieser Stelle ein letztes Mal, da der Weg erst eine Rechtskurve beschreibt und dann einer Spitzkehre folgt. Nach wenigen Schritten bergauf haben wir wieder einen völlig anderen Blick.

Vor uns breiten sich Wiesen und Felder aus, hinter denen sich wieder die bekannten Eifelhöhen abzeichnen. Mit diesem Blick wandern wir nun erst am Waldrand entlang und dann zwischen Wiesen und Weiden hindurch. Noch einmal geht es ein kurzes Stück bergauf, woraufhin wir auf einen asphaltierten Weg stossen. Wir überqueren die K43 und drehen danach noch eine Kurve über Wiesen, auf denen massenweise der Löwenzahn seine bekannten Pusteblumen hinterlassen hat. Jetzt sind es nur noch wenige Schritte bis nach Ripsdorf, wo wir der Hauptstrasse bis zur Kirche folgen und anschließend noch die 100m zum Parkplatz bergab wandern.

Fazit

Mit dem Kiefernwald am Honeberg, einigen Wacholderheiden, dem Lampertstal und dem Kalvarienberg erlebten wir recht unterschiedliche Landschaften. Auch die Aussichtspunkte, insbesondere natürlich der Kalvarienberg, wussten zu gefallen. Dafür haben sich meine hohen Erwartungen bezüglich der Orchideen leider nicht erfüllt. Entlang des Weges habe ich zwar hin und wieder eine erspäht, allerdings nicht in der erhofften Dichte. Wer diese Wanderung im Hochsommer unternimmt, der sollte auf eine Kopfbedeckung und jede Menge Trinkwasser nicht verzichten. Auch wenn sich unsere Kinder heute, insbesondere im Lampertstal, etwas schwer getan haben, hat uns diese Wanderung doch sehr gut gefallen.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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