Rheinburgenweg Rundweg Breisiger Ländchen (17,0km)

Da sich der Nachwuchs konditionell blendend entwickelt hat, möchten wir uns nun auch langsam an etwas längere Touren wagen. Schnell rückt der von Bad Breisig aus startende Premiumwanderweg „Breisiger Ländchen“ in unser Visier. Die bisherigen Erfahrungsberichte sind sehr unterschiedlich, so dass wir uns heute selbst ein Bild von dem Weg machen möchten. Die gemäß Logger zurückgelegten 17km könnt Ihr der beigefügten Karte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 17030 m
Maximale Höhe: 309 m
Minimale Höhe: 106 m
Gesamtanstieg: 860 m
Gesamtabstieg: -856 m
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Karte: Eifelverein Wanderkarte Nr. 8, Rheintal, 1:25.000

Parken

In der Brunnenstrasse in Bad Breisig steht ein größerer Park & Ride Parkplatz zur Verfügung. Von dort aus ist es nicht wirklich weit zum Beginn des Rundwanderweges. Wir hatten Glück und konnten einen Parkplatz nahezu direkt neben einem Wanderwegweiser in der Brunnenstrasse finden.

Ausschilderung

Wie für einen Premiumwanderweg üblich, ist der gesamte Weg hervorragend mit dem roten Wanderzeichen „RheinBurgenWeg Rundtour“ ausgeschildert. Zusätzlich machen immer wieder Wegweiser auf die bereits zurückgelegte und die noch zu bewältigende Distanz aufmerksam.

An manchen Stellen machen Informationstafeln auf eine absichtlich ausbleibende Ausschilderung aufmerksam. Dies geschieht aus Rücksichtnahme auf die Landwirtschaft. Mit Hilfe dieser Tafeln kann der Weg aber problemlos gefunden werden.

Aufstieg durch den Wald

In der Brunnenstrasse in Bad Breisig beginnen wir unsere Wanderung. Wir passieren die Tennisplätze und wandern in den Wald hinein. Dort geht es auf einem schmalen Pfad in Serpentinen bergauf. Schnaufend treten wir aus dem Wald heraus und wandern auf einem Wiesenpfad weiter zu einer Sinnesliege. Von hier haben wir einen wunderbaren Blick über die Dächer von Bad Breisig in das Rheintal hinein. Auf dem Wiesenweg geht es nun weiter bergauf zum Waldrand hin. Dort wandern wir an der Fichtelhütte vorbei. Im weiteren Verlauf legen wir zweimal ein recht kurzes Stück auf einem asphaltierten Weg zurück, dann werden wir wieder auf einen schmalen Waldpfad geleitet. Dieser wird nach kurzer Zeit breiter und führt dann am Waldfriedhof Rheinruhe vorbei. Vom Weg aus erkennen wir die Plaketten an den Bäumen. Nun legen wir ein ganzes Stück mehr oder weniger eben auf dem recht schönen Weg durch den frischgrünen Wald zurück. Schließlich treten wir aus dem Wald heraus und blicken ein paar Wiederkäuern entgegen.

Auf der Lieshöhe

Nun befinden wir uns auf dem Plateau der Lieshöhe. Hier geht es weiter auf einem Feldweg mit Blick auf Wiesen und Felder. So wandern wir auf den gegenüberliegenden Waldrand zu. Diesem folgen wir nun fortan ein ganzes Stück lang. Dabei wandern wir auch an blühenden Obstbäumen vorbei. Dann verlassen wir den Waldrand, nur um nach Umgehung eines Feldes wieder dorthin zurückzukehren. Anschließend bringt uns der Weg um die nächste Ecke und wir haben einen tollen Blick in das Vinxtbachtal. Unterdessen verschlechtert sich die Wetterprognose vor unseren Augen schlagartig.

Durch das Vinxtbachtal

Einige Schritte weiter halten wir an und nehmen unsere Mittagsverpflegung hüpfend im Stehen zu uns. Es ist doch recht kühl geworden. Dennoch sind die über Burg Olbrück und den Bausenberg heranrollenden Regenwolken ein beeindruckender Anblick. Wir machen nicht lange Pause und gehen recht schnell auf der Anhöhe weiter. Als die ersten Tropfen auf uns niederregnen bringt uns der Weg gerade vom Waldrand in den Wald. Hier harren wir fünf Minuten und wandern dann durch den ausklingenden Regen weiter bergab. In einer Schleife wandern wir auf den nördlichen Ortsrand von Gönnersdorf im Vinxtbachtal zu. Dort angekommen haben wir vorübergehend die Talsohle erreicht.

Wir folgen nun einem schönen Feld- und Wiesenweg bergauf. Entlang des Weges blühen Bäume und Wiesenblumen, ein Abschnitt den wir sehr genießen. Schnell gewinnen wir etwas an Höhe und haben einen schönen Blick zurück auf Gönnersdorf und das Vinxtbachtal. Wir durchqueren ein kleines Waldstück, woraufhin unser Weg einen Halbkreis beschreibt. Hier treffen wir auf eine weitere Sinnesliege, welche neben einem herrlich blühenden Obstbaum steht. Hiernach ist der Weg gesäumt von Bäumen und Sträuchern. Weiter oben weichen diese und geben den Blick auf Burg Olbrück und Waldorf frei. Wir nutzen eine kurze Pause nicht nur für den Ausblick, sondern auch um unsere Jäckchen abzulegen. Es ist inzwischen recht warm geworden, das Zwiebelsystem hat sich wieder einmal bewährt. Anschließend geht es wieder durch den Wald bergauf. Während des Aufstiegs passieren wir auch eine Stelle toten Nadelwalds, in welchem nun einzelne frischgrüne Laubbäume zu wachsen beginnen. Ein interessanter Kontrast! Etwas später stehen wir nicht nur oben, sondern auch vor einer Strasse und haben diesen reizvollen Abschnitt durch das Vinxtbachtal hinter uns gelassen.

Weitblicke und Abstieg

Auf der anderen Seite treffen wir auf die Wanderhütte Eifelblick. Um diesen aussagekräftigen Namen zu erleben, sollte man sich allerdings ein paar Schritte von der Hütte entfernen. Von weiter vorne bietet sich ein schöner Panoramablick auf die bewaldeten Hügel der Eifel in der Ferne. Mit diesen Eindrücken geht es wieder zurück auf den eigentlichen Weg. Von der Wanderhütte folgen wir einem Feldweg, welcher uns um eine Kiesgrube herumführt. Nach einem Stück durch den Wald kommen wir an Feldern vorbei und blicken bis auf die andere Rheinseite. Anschließend folgen wir dem Waldrand bis zum Wohnplatz Auf Wallers. Hier knicken wir nach links ab und wandern einen herrlich von Bäumen und Sträuchern gesäumten Weg entlang. Etwas später enden die Bäume und wir blicken entlang der markanten Hochspannungsleitungen auf die Ortschaft Franken. Am weiter vorne liegenden Waldrand stehen wir vor einem Zaun. An dem Tor werden wir auf das vor uns liegende Wildschutzgebiet hingewiesen. Wir durchqueren die Tür und wandern auf einem schmalen Pfad durch den Wald bergab. Am unteren Ende angekommen verlassen wir diesen Bereich wieder durch eine enge Drehtür. Um hier mit Rucksack durchzupassen muss ich doch tatsächlich meinen Bauch einziehen. Direkt danach überqueren wir den Frankenbach und stehen dann an der Verbindungsstrasse zwischen Franken und Bad Breisig.

Bergauf zur Mönchsheide

Auf der anderen Seite der Strasse treten wir den letzten Aufstieg an. Recht schnell kommen wir an dem Waldgut Heiligenthal vorbei. In zwei Kehren geht es dann weiter durch den Wald bergauf. Oben erreichen wir einen Querweg und befinden uns nun im Bereich der Mönchsheide. Hinter den Sträuchern, die sich vor uns erstrecken, befindet sich der Flugplatz Mönchsheide. Wir biegen nun rechts ab und wandern parallel zum Flugfeld. So kommen wir an den Zuweg zum Gutshof Mönchsheide. Diesen Weg schlagen wir auch tatsächlich ein. Von hier haben wir auch einen schönen Überblick über das Geschehen auf dem Flugfeld. Für einen kurzen Moment halten wir inne und schauen zu. Anschließend wandern wir am Gutshof Mönchsheide vorbei bis zum Waldrand. Diesem folgen wir nach rechts und passieren dabei am Wanderparkplatz die Hubi-Hütte. Kurze Zeit später biegen wir nach links ab auf den Förster-Steffens-Weg und verlassen an dieser Stelle die Mönchsheide auch schon wieder.

Aussichtsreicher Rückweg

Es folgt nun ein herrlicher Weg durch den Wald. Hier wanderten wir vor wenigen Jahren schon auf dem Bad Breisiger Märchenweg, der uns ebenfalls recht gut gefallen hat. Unser Weg wird im weiteren Verlauf zum schmalen Pfad, der an knorrigen Kiefern sowie grünen Buchen und Eichen vorbeiführt. Ganz nebenbei nehmen wir gleich einige Aussichtspunkte mit. Diese warten natürlich auch mit Sitz- und teilweise auch Liegemöglichkeiten auf. Höhepunkt ist natürlich die Schaukelliege am Ende des Höhenweges. Diese war leider belagert, so dass ich hiervon kein Bildmaterial bereitstellen kann. Dafür kann ich sehr wohl eine Impression des eindrucksvollen Ausblicks auf das Rheintal von hier aus liefern. Wieder einmal lauert wenig entfernt eine fiese Regenwolke auf unbedarfte Wanderer. Wir machen uns also zügig an den Abstieg.

Der Weg bergab beginnt unmittelbar neben der Liegeschaukel. Auf einem schmalen Wanderpfad geht es in Serpentinen bergab. Auch während dieses Weges kommen wir an einigen Aussichtspunkten vorbei, von welchen wir weitere schöne Blicke auf Bad Breisig und das Rheintal erhaschen konnten. Nach einem kurzen aber auch steilen Stück auf Asphalt erreichen wir die Vogelsangstrasse in Bad Breisig. Nun geht es der Ausschilderung folgend durch Bad Breisig. Dabei wandern wir auch an den Römer-Thermen und dem vorgelagerten Thermenpark vorbei und sind wenige Augenblicke später wieder an unserem Auto angekommen.

Fazit

Der heutige Wandertag hat uns sehr gut gefallen. Es gab zwar auch einige Passagen über breite Wege, aber dennoch hatte diese Tour fast ständig ihre Reize. So durften wir hautnah das reizvolle Vinxtbachtal, die Mönchsheide mit Flugplatz und Einkehrmöglichkeit, schöne Wege sowie tolle Aussichten erleben. Das Wetter hat uns positiv formuliert interessante Lichtstimmungen geboten. Daher bewerte ich diese Wanderung mit vier Sternen.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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