Himmelsleiterweg bei Brohl-Lützing (13,3km)

Seit wir vor ziemlich genau einem Jahr den Katharinaweg von Brohl-Lützing aus gewandert sind, wollten wir natürlich auch den vom selben Ort aus startendenden und endenden Himmelsleiterweg wandern. Heute nun sollte es soweit sein. Wie uns dieser Weg an der Schnittstelle zwischen Rheintal und Brohltal gefallen hat, könnt Ihr hier lesen. Die gemäß Logger zurückgelegten 13,3km könnt Ihr der beigefügten Karte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 13339 m
Maximale Höhe: 330 m
Minimale Höhe: 97 m
Gesamtanstieg: 706 m
Gesamtabstieg: -705 m
Download file: 20200503-Himmelsleiterweg.gpx

Karte: Eifelverein Wanderkarte Nr. 10, Brohltal, 1:25.000

Parken

Vor dem Biergarten „Am Hafen“ in Brohl-Lützing und auf der benachbarten Wiese sollten eigentlich genügend kostenfreie Parkplätze zur Verfügung stehen.

Ausschilderung

Der Himmelsleiterweg ist vergleichbar mit einem Premiumwanderweg ausgeschildert. An allen relevanten Stellen finden sich die Markierungen des Wanderwegs. Ab und zu machen Wegweiser auf die bereits zurückgelegte sowie die noch zu bewältigende Distanz aufmerksam. Während der gesamten Wanderung folgen wir dem stimmungsvollen Wegzeichen des Himmelsleiterwegs.

Der Himmelsleiterweg bei Brohl-Lützing
Während des gesamten Weges folgen wir der Ausschilderung der Himmelsleiter

Brohltal und Aufstieg

Der Himmelsleiterweg beginnt genau wie der Katharinaweg vor dem Biergarten „Zum Hafen“ in Brohl-Lützing. Dort wird auf zwei Info-Tafeln der Verlauf beider Wege vorgestellt. Von hier geht es in wenigen Schritten zum Gevatter Rhein. Dessen Ufer folgen wir vorbei am Biergarten, einem Sportplatz sowie der Mündung des Brohlbachs. Letzteren überqueren wir, halten uns dann rechts und wandern unter der B9 durch. Wir folgen nun der Ausschilderung vorbei an historischen Eisenbahn-Wägen, bis hin zum Rathaus mit seinem vorgelagerten Brunnen. Wir passieren kreativ bemalte Mauern und erreichen schließlich einen kleinen Weiher. Inzwischen haben wir auch Brohl-Lützing hinter uns gelassen.

Ab hier folgen wir einem schmalen Wanderpfad durch das Brohltal. Linker Hand fliesst gemütlich der Brohlbach in seinem Bett, während uns rechts direkt neben dem Weg ein künstlicher Kanal begleitet. So wandern wir an Gartenanlagen vorbei durch den Wald, bis uns schließlich ein Wegweiser über eine kleine Gitterbrücke bergauf schickt.

Es beginnt ein herrlicher Aufstieg durch den Wald. Wir wandern an knorrigen Bäumen und mehreren Aussichtspunkten vorbei. Immer wieder genießen wir den tollen Blick in das grüne Brohltal. Weiter oben wird der Weg dann offener. Jetzt ist es nicht mehr weit, bis wir an einem Aussichtspunkt mit Bänkchen ankommen. Wir schnaufen einmal durch und genießen den Blick. Hier haben wir den größten Teil des Anstiegs hinter uns gebracht. Kurze Zeit später kommen wir auf einen Feldweg und folgen diesem.

Am Leilenkopf

Zwischen Waldrand und Feld geht es an einem Bänkchen mit Aussicht auf das Rheintal bei Brohl-Lützing vorbei. Wir möchten unsere Mittagsrast aber an einem exponierteren Ort erleben und wandern daher weiter. Inzwischen haben wir den Waldrand hinter uns gelassen und sind auf dem freien Feld der Sonne ausgesetzt. So früh im Jahr genießen wir die Sonnenstrahlen, im Hochsommer wird es hier aber so richtig heiß. Noch geht es immer leicht bergauf, vor uns erkennen wir schon unser nächstes Etappenziel. Der Leilenkopf ist der höchste Punkt vor uns. Dem Verlauf des Feldwegs folgt nun eine ausgedehnte Hecke, in welcher die Vögelchen trällern. Schließlich stehen wir vor drei größeren Steinen, hinter denen ein schmaler Pfad zu der Liege auf den Leilenkopf führt. Wir haben Glück, gerade hat sich niemand hier oben zur Rast niedergelassen. Die Gunst der Stunde nutzend belagern wir die Liege und erfreuen uns beim Mittagsschmaus an der Aussicht in alle Richtungen. Währenddessen umflattern uns die Schmetterlinge.

Nach einer angemessenen Pause verlassen wir diesen herrlichen Ort. Es geht nun bergab, geradewegs in die Lavagrube hinein. Die in der Grube wachsenden hellgrünen Birken stehen in einem tollen Kontrast zu dem hellbraunen Boden. Vor uns ragen die Steilwände des ehemaligen Basaltabbaus empor. Vom Talgrund der Grube wandern wir auf der anderen Seite wieder hinauf. An der gesicherten Abbruchkante entlang geht es weiter. Immer wieder bietet sich ein eindrucksvoller Blick in das Innere der Grube. Dann verlassen wir den Grubenbereich und bewältigen einen letzten Anstieg durch den Wald. Kurze Zeit später stehen wir vor den ersten Häsuern von Niederlützingen.

Niederlützingen mit Aussicht

Wir folgen der Ausschilderung durch Niederlützingen und kommen dabei an der katholischen Pfarrkirche St. Lambert und Katharina vorbei. Kurz danach biegen wir ab und wandern schon wieder auf saftiges Grün zu. Über eine Weide haben wir von dieser Anhöhe einen weiten Blick bis zum Siebengebirge. Zunächst geht es auf einem asphaltierten Weg weiter, der sich wenig später zum Wanderpfad wandelt. Nach einem kurzen Anstieg unternehmen wir einen sehr kleinen, dafür umso lohnenderen Abstecher zum Aussichtspunkt Steinbergs Kopf. Wie bereits zuvor vom Leilenkopf, so bietet sich auch von hier oben ein grandioser Rundumblick. Wir genießen ein paar Augenblicke und lassen die Landschaft auf uns wirken.

In wenigen Schritten wandern wir zurück zum Weg und folgen diesem bergab bis zur Jakobshütte. Von hier werfen wir einen Blick in das Vinxtbachtal, welches scheinbar direkt auf Burg Rheineck zuführt. Durch den Wald kommen wir auf einen asphaltierten Weg, welchem wir bis nach Niederlützingen folgen. Kurz nachdem wir die Ortschaft betreten haben, verlassen wir sie auch schon wieder. Ein schmaler Pfad führt uns von der Strasse zunächst steil bergab. Nach einem kurzen Abstieg biegen wir auf einen Feldweg ab und wandern nun unterhalb von Niederlützingen entlang. Weiter geht es an alten Obstbäumen und Blumenwiesen vorbei in Richtung Waldrand. Kurz bevor wir diesen erreichen, vernehmen wir leise Motorengeräusche und schnelle Bewegungen in der Luft. Auf der Wiese zu unserer Rechten hat der Modellsportverein Lützinger Höhe e.V. seine Start- und Landebahn. Interessierte können hier anhalten, um dem munteren Treiben in der Luft zuzuschauen. Am Waldrand entlang geht es weiter zu einer Schaukelliege an den Tennisplätzen. Dort wandern wir in den Wald hinein.

Zurück über die Reutersley

Wir folgen zunächst einem Forstweg durch den Wald, der im weiteren Verlauf allerdings schnell schmäler wird. Weiter geht es mehr oder weniger oben an der Abbruchkante entlang. An einer Lichtung erhaschen wir einen Blick auf Brohl-Lützing und erkennen dort unten auch unseren Parkplatz. Auf dem herrlichen Waldpfad wandern wir weiter bis zur Reutersley. An dieser herrlich aussichtsreichen Stelle standen wir schon während unserer Wanderung auf dem Rheinecker Felsenweg und während des Katharinawegs. Beide Male war der Platz bereits besetzt. Heute sind hier zwar nur wenige Menschen, unter den gegenwärtigen CORONA-bedingten Umständen wollen wir aber das Kontaktverbot einhalten. Ich mache daher zwei Bilder, nach Norden und nach Süden, danach treten wir den Abstieg nach Brohl-Lützing an.

Auch bergab folgen wir einem traumhaften, schmalen Pfad. Weiter unten empfiehlt sich stabiles Schuhwerk mit gutem Profil, da anscheinend einmal Teile des Weges abgerutscht sind. Diese Stelle ist aber weder schwierig noch gefährlich. Dann geht es um die Kurve und wir blicken schon auf die inzwischen greifbar nahen Dächer von Brohl-Lützing. Kurze Zeit später wandern wir durch die Ortschaft steil bergab. Unten angekommen nutzen wir die Unterführung, um unter der Bahnlinie durchzukommen. Anschließend geht es entlang der B266, die wir vorsichtig überqueren, zurück zum Parkplatz am Biergarten.

Fazit

Der Himmelsleiterweg ist alles in allem ein sehr schöner Wanderweg. Er ist hervorragend ausgeschildert, bietet tolle Aussichtspunkte und birgt insbesondere im Bereich der Lavagrube Leilenkopf besondere landschaftliche Reize. Dafür sind Teile des Weges, gerade nach der Lavagrube, nicht ganz so spannend. Insgesamt haben wir wieder einmal einen sehr schönen und interesssanten Tag im herrlichen Brohltal verbracht.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.