Ahrtal-Runde zwischen Altenahr und Rech (16,5km)

Die tollen Erfahrungen im Rahmen unserer letzten Wanderung auf dem Winzerweg nahmen wir zum Anlass, eine einfache Wanderroute in derselben Umgebung zusammenzustellen. So wollten wir einerseits die schöne Passage zwischen Altenahr und Rech auf dem Rotweinwanderweg mit eigenen Augen betrachten, andererseits wollten wir dort auch den Verlauf des Ahrtalwegs kennenlernen. So wurde schnell die Idee geboren, einen Rundweg aus den beiden Wegen zu bilden. Wie es uns dabei gefallen hat, könnt Ihr diesem Artikel entnehmen. Die zurückgelegten 16,5km könnt Ihr der beigefügten Übersichtskarte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 16536 m
Maximale Höhe: 366 m
Minimale Höhe: 175 m
Gesamtanstieg: 890 m
Gesamtabstieg: -899 m
Download file: 20200530-Altenahr-Rech.gpx

Karte: Eifelverein Wanderkarte Nr. 9, Ahrtal, 1:25.000

Parken

Wir parken in Altenahr auf dem großen Parkplatz gleich hinter dem Tunnel. Dort stehen genügend Parkplätze zur Verfügung. An Parkgebühren haben wir den Tageshöchstsatz von 5€ entrichtet. Der Kassenautomat nimmt im übrigen auch kleinere Scheine.

Ausschilderung

Heute ist die Orientierung ausgesprochen einfach. Von Anbeginn folgen wir der Ausschilderung des Rotweinwanderwegs bis nach Rech. Dort steigen wir aus den Weinbergen hinab, überqueren die Ahr und wandern dann ab der Kirche in Rech auf dem Ahrtalweg wieder zurück nach Altenahr. Wir merken uns also die beiden unten abgebildeten Wegzeichen.

Aufstieg zur Burg Are

Unsere heutige Wanderung ist im ersten Teil identisch mit der kleineren Tour von Altenahr zur Burg Are, zum Weißen Kreuz und Altenahrer Eck, welche wir vor vier Jahren unternommen haben. Dazu überqueren wir vom Parkplatz kommend die Bundesstrasse und wandern schräg in die Mühlengasse hinein. Diese durchqueren wir in wenigen Schritten und kommen so zu der Strasse „Rossberg“. An der Kreuzung bestaunen wir das Heiligenhäuschen und wandern nun nach rechts, der Strasse entlang bergauf. Weiter oben folgen wir dem Wegweiser zwischen den Häusern hindurch nach rechts. Nun geht es bergauf durch den Wald bis zu einer Kreuzung. Nach unserem Besuch auf der Burg Are werden wir wieder an diesen Punkt zurückkehren.

Vor uns ragen nun schon die ersten Mauern der Burg Are aus den Bäumen empor. Wir treten erst durch das Tor und weiter oben auch aus dem Wald heraus. Schon von hier bietet sich uns ein toller Blick auf die Engelsley, das Teufelsloch und Altenahr. Wir wandern am Burgbrunnen vorbei und dann durch das Eingangsportal in den Innenhof. Hier genießen wir die mittelalterliche Atmosphäre und nutzen dann die Treppe hinauf zum Aussichtspavillon. Von hier haben wir insbesondere einen tollen Blick das Ahrtal entlang nach Reimerzhoven. Nach einem ausgiebiegen Aufenthalt verlassen wir diesen herrlichen Ort und wandern zurück zu dem zuvor beschriebenen Wegekreuz.

Rotweinwanderweg nach Rech

Nach der Rückkehr von diesem aussichtsreichen Zwischenstopp machen wir uns nun auf den Weg bergauf zum Weißen Kreuz. Immer wieder werfen wir einen Blick zurück auf den Felsen, auf welchem sich die Burg Are aus den Bäumen emporhebt. Recht schnell kommen wir zum Weißen Kreuz und der kleinen Bank davor. Weiter geht der Weg bergauf, nun erstmalig auch an Weinbergen vorbei. Oben gelangen wir schließlich zum Altenahrer Eck, welches zur schönsten Weinsicht 2012 gekürt wurde. Dort legen wir eine kurze Pause ein und lassen die fantastische Aussicht auf uns wirken.

Nun verläuft der Rotweinwanderweg zunächst oberhalb der Weinberge und führt uns dann ein längeres Stück in den Wald hinein. Oberhalb von Reimerzhoven treten wir wieder aus dem Wald heraus. An der nächsten Kreuzung stösst der Winzerweg, auf welchem wir letztes Wochenende mit großer Begeisterung wanderten, zu uns und verlässt uns wenige Meter später schon wieder. Wir wandern nun wieder ein Stück auf breitem Weg durch den Wald. Diesen verlassen wir nur kurz und genießen dabei den Ausblick über die Weinberge auf Mayschoß. Anschließend geht es in einer langgestreckten Biegung bergab durch den Wald und dann wieder ein kurzes Stück bergauf in die Weinberge hinein. Wir beginnen nun mit der Umwanderung von Mayschoß. Im nun folgenden Abschnitt bietet sich nahezu ständig ein toller Blick auf Mayschoß. Am Weinhaus Michaelishof machen wir eine weitere Kehre und folgen dem Weg in südlicher Richtung. Dabei kommen wir an einer ganzen Reihe von Bänken vorbei. Eine davon nutzen wir für unsere Mittagspause.

Im Anschluß wandern wir an einer tollen Kulisse vorbei. In die Weinberge mischen sich immer mehr die für das Ahrtal typischen Schieferfelsen. Mit diesem Blick umrunden wir den Felsvorsprung, auf welchem die Michaelskapelle steht und passieren die Korbach-Hütte. Es folgt nun ein Abschnitt, der nicht barrierefrei bezeichnet werden kann. Für ein kurzes Stück wandern wir über Felsen und Stufen, sind dabei aber durch ein Geländer gesichert. Keine Sorge, es kann also nichts passieren. An dieser Stelle sind wir der gegenüberliegenden Saffenburg richtig nahe und haben einen tollen Blick. Nach einigen Stufen bergab wird der Weg wieder breiter während sich vor uns bereits die Ortschaft Rech abzeichnet. An der nächsten Kreuzung biegen wir daher nach rechts ab und wandern auf einer Brücke über die Bahnlinie nach Rech hinein.

Ahrtalweg nach Altenahr

Es gilt nun, den richtigen Übergang vom Rotweinwanderweg zum Ahrtalweg zu finden. Dazu geht es bergab zur B267, welche wir überqueren. Nun stehen wir schon vor der Nepomukbrücke, in deren Mitte auch der namensgebende Brückenheilige wacht. Dieses eindrucksvolle Bauwerk nutzen wir zur Überquerung der Ahr und halten uns danach gleich wieder links, geradewegs auf die Kirche St. Luzia zu. Dort treffen wir auch das erste Wanderzeichen des Ahrtalwegs an.

Weiter geht es rechts am Brunnen mit den beiden Bären vorbei und schließlich wieder aus der Ortschaft hinaus. Wir folgen nun einem eher unspektakulären breiten Weg bergauf, sicherlich der schwächste und langwierigste Abschnitt des heutigen Tages. Oben werden wir dafür mit einem tollen Blick von der anderen Seite auf die Saffenburg belohnt. Hier haben wir auch den Scheitelpunkt erreicht. Jetzt geht es wieder hinunter ins Ahrtal zu den Ausläufern von Mayschoß.

Nach diesem Auf und Ab geht es nun wieder etwas ruhiger zu. Der Ahrtalweg bringt uns an die Bahnlinie und folgt deren Verlauf sogar für ein kurzes Stück. Hier treffen wir auch den Winzerweg wieder, welcher uns von nun an bis nach Reimerzhoven folgt. Wir verlassen die Bahnlinie wieder und wandern nach links leicht bergab in den Wald hinein. Hier durchqueren wir ein herrliches Fleckchen, das mit seinen vielen Moosen fast etwas märchenhaft wirkt. Durch eine Unterführung der Bahnlinie kommen wir wieder aus dem Wald heraus und haben wieder großartige Lanschaft vor uns.

Wir haben den Blick auf Weinberge, die gegenüberliegende Hügelkette mit dem Ümerich und die rechts von uns fließende Ahr gerichtet. In dieser Kulisse wandern wir zunächst geradeaus in Richtung Laach und folgen in einer Biegung dem Verlauf der Ahr. Es geht geradewegs zur hölzernen St.-Anna-Brücke. Hier wandern wir geradeaus auf einem herrlich schmalen Pfad weiter an der Ahr entlang. An der markanten roten Brücke des Ahr-Radweges kommen wir aus dem Wald heraus und erblicken die ersten Ausläufer von Reimerzhoven. In einer Biegung geht es der Ahr entlang. An der nächsten Brücke verlässt uns der Winzerweg wieder. Wir lassen Reimerzhoven hinter uns und folgen weiterhin dem schmalen Pfad. Nach einer engeren Kurve wandern wir unter den zwei Brückenpfeilern des Ahr-Radweges und der Bahnlinie hindurch zu einer Brücke. Wer möchte, der kann an dieser Stelle abkürzen. Dazu ist die Brück zu überqueren und dem Verlauf der B267 durch den Tunnel zu folgen. Wer hingegen bereit ist für ein landschaftliches Kleinod, der sollte jetzt geradeaus weiterwandern.

Schleife durchs Langfigtal

Wir nehmen natürlich nicht den kurzen Weg über die Brücke, sondern möchten als schönen Abschluß des heutigen Tages das Langfigtal genießen. Links von uns steigen steil die Felsen zur Teufelsley auf, während rechts von uns die Ahr fließt und der Hang dahinter sich zur Engelsley erhebt. Wir passieren erst die steile Felswand und dann die Kläranlage. Ein lauschiger Pfad führt uns erst durch den Wald und später an steil angelegten nicht mehr genutzten Terrassen vorbei. Nachdem wir zu Beginn die unmittelbare Sicht auf die Ahr verlieren, kommen wir ihr später wieder ziemlich nahe. Immer wieder erhaschen wir durch die Bäume hindurch auch einen tollen Blick auf den Höhenzug der Engelsley. Schließlich erreichen wir die Brücke, welche erst vor kurzem wieder fertiggestellt und freigegeben wurde. Die alte Brücke hat ein Unwetter im Jahr 2016 dahingerafft, seither war der Rundweg durch das Langfigtal nicht begehbar. Von der Brücke haben wir wieder einen herrlichen Blick die Ahr entlang mit der Engelsley im Hintergrund. Auf der anderen Seite folgen wir weiter dem herrlichen Pfad, eigentlich immer recht nah an der Ahr entlang. Dabei dürfen wir auch immer wieder den hoch aufragenden Felsen der das Teufelsloch beherbergt bestaunen. Dann endet unser schmaler Pfad in einer asphaltierten Strasse an welcher sich die ersten Häuser zeigen. Wir folgen dieser Strasse und kommen an eine Brücke. Von hier haben wir noch einmal einen herrlichen Blick auf das Teufelsloch in die eine Richtung und Burg Are in die andere Richtung. Wer möchte, der kann einen Abstecher über die Brücke zu dem kleinen Spielplatz unternehmen. Ansonsten ist es jetzt auch nicht mehr weit zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Fazit

Mit seinen zumeist breiten Wegen polarisiert der Rotweinwanderweg natürlich. Ich gehöre auch nicht unbedingt zu seinen größten Anhängern. Unstrittig ist allerdings, dass er durch eine absolut beeindruckende Landschaft führt. Diesbezüglich haben wir uns heute einen richtig schönen Abschnitt ausgesucht.

Der Ahrtalweg hat mit dem Aufstieg eher langweilig begonnen und wusste dafür im Anschluss, insbesondere durch das Langfigtal, zu überzeugen. Auf dem Rundwanderweg durften wir die herrliche Landschaft des Ahrtals, einschließlich der Burg Are, erleben. Selbst ein Besuch der Saffenburg wäre auf dieser Strecke kein wirklich ernst zu nehmender Umweg. Am schönsten empfanden wir den Ahrtalweg aber im Langfigtal.

Damit ist diese Tour eine sehr schöne Möglichkeit, um das malerische Ahrtal zwischen Altenahr und Rech hautnah zu erleben. Wir hatten einen sehr schönen Tag und können diese Wanderung daher guten Gewissens zum Nachwandern empfehlen.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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