Rundweg von Schuld über Winnerath und Insul (12,8km)

Das malerische Ahrtal ist bekanntlich immer einen Besuch wert. Heute möchten wir uns den Bereich zwischen Schuld und Insul näher anschauen. Hier verläuft der Rundwanderweg mit der Nummer 6 von Schuld über Winnerath nach Insul und von dort entlang des Ahrsteigs wieder zurück nach Schuld. Die dabei gemäß Logger zurückgelegten 12,8km könnt Ihr der beigefügten Karte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 12823 m
Maximale Höhe: 498 m
Minimale Höhe: 233 m
Gesamtanstieg: 754 m
Gesamtabstieg: -807 m
Download file: 20200419-Schuld-Rundweg-6.gpx

Karte: Eifelverein Wanderkarte Nr. 9, Ahrtal, 1:25.000

Parken

Auf dem Wanderparkplatz an der Brücke in Schuld stehen kostenfreie Stellplätze zur Verfügung.

Ausschilderung

Während des gesamten Tages folgen wir dem unten abgebildeten Wegzeichen mit der Nummer 6. Die Strecke ist hervorragend ausgeschildert. Die einzige Ausnahme findet sich am Brunnen in der Ortsmitte von Winnerath. Hier wurde augenscheinlich nach einem Fassadenanstrich eine Wegemarkierung noch nicht wieder angebracht.

Bemerkenswert ist außerdem, dass sich die Wegstrecke gemäß Wegzeichen auf 14,1km, gemäß Internetauftritt der Gemeinde Schuld aber auf 12,6km beläuft. Wenn man den Weg zwischen Parkplatz und Beginn des Rundweges abzieht, dann bestätigen die Aufzeichnungen meines Loggers die kürzere Strecke.

Rundweg von Schuld über Winnerath und Insul
Heute folgen wir der Ausschilderung des Rundwanderweges Nr. 6 von Schuld

Von Schuld nach Winnerath

Wir beginnen unsere heutige Wanderung bei tristtrübem Wetter am zuvor beschriebenen Wanderparkplatz in der Ortsmitte von Schuld. Von hier aus folgen wir der Strasse erst über die Ahr und dann bis zur katholischen Kirche St. Gertrud. Hier beginnt der eigentliche Rundweg.

Gegenüber St. Gertrud folgen wir einem Wiesenpfad in wenigen Serpentinen bergauf bis an den Waldrand. Von hier aus geht es auf einem wunderschönen Pfad in wenigen Schwüngen bergauf durch den Wald zum ersten der beiden in kurzem Abstand folgenden Aussichtspunkte, die hier Türmchen genannt werden. Von hier genießen wir einen ersten schönen Blick auf Schuld. Dann geht es weiter auf dem lauschigen Pfad zum zweiten Türmchen. Auch hier halten wir kurz inne, um uns an der Aussicht zu erfreuen. Anschließend bewältigen wir recht schnell die letzten Meter des Anstiegs durch den Wald und gelangen auf einen Feldweg.

Von dieser Anhöhe sollten wir nun unter normalen Sichtverhältnissen einen tollen Fernblick genießen können. Heute liegt dieser leider hinter einem grauen Schleier verborgen. Auf diesem nicht ganz so schönen Feldweg wandern wir weiter leicht bergauf und durchqueren dann ein kleines Waldstück. Dahinter halten wir uns links und folgen nun erst dem Waldrand. Nach einem kurzen Stück biegen wir auf einem Wiesenweg ab und folgen dem Verlauf einer Hecke. Dieser bringt uns auf eine kleine Anhöhe, von wo aus wir eigentlich wieder einen tollen Fernblick haben sollten. Dieses erste Stück des Weges ist im Übrigen in weiten Teilen deckungsgleich mit dem letzten Stück unserer Wanderung von Schuld über Jägerpfad und Türmchen.

Zumindest sehen wir von unserem derzeitigen Feldherrenhügel aber das erste Etappenziel, die Ortschaft Winnerath. Geradlinig folgen wir nun dem Feldweg, der weiter vorne in einen asphaltierten Weg mündet. Auf diesem gelangen wir schließlich an den Ortsrand von Winnerath. Wenige Schritte nachdem wir die Hauptstraße überquert haben, gelangen wir an eine Kreuzung mit einem Brunnen in der Mitte. Hier fehlt nun, wie eingangs bereits beschrieben, die Ausschilderung. Wir halten uns vor dem weißen Gebäude nach links und wandern weiter durch die Ortschaft bergauf. Wenige Meter später biegen wir nach links in die Kapellenstraße ein, welche uns an den Ortsausgang von Winnerath bringt. Hier treffen wir auf ein Wildgehege und ein Bänkchen. Dieses Angebot zur Rast nehmen wir gerne an und halten hier unsere Mittagsrast ab.

Von Winnerath nach Insul

Aufgrund der aktuell herrschenden Temperaturen fällt die Mittagspause ausgesprochen überschaubar aus. Recht schnell blasen wir zum Aufbruch und wandern auf dem asphaltierten Weg weiter. Dieser führt uns in einer Kurve bergauf und anschließend auf das offene Feld. Es folgt eine eher langweilige Passage, vorbei an grünen Wiesen bis zum Waldrand.

Von nun an geht es eine ganze Weile auf einem wenig spannenden Forstweg bergab, bis wir an ein kleines Gotteshäuschen an einer Kreuzung gelangen. Unweit hiervon kommen wir auf einen schmalen Pfad. Der Weg nimmt an dieser Stelle eine sehr positive Wendung. Der wunderschöne Waldpfad bringt uns an ein Bänkchen mit einem schönen Blick über Insul auf das Ahrtal. Nach einer kurzen Pause folgen wir wieder dem lauschigen Pfad durch den Wald bergab, bis wir an einem Haus vorbeiwandern und dahinter auf einen asphaltierten Weg kommen. Dieser bringt uns an die L73, welche wir dann auch überqueren müssen.

Jetzt geht es in wenigen Schritten zu einem Seitenkanal der Ahr. Ab hier wandern wir auf einem Feldweg durch die schöne Landschaft, die zwischen dem Ortsrand von Insul und der Ahr liegt. Diesen schönen Weg können wir umso mehr genießen, da inzwischen der ein oder andere Sonnenstrahl durch die Wolken dringt. Aufgewärmt an Körper und Gemüt erreichen wir die Brückenstraße in Insul. Wie der verheisungsvolle Name bereits andeutet, bringt uns diese dank einer Brücke auf die andere Seite der Ahr. Direkt hinter eben dieser Brücke halten wir uns links. Weniger Meter später treffen wir auf den Ahrsteig, dem wir wiederum nach links folgen. Kurze Zeit später lassen wir die letzten Häuser von Insul hinter uns.

Von Insul nach Schuld

Hinter den letzten Häusern von Insul gelangen wir an die Ahr. Dort treffen wir auf eine Entspannungsliege, hinter welcher unser Weg zu einem schmalen Pfad wird. Dieser führt unmittelbar neben der Ahr entlang. Wir genießen diesen tollen Abschnitt, der leider viel zu schnell wieder vorbei ist. Nun folgen wir einem Feldweg am Gebüschrand entlang, hinter welchem sich die Ahr verborgen hält. Wenige Meter später lädt aber ein Trampelpfad zu einem Uferbesuch ein. Dem kommen wir gerne nach und bestaunen von hier die auf der anderen Uferseite emporragenden imposanten Gesteinsformationen. Grund genug für eine ausgiebige Pause an dieser tollen Stelle.

Wir verlassen die Ahr nun wieder und wandern weiter entlang der blühenden Hecken. Bis zum Waldrand geht es leicht bergauf, dann folgt ein kurzer aber knackiger Aufstieg. Oben angekommen stossen wir auf einen Forstweg, dem wir nunmehr folgen. Es folgt nun ein eher unspektakulärer Ritt durch den Wald, von welchem lediglich ein Aussichtspunkt auf Schuld erwähnenswert ist. Der Weg zieht sich, da auch die Kinder nicht wirklich motiviert sind. Am Ende des Waldstücks erfreuen wir uns an ein paar blühenden Knabenkräutern und ebenso an der Anzahl der kräftiger werdenden Sonnenstrahlen.

Wir wandern nunmehr am Waldrand entlang und haben die ersten Häuser von Schuld schon vor uns im Visier. Nun dauert es nicht mehr lange und wir haben den Ortseingang erreicht. Von hier aus gesehen thront die Kirche St. Gertrud herrlich über den Dächern von Schuld, ein wahrlich imposanter Anblick. Durch die Ortschaft geht es wieder hinab an die Ahr, wo wir über eine Brücke wieder auf die andere Seite gelangen. Auf der Brücke lohnt es sich, den Blick in beide Richtungen schweifen zu lassen. Kurz nach der Brücke folgen wir der Ausschilderung nach links, wo uns ein steiler aber kurzer Anstieg erwartet. Oben angekommen schnaufen wir kurz durch und genießen den Blick auf die Dächer von Schuld, die Ahr und die unlängst genutzte Brücke. Von hier aus erreichen wir nach wenigen Schritten die L73 und schließen damit den Rundweg. Es verbleiben nun lediglich die letzten Meter an der Straße entlang bis zum Parkplatz.

Fazit

Mit gemischten Gefühlen beendeten wir die heutige Wanderung. Es gab so manches Licht, aber leider auch Schatten. Sehr gut gefallen haben uns der Aufstieg über die Türmchen, der letzte Teil des Abstiegs nach Insul sowie der Anteil an der Ahr entlang. Dem stehen die doch recht monotonen Passagen ab Winnerath und durch den Wald zwischen Insul und Schuld gegenüber. Insgesamt war es aber gut, diesen Weg einmal selbst erlebt zu haben.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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