Rheinburgenweg Rundweg Apollinaris-Schleife (12,9km)

Unter dem Eindruck des sich weiter ausbreitenden CORONA-Virus wollen wir uns beim Wandern vorübergehend auf nicht ganz so bekannte Wege in der näheren Umgebung konzentrieren. Der erste Weg, der dadurch in unseren Fokus rückt, ist die Apollinaris-Schleife bei Remagen. Diese zählt, wie auch die Traumschleife Elfenlay und die Traumschleife Ehrbachklamm, zu den Premium-Rundwegen am Rheinburgenweg. Die gemäß Logger zurückgelegten 12,9km könnt Ihr der beigefügten Übersichtskarte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 12912 m
Maximale Höhe: 296 m
Minimale Höhe: 146 m
Gesamtanstieg: 714 m
Gesamtabstieg: -711 m
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Karte: Eifelverein Wanderkarte Nr. 8, Rheintal, 1:25.000

Parken

Auf dem Wanderparkplatz an der Apollinariskirche in Remagen stehen in begrenzter Anzahl kostenfreie Stellplätze zur Verfügung. Es empfiehlt sich, früh anzureisen.

Alternativ gibt es noch einen weiteren Wanderparkplatz im letzten Teil des Weges am Lützelbachhof (Strasse: Auf der Neide). Auch hier stehen kostenfreie Stellplätze zur Verfügung.

Ausschilderung

Während des gesamten Weges folgen wir der hervorragenden Ausschilderung der Rheinburgenweg Rundwege. Wie bei Premium-Wanderwegen üblich, ist ein Verlaufen nahezu unmöglich.

Rheinburgenweg Rundweg Apollinaris-Schleife
Während der gesamten Wanderung folgen wir der Ausschilderung der Rheinburgenweg Rundwege

Von Remagen zum Schloss Calmuth

Am beschriebenen Parkplatz in Remagen legen wir los und wandern nach wenigen Schritten hinter der Apollinariskirche vorbei. Hinter der Kirche folgen wir dem Wegweiser zum Aussichtspunkt. Etwas später stehen wir vor der Statue des Heiligen Franziskus, dem Namensgeber dieses Aussichtspunkts. Von hier genießen wir die tolle Perspektive der Apollinariskirche vor der Kulisse des Rheintals. Auch wenn wir noch ganz am Anfang der Wanderung stehen, so lädt dieser Ort doch zu einem kurzen Verweilen ein.

Auf einem schönen Pfad wandern wir weiter leicht bergauf durch den Wald. Links und rechts des Wegs begleitet uns die bunte Blütenpracht der Frühblüher. Wir lassen die Scharfenberghütte im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und folgen dann der Ausschilderung nach rechts. So erreichen wir an einem Wanderparkplatz die L79. Nach wenigen Schritten biegen wir vor dem Waldschlösschens nach rechts ab. Auf einem sehr schönen Waldpfad passieren wir einen Ententeich, der voll mit Entengrütze ist. Kurz nach diesem Teich mündet unser Pfad in einen breiteren Forstweg.

Auf diesem nicht gerade attraktiven Forstweg geht es nun zunächst ein Stück leicht bergauf weiter, bevor der Weg dann wieder abfällt. Durch die lichten Bäume erkennen wir im Tal rechts bereits die zum Schloss Calmuth gehörenden Gebäude. Bis zu einer Kreuzung geht es weiter bergab. Hier treffen wir auf ein Tiergehege, in welchem sich Wollschweine befinden. Bevor wir uns an den folgenden längeren Aufstieg machen, gönnen wir uns wenige Meter entfernt die Mittagspause.

Durch den Wald zum Scheidskopf

Auf dem Forstweg folgt nun ein unspektakulärer Aufstieg durch den Wald. So drehen wir eine Schleife und werden weiter oben auf einen schmalen Pfad geleitet. Leider endet dieser wunderschöne Weg durch die Buschwindröschen viel zu früh an der L79. Diese überqueren wir flinken Fusses und setzen unseren Weg auf der gegenüberliegenden Seite am Waldrand entlang fort. Ein kurzes Stück überqueren wir eine Lichtung, bevor es wieder am Waldrand entlang weitergeht. Diesen Teil des Weges kennen wir schon von unserer Wanderung aus dem Februar rund um Kirchdaun. Durch herrliche Blütenteppiche aus Buschwindröschen wandern wir leicht bergab. Rechter Hand befindet sich der Scheidskopf, neben der Landskrone und dem Neuenahrer Berg der dritte Schlackenkegel im Ahrtal. Am Waldrand erreichen wir die Schutzhütte am Scheidskopf und genießen den Blick über die Felder bis zur Landskrone. Auch den nahen Verlauf des weiteren Weges durch die Felder können wir von hier aus gut erkennen.

Durch Feld und Wald

Von der Schutzhütte am Scheidskopf wandern wir den einsehbaren Weg durch die Felder und Fluren. Wir überqueren die Strasse nach Kirchdaun und halten uns am nächsten Wegekreuz links. Auf einem Feldweg geht es an einer Hecke entlang, bis wir auf eine Bank unter zwei Bäumen stossen. Wir durchqueren ein kleines Waldstück, nach welchem der Weg dem Verlauf einer Hecke folgt.

Hinter dieser Hecke befindet sich das Grundstück der Straußenfarm Gemarkenhof. Recht schnell treten wir wieder in den Wald hinein und halten uns dann wieder links. Links und rechts des Weges finden sich wiederum herrliche Blütenteppiche von Buschwindröschen und Scharbockskraut. Der aufmerksame Beobachter vermag linker Hand durch den lichten Wald den ein oder anderen Bewohner der Straußenfarm zu erkennen, bis wir schließlich an der nächsten Kreuzung im Wald nach links abbiegen.

Tiefe Spurrinnen begleiten unseren Weg für ein kurzes Stück. Wir drehen eine kurze Schleife und wandern dann in Richtung Osten weiter. Der Weg teilt den Forst in einen Laubwald zu unserer Linken und in eine Nadelwaldplantage zu unserer Rechten. Nach der nächsten Kreuzung werden wir für ein kurzes Stück auf einen schönen schmalen Pfad geleitet. Dieser wird dann wieder breiter und bringt uns schließlich wieder aus dem Wald hinaus. An der nächsten Kreuzung finden wir eine Bank, auf welcher man den Blick über die Felder und Fluren bis auf die andere Rheinseite schweifen lassen kann.

Eine letzte Schleife

Nach einer kurzen Pause setzen wir die Wanderung auf einem asphaltierten Weg fort. Wenig später biegen wir nach rechts in den Wald hinein ab. Weiter geht es dann am Waldrand entlang bis zum zum Büschmarhof. Vor diesem biegen wir nach rechts ab und folgen einem schmalen Pfad in den Wald hinein. Die unglaubliche Masse an Buschwindröschen wird uns nun ein ganzes Stück begleiten. Der Pfad geht in einen herrlich weichen Waldweg über. Wir durchqueren nun ein wunderschönes Waldstück. An der nächsten Kreuzung werden wir scharf nach links geleitet. Vor lauter Fotografieren hetze ich meiner Familie hinterher und so verpasse ich leider den alten jüdischen Friedhof. Etwas später führt uns der Weg führt auf eine kleine Lichtung mit Heideflächen. Auf Informationstafeln wird die ansässige Fauna und Flora beschrieben. Ab hier folgen wir bis zum Wanderparkplatz einem schmalen Pfad, der parallel zu einem asphaltierten Weg verläuft. Kurze Zeit später stehen wir am Wanderparkplatz und lassen dieses Waldstück und seine reichen Vorkommen an Buschwindröschen hinter uns.

Vom Wanderparkplatz geht es einer Hecke entlang vorbei am Lützelbachhof. Vorbei an mit Misteln bewachsenen Bäumen und Koppeln wandern wir weiter zum Kapellenhof. Von hier haben wir einen tollen Blick zur Hügelkette auf der gegenüberliegenden Rheinseite.

Ab jetzt geht es nur noch bergab. Auf einem eher unangenehm zu gehenden Untergrund wandern wir recht steil auf nahezu direktem Weg zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs passieren wir das Tierheim, kurze Zeit später erblicken wir schon das imposante Bauwerk der Apollinariskirche. Noch eine Biegung und wir stehen wieder vor dem Wanderparkplatz.

Fazit

Der Premium-Rundweg am Rheinburgenweg Apollinaris-Schleife birgt Licht und Schatten. Schön waren an einigen Stellen die Aussichten, wenngleich es sich dabei nicht um Fernsichten handelt. Gefallen haben auch an einigen Stellen die wenigen schmalen Pfade und die im Frühjahr zu genießenden großflächigen Blütenteppiche am Wegesrand. Weniger schön empfand ich An einigen Stellen die breiten, eher unattraktiven Forstwege. Insgesamt war es eine recht schöne Wanderung, aufgrund der beschriebenen Faktoren verbleibe ich mit meiner Gesamtwertung aber bei drei Punkten.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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