Saar-Hunsrück Traumschleife Baybachklamm (10,6km)

Seit der wunderbaren Wanderung auf der Traumschleife Ehrbachklamm wollten wir unbedingt auch die benachbarte Traumschleife Baybachklamm aufsuchen. Heute sollte es nun endlich soweit sein, das neblig-grau-trübe Herbstwetter vermochte uns nicht wirklich abzuschrecken. Die gemäß Logger zurückgelegten 10,6km könnt Ihr der beigefügten Übersichtskarte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 10592 m
Maximale Höhe: 412 m
Minimale Höhe: 241 m
Gesamtanstieg: 592 m
Gesamtabstieg: -591 m
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Parken

Auf dem Wanderparkplatz am Waldrand nordwestlich von Heyweiler stehen viele kostenfreie Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Bei dem heutigen Wetter haben wir freie Auswahl.

Traumschleife Baybachklamm
Bei dem heutigen Nebel hält sich der Andrang auf dem Parkplatz stark in Grenzen

Ausschilderung

Wie für einen Premiumwanderweg üblich, ist die gesamte Wegstrecke mit dem Wanderzeichen der Traumschleifen Saar-Hunsrück hervorragend ausgeschildert.

Traumschleife Baybachklamm
Während des gesamten Tages folgen wir der Ausschilderung der Traumschleife Baybachklamm

Durch den Wald bis Steffenshof

Vom Parkplatz wandern wir in wenigen Schritten bis zur letzten Kreuzung zurück und folgen der Strasse dem Waldrand entlang wenige Schritte nach links. Dann werden wir auch schon auf den sehr schön angelegten “Eingang“ zur Traumschleife Baybachklamm aufmerksam.

Durch das Tor geht es sofort auf einem wunderschönen Wanderpfad durch den bunten Herbstwald. Der Nebel bewirkt heute eine ganz besondere Stimmung und die Luftfeuchtigkeit sorgt für ein intensives Farberlebnis. Schon nach wenigen Schritten gelangen wir auf einem Felsplateau zu einer Informationstafel, die uns auf eine Grube genannt „Schinkaul“ aufmerksam macht. Augenscheinlich wurden in diese Grube einst die Kadaver geworfen.

Von dem Felsplateau geht es nun bergab. Wir passieren erst eine Entspannungsliege, danach wird unser Abstieg durch ein Drahtseil zu unserer Rechten gesichert. Dabei geht es durch einen märchenhaften Wald mit knorrigen Bäumen und moosbewachsenem Gestein.

Weiter unten treffen wir auf den Buchbach und eine weitere Sitzmöglichkeit. Da wir gerade erst losgelaufen sind, sehen wir natürlich von einer Rast ab und wandern durch den Wald wieder bergauf. An einer weiteren Sitzgruppe treten wir wieder aus dem Wald heraus. Am Waldrand entlang wandern wir weiter bis zur Ortschaft Steffenshof. Während im Wald der Nebel eine geheimnisvolle Stimmung erzeugte, beraubt er uns hier im offenen Gelände leider des vermutlich schönen Weitblicks. Man kann eben nicht alles haben!

Abstieg in das Baybachtal

Auf dem Wanderweg umgehen wir in der Folge die Ortschaft Steffenshof und gelangen auf einen weiteren Parkplatz mit Pavillon. Noch ein Stück geht es weiter am Waldrand entlang, bevor wir schließlich wieder in den Wald eintauchen.

Es geht nun bergab, zunächst auf einem schmalen Pfad über Stock und Stein und anschließend auf einem breiteren Weg. Etwas weiter erreichen wir dann eine Felsenhöhle mit ein vorgelagerten Rastmöglichkeit. Wir befinden wir uns nunmehr an der „Klöckners Kaul“. Von hier dauert es auch nicht mehr lang, bis wir nach einem weiteren Abstieg erstmalig auf den Baybach treffen.

Durch das Baybachtal Teil 1

Auf einem wunderschönen schmalen Pfad folgen wir nun dem Verlauf des Baybachs. Dabei wandern wir mal unmittelbar neben dem Gewässer, mal verläuft der Weg aber auch leicht erhöht mit schönem Blick auf den Baybach. Manche Stellen sind mit Drahtseil gesichert, was insbesondere bei feuchtem Untergrund hilfreich sein kann. Immer wieder passieren wir entlang des Weges auch interessante Gesteinsformationen. An weiteren Sehenswürdigkeiten treffen wir in diesem Abschnitt auf den Köhlerplatz und die Felsenhöhle, in denen sich Fledermäuse häuslich eingerichtet haben sollen. So langsam knurren jetzt aber unsere Mägen. Gut, dass inmitten des Baybachtals ein wahres Kleinod auf uns wartet!

Nahezu zur geplanten Uhrzeit erreichen wir die Schmausemühle. Bekanntermaßen ist ja ein Pessimist ein Optimist mit Erfahrung und Erfahrung die Summe aller Niederlagen. Aus diesem Grund haben wir wohlweislich im Voraus einen Tisch reserviert. Obwohl die Gaststätte fernab der nächsten Ortschaft liegt und auch das Wetter eigentlich nicht gerade zum heiteren Lustwandeln einlädt, ist der Gastraum brechend voll. Wir freuen uns also über unsere kluge Entscheidung und nehmen Platz. Während der nächsten Stunde lassen wir es uns richtig gut gehen und erfreuen uns am hervorragenden Service sowie den dargebrachten Gaumenfreuden. Der anschließende Aufbruch kostet daher schon etwas Überwindung, auch wenn uns der bisherige Weg ebenfalls ganz hervorragend gefallen hat.

Durch das Baybachtal Teil 2

Von der Schmausemühle entfernen wir uns zunächst für ein kurzes Stück von unserem Begleiter, dem Baybach. Auch hier wandern wir streckenweise erhöht und mal unmittelbar am Wasser entlang. Auch die ein oder andere drahtseilgesicherte Passage ist dabei zu bewältigen. In der Folge dürfen wir die Heyweiler Bauernmühle, einen kleinen Wasserfall und einen zu einer Bank umgearbeiteten, umgestürzten Baum bestaunen. Dann überqueren wir den Baybach innerhalb kurzer Zeit zweimal mit Hilfe einer Brücke und nehmen schweren Herzens Abschied vom malerischen Baybachtal.

Aufstieg zur Felsenklippe

Wir haben nun den Baybach zwar hinter uns gelassen, werden aber noch immer von einem Gewässer begleitet. Von nun an fließt uns der Frankweiler Bach während des folgenden Aufstiegs entgegen. Auch hier bieten sich wunderbare landschaftliche Impressionen. Zumeist fliesst der Bach als Rinnsal friedlich neben unserem Pfad, einmal bahnt er sich aber auch in Form eines Wasserfalls seinen Weg durch das Gestein. Auch dieser Aufstieg macht richtig Spaß!

Oben verlassen wir schließlich auch den Frankweiler Bach und kommen kurze Zeit später zur Felsenklippe. Von diesem Geländevorsprung blicken wir vorbei an einer einzelnen Kiefer auf den wunderschön herbstlich gefärbten Wald des Gegenhangs. Der Nebel erlaubt keine allzu weite Sicht, was dem Anblick dafür eine besondere Atmosphäre verleiht.

Rückweg über die Barreterley

Ein kurzes Stück wandern wir noch bergauf, bevor wir wieder aus dem Wald heraustreten. Es geht jetzt über das freie Feld, auf den „Burg Waldeck Blick“ zu. Da dieser doch sehr im Nebel versunken war, verzichte ich auf das Beifügen von Bildmaterial.

Weiter geht es über das Feld und am Waldrand entlang, bevor wir einen kurzen Abstecher in den Wald unternehmen. An knorrigen Bäumen vorbei kommen wir zum Aussichtspunkt Barreterley. Wir verharren für einen kurzen Moment und lassen die Aussicht auf uns wirken.

Wir wandern nun immer direkt am oder unweit des Waldrands weiter. Der herbstliche Rotbuchenwald nimmt hier ganz besonders intensive Rot- und Brauntöne an. Auf dem Weg kommen wir noch an einer Bank mit Aussichtsschneise vorbei, bevor wir einen Pavillon erreichen. Von hier können wir einen letzten Blick ins Tal werfen, wo wir auf das Dach der Schmausemühle blicken.

Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung, bis wir durch das Ein- und Ausgangsportal hindurch treten und bei einsetzendem Regen gerade rechtzeitig wieder am Parkplatz ankommen.

Fazit

Was für eine wunderschöne Wanderung! In Anbetracht dieses Weges konnte das Wetter unsere Stimmung heute wahrlich nicht trüben. In weiten Teilen wanderten wir auf schmalen Pfaden durch eine wunderschöne Landschaft. Die aufgestellten Informationstafeln machten dabei auf interessante regionale Besonderheiten aufmerksam. Besonders schön empfand ich den Weg durch das Baybachtal. Ebenso hervorheben möchte ich die Einkehr in der Schmausemühle, die uns allen ausgezeichnet gefallen hat. Insgesamt eine wunderschöne Wanderung, gerade auch in der Herbstzeit, die ich mit Nachdruck empfehlen möchte!

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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