Neuenahrer Berg und Steckenberg (13,9km)

Neben der Landskrone ist der der Neuenahrer Berg der zweite sehr markante und weithin erkennbare Schlackenkegel im Ahrtal. Heute nun wollten wir diesen Berg erklimmen und von oben die Aussicht auf das Ahrtal genießen. Dazu suchten wir uns eine der noch relativ jung angelegten Wanderwege rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler aus, die uns auch noch auf den Steckenberg bringen sollte. Die dabei Gemäß Logger zurückgelegten 13,9km könnt Ihr der beigefügten Übersichtskarte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 13889 m
Maximale Höhe: 433 m
Minimale Höhe: 119 m
Gesamtanstieg: 811 m
Gesamtabstieg: -796 m
Herunterladen

Karte: Eifelverein Wanderkarte Nr. 9, Ahrtal, 1:25.000.

Parken

Eigentlich sollte unsere Wanderung an der Lourdeskapelle am südlichen Ende der Ortschaft Bachem beginnen. Neben der Kapelle findet sich ein kleiner kostenfreier Wanderparkplatz. Aufgrund des an diesem Wochenende in Bachem stattfindenden Weinfestes gab es aber leider kein Durchkommen. Aus diesem Grund haben wir uns mit einem der Parkplätze in der Nähe der Ahr begnügt und unsere Wanderung von dort begonnen.

Ausschilderung

Diese Wanderung war nicht ganz so gut ausgeschildert wie die bisherigen Wege rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ich empfehle daher eine Karte mitzunehmen und sich im Vorfeld etwas mit dem Streckenverlauf zu beschäftigen (ich bin diesbezüglich noch der analoge Typ). Gerade auch am südlichen Wendepunkt der Wanderung hätte ich mir eine dichtere Ausschilderung gewünscht. Unser Wanderzeichen während der gesamten Strecke war die „3“.

Neuenahrer Berg und Steckenberg
Den gesamten Tag über folgen wir der Ausschilderung der Route „3“

Durch Bad Neuenahr

Wie bereits beschrieben beginnen wir unsere heutige Wanderung in Bachem. Vom Parkplatz wandern wir in wenigen Schritten zur Ahr und folgen nun deren Verlauf und Fließrichtung. So passieren wir zunächst ein Gymnasium und dann den Dahliengarten. An diesen schließt sich der Kurpark von Bad Neuenahr an. Leicht verstört stehen wir an dessen Eingang, der heute ausschließlich ein Ausgang ist. Unser Wanderzeichen weist uns unzweideutig durch die Drehtür, welches sich aber nur in die entgegengesetzte Richtung drehen läßt. Das ist vermutlich dem Umstand geschuldet, dass der Zutritt zum Kurpark nicht jeden Tag und schon gar nicht für Jeden kostenfrei ist. Wir schütteln nur den Kopf und wandern nunmehr das kurze Stück außen um den Kurgarten herum. Kurz nach dem Kurpark Cafe biegen wir in die Willibrordusstrasse ab und beginnen den Aufstieg. Immer geradeaus geht es nun an der Namensgeberin der Straße vorbei, der St. Willibrordus Kirche. Nach dem Friedhof passieren wir noch einzelne Häuser, bevor wir schließlich in den Wald eintauchen.

Auf den Neuenahrer Berg

Auf einem schönen Waldpfad setzen wir unseren Aufstieg in Serpentinen fort. Nach kurzer Zeit müssen wir die Verbindungsstraße zwischen Bad Neuenahr und Königsfeld überqueren. Auf der anderen Seite angekommen geht es sogleich wieder bergauf. Die Waldlandschaft ändert sich nun, so dass wir ein kurzes Stück wie durch einen grünen Tunnel wandern. Gleich darauf wird es um uns herum etwas steiniger und die Umrisse des Turms auf dem Neuenahrer Berg werden sichtbar. Dann stehen wir auch schon oben auf dem kleinen Plateau, wo wir auf einige Sitz- und Rastmöglichkeiten, einen Turm und eine Schutzhütte treffen. Natürlich begeben wir uns sofort auf den Turm, um von dort den Weitblick genießen zu können. Uns bietet sich ein toller Blick über Bad Neuenahr auf die Grafschaft und die Landskrone bis zum Siebengebirge. Schließlich geht es wieder hinab, wo wir uns am Fusse des Turms auf einer Liege breitmachen und unsere Mittagspause abhalten.

Zum Steckenberg

Nach dieser stärkenden Rast mit tollem Blick geht es nun weiter durch den Wald. Für ein kurzes Stück folgen wir einem herrlichen Waldpfad, der leider viel zu schnell erst in einen asphaltierten Weg und dann in einen Forstweg übergeht. So geht es immer leicht Auf und Ab in einem langgezogenen Halbkkreis bis zum Steckenberg. Dort treffen wir auf die Schutzhütte Bungarten und den Steckenbergturm. Letzterer wird natürlich prompt bestiegen. Leider ist die Aussicht von hier oben schon sehr zugewachsen. Lediglich der zeitlos unschöne Haribo-Klotz in der Grafschaft ragt markant aus den Baumwipfeln heraus. Wir klettern also die Stufen hinunter und machen uns wieder auf den Weg.

Zur Lourdeskapelle

Auf dem Forstweg geht es weiter grob in südlicher Richtung. Recht schnell erreichen wir die wunderbar mitten im Wald gelegene Bürgermeister Bloser Hütte samt Grillstelle. Eine Pause hatten wir ja eben erst und so geht es auch gleich weiter. Es folgt nun der Weg um den südlichen Wendepunkt herum, welcher meiner Ansicht nach nicht allzu gut ausgeschildert ist. Unter Zuhilfenahme der Karte haben wir aber im wahrsten Sinne des Wortes die Kurve gekriegt. Von hier zur Lourdeskapelle verläuft der nun nicht mehr ganz so attraktive Forstweg beständig bergab. Dennoch dauert es eine Weile, bis wir an der kleinen Kapelle stehen. Dort angekommen gönnen wir uns ein paar besinnliche Momente in der Lourdeskapelle und lassen die Atmosphäre auf uns wirken.

Über Bachem zur Karlskopfhütte

Nach dieser besinnlichen Pause folgen wir dem Forstweg bis nach Bachem. Dort treten wir nach langer Zeit wieder aus dem Wald heraus. Nach einem kurzen Schlenker durch Bachem geht es wieder bergauf und hinein in die Weinberge. Von unserem erhöhten Standort genießen wir nun einen schönen Blick über die Weinberge auf die Dächer von Bachem bis nach Ahrweiler. Ein kurzes Stück wandern wir nun auf der Anhöhe durch die Weinberge, bis wir abermals die Richtung ändern und Kurs in westlicher Richtung zur Karlskopfhütte nehmen. Diese toll am Waldrand gelegene Hütte erreichen wir nach wenigen Schritten auf einem Feldweg. Dort angekommen ist wieder eine kurze Pause angesagt.

Abstieg an die Ahr

Von der Karlskopfhütte geht zunächst ein kurzes Stück durch den Wald bergab. Dann treten wir aus dem Wald heraus und wandern mit einem schönen Blick über Bad Neuenahr und auf die Landskrone auf einem asphaltierten Weg bis nach Bachem. In der Folge wird Bachem durchquert, bevor wir wir an der Ahr entlang bis zu unserem Ausgangspunkt zurückwandern.

Fazit

Heute haben wir wieder einmal einen ganz anderen Teil des Ahrtals erkundet. Den Neuenahrer Berg hatten wir schon oft im Visier, aber noch nie bestiegen. Die Aussicht von dort war in der Tat sehr schön. Auch der größte Teil der Waldwege hat mir recht gut gefallen. Sehenswert ist auch die Lourdeskapelle und der Ausblick von den Weinbergen oberhalb Bachems. Insgesamt eine sehr schöne Wanderung, die für die Kinder aber auch recht anstrengend war.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

Das könnte Dich auch interessieren …

2 Antworten

  1. Michael Klinkenberg sagt:

    Sehr schön, Andreas. Das nehme ich gern als Ausgangspunkt für eigene Aktivitäten. Es muss ja nicht immer gleich eine 20 km(+) Wanderung auf dem Rheinsteig sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.