Rundweg durch das Murnauer Moos (12,3km)

Aufgrund der nicht gerade vielversprechenden Wettervorhersage möchten wir heute keine Bergtour machen. Da kam natürlich recht schnell die Idee auf, dem weithin bekannten Murnauer Moos einen Besuch abzustatten. Da sich dieses im Rahmen eines knapp 12km langen Rundwanderwegs durchqueren läßt, war unser Entschluss schnell gefasst: Heute gehts ab ins Moos! Die zurückgelegte Strecke könnt Ihr der beigefügten Karte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 12332 m
Maximale Höhe: 751 m
Minimale Höhe: 656 m
Gesamtanstieg: 485 m
Gesamtabstieg: -489 m
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Parken

In das Navigationssystem geben wir die Ramsachstrasse in Murnau ein. Dort kommen wir direkt auf einen größeren Wanderparkplatz, auf welchem wir das Auto gegen eine kleine Gebühr abstellen können.

Ausschilderung

Der Moos-Rundweg ist alles in allem ganz gut ausgeschildert. Auf dem ersten recht langen Stück geradeaus hätte ich mir ab und an ein Schild gewünscht, um zu wissen, dass wir noch richtig sind. An allen Abzweigungen fand sich im Verlauf des Weges aber eine zweckmäßig Ausschilderung.

Rundweg durch das Murnauer Moos
Während des gesamten Weges folgen wir der Ausschilderung „Moos-Rundweg“

Entlang der Ramsach

Vom Parkplatz folgen wir der asphaltierten Strasse in westlicher Richtung. Recht schnell nähern wir uns nun der Ramsach, welche zu unserer Linken fließt. Die sich hier massenweise tummelnden Prachtlibellen geben schon einen ersten Eindruck über die Artenvielfalt des Murnauer Mooses. Wir folgen dem Lauf der Ramsach und passieren das auf der Höhe stehende Ramsachkircherl auf unserer rechten Seite. Nur wenige Schritte weiter treffen wir auf einen Wegweiser, der uns über eine Brücke auf die andere Seite der Ramsach leitet. An dieser Stelle beginnt der Rundwanderweg.

Auf der anderen Seite angekommen folgen wir von nun an einem breiten Schotterweg. Am Wegrand entdecken wir einen recht seltenen Buntkäfer, der sich aber schneller aus dem Staub macht als ich fotografieren kann. Während rechts des Weges langsam die Ramsach vor sich hin fließt, breitet sich links von uns das Murnauer Moos aus. Mitten darin fristen einige sehr interessant geformte Bäume ihr Dasein. Dahinter erheben sich, heute leider in dicke Wolken verhüllt, die fantastischen Bergketten der Alpen. Das ist die Kulisse, durch welche wir jetzt wandern. Eigentlich wunderschön, nur leider führt der Weg mehr oder weniger geradeaus und zwar eine halbe Ewigkeit lang. Für uns Erwachsene ist das kein Problem, die Kinder mussten unterwegs aber fast permanent aktiv belustigt werden.

Plötzlich liegt aber eine Kreuzotter mitten auf dem Weg. „Freeze, don‘t move, keiner bewegt sich! Familie Halbkreis! Vor uns liegt die giftigste Schlange Deutschlands.“ Alle starren mit offenem Mund auf das träge Reptil, welches sich offensichtlich in seinem neu erlangten Ruhm nicht wohl fühlt und behäbig davon kriecht. Obwohl ich dem Tierchen Auge in Auge auf dem Boden gegenüberliege, gelingt mir in der Aufregung kein vernünftiges Bild. Egal, es war jedenfalls ein tolles Erlebnis!

Schließlich gelangen wir an eine weitere Brücke über die Ramsach, über welche uns ein Wegweiser schickt.

Wald und Planken

Eine kurze Strecke geht es nun vorbei an bunten Blumenwiesen, bevor wir in ein Waldstück gelangen. Hierbei sind wenige Meter leicht bergauf zu bewältigen. Die krautige Vegetation im Unterholz macht bald Heidelbeeren und Gräsern Platz. Von dem breiten Schotterweg biegen wir schließlich auf einen schmalen Pfad ab. Dann beginnt der Plankenweg und damit eine der schönsten Etappen des heutigen Tages. Auf den Holzbrettern geht es vorbei an Birken und Kiefern durch die imposante Landschaft. Natürlich gibt es auch hier etwas zu beobachten, der Sonnentau wächst bis an die Planken heran. Neugierig betrachten die Kinder die kleine fleischfressende Pflanze. Mitten im Moor passieren wir eine Hütte, die zum Verweilen einlädt. Wir wandern weiter und erreichen viel zu schnell das andere Ende des Plankenwegs. Wir verlassen die Moorlandschaft und wandern durch den Wald weiter. Es dauert aber nicht allzu lange bis wir den Wald wieder verlassen und auf die Ausläufer von Westried, einem Ortsteil von Murnau, schauen. In der Folge wandern wir durch Westried und Moosrain, bevor uns der Weg wieder bergauf durch den Wald leitet. Schließlich treten wir aus dem Wald heraus.

Panoramablick auf Moos und Alpen

Wir haben nun eine etwas erhöhte Position und damit einen herrlichen Blick über Wiesen und Weiden auf das Murnauer Moos und die dahinter thronenden Alpengipfel. Von hier oben erkennen wir auch Teile des Weges, welchen wir bislang zurückgelegt haben. Ein Stück des Weges wandern wir jetzt entlang der Bahnlinie, die wir auch insgesamt zweimal überqueren. Den herrlichen Panoramablick dürfen wir dabei immer wieder genießen. Dann verlassen wir die Bahnlinie und wandern über eine Wiese auf eine Holzhütte zu. Diese stellt sich dann als Aussichtshütte heraus. Von hier aus haben wir nicht nur einen tollen Blick, sondern bekommen auf einer Schautafel auch noch alles benannt. Im Anschluß führt der Weg durch den Wald leicht bergab. Recht schnell treten wir aus dem Wald wieder hinaus. Von nun an wandern wir auf einem geschotterten Weg bei weiterhin herrlichem Blick vorbei an Wiesen und Weiden. Recht schnell erkennen wir dann weiter vorne den Kirchturm des Ramsachkircherls in den Baumwipfeln. Wenig später sind wir dann auch schon dort und kehren in den wunderbar gelegenen Gasthof Ähndl ein. Unter Bäumen halten wir eine ausgiebige Rast, während die Kinder über den Spielplatz toben. Danach wandern wir in wenigen Schritten zum Ausgangspunkt zurück.

Fazit

Im Grunde genommen war das heute eine recht schöne Wanderung. Obwohl die Landschaft wunderschön ist, verläuft der erste Abschnitt aber sehr lange auf einem breiten Schotterweg, mehr oder weniger geradeaus und ohne größere Abwechslung. Das war für die Kinder zu Beginn zwar spannend, sie hatten sich aber schnell satt gesehen. Der Plankenweg und die tollen Aussichten am Ende der Wanderung sorgten wieder für Abwechslung. Insgesamt ein schöner Weg, den man bei einer wechselhaften Wetterlage wie heute gut gehen kann.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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