Insekten- und Spinnenpirsch im August

Zweimal war ich in der ersten Augusthälfte unterwegs, um in den Jagdgründen nach attraktiven Motiven unter den Insekten und Spinnen zu suchen. Dabei bin ich unter anderem über die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa), die Wespenspinne (Argiope bruennichi) und die Streifenwanze (Graphosoma lineatum) gestolpert. Es folgt nun eine Auswahl der Bilder, angereichert durch ein paar Informationen.

Europäische Gottesanbeterin

Die Europäische Gottesanbeterin ist eine wärmeliebende Art aus der Ordnung der Fangschrecken. Sie ist zwar eine Gewinnerin des Klimawandels, tritt aber in Deutschland nur sehr vereinzelt auf. Bekannt sein dürfte, dass das Männchen ein gefährliches Dasein führt. Im zeitlichen Zusammenhang mit der Paarung läuft es ständig Gefahr, vom umworbenen Weibchen vernascht werden. Lebensgefährtin kommt eben doch von Lebensgefahr! Unten seht Ihr, dass die Färbung des Insekts deutlich variieren kann.

Europäische Gottesanbeterin
Ein braunes Weibchen der Europäischen Gottesanbeterin (Mantis religiosa)
Europäische Gottesanbeterin
Ein grünes Männchen der Europäischen Gottesanbeterin (Mantis religiosa)

Streifenwanze

Eine in Deutschland recht häufig zu findende Wanzen-Art ist die Streifenwanze. Sie ist durch ihr rot-schwarzes Streifenmuster sehr markant und kann eigentlich nicht verwechselt werden. Ich habe sie bei einem morgendlichen Streifzug im Fruchtstand einer Wilden Möhre (Daucus carota) entdeckt. Dort finden sich die hübschen Tierchen im Übrigen recht häufig. Haltet also die Augen auf. Denn wo ein Exemplar ist, finden sich schnell weitere.

Streifenwanze
Diese Streifenwanze (Graphosoma lineatum) erwacht in der Fruchtdolde einer Wilden Möhre

Wespenspinne

Als wärmeliebende Art ist auch die Wespenspinne eine Gewinnerin des Klimawandels und in der Ausbreitung begriffen. Unter den in Deutschland heimischen Arten sind die wunderschönen Tiere auch nicht zu verwechseln. Ihr Netz mit dem gut erkennbaren Zickzackmuster ist ebenfalls sehr markant.

Das Geschlecht lässt sich bei Spinnen im Übrigen zumeist recht gut unterscheiden. Wenn die Pedipalpen, also die beiden Extremitäten im Kopfbereich, verdickt sind, handelt es sich um ein Männchen. Auf den Bildern unten ist daher ein Weibchen zu sehen.

Wespenspinne
Ein Weibchen der Wespenspinne (Argiope bruennichi) in ihrem Netz
Wespenspinne
Das Netz der Wespenspinne (Argiope bruennichi) weist ein typisches Zickzackmuster auf

Fazit

In der Zwischenzeit beschäftige ich mich pro Ausflug lieber mit nur einem oder maximal zwei Motiven. Dafür nehme ich mir mehr Zeit für die Komposition des Bildes und das Optimieren der Schärfeebene. Das heißt nicht, dass ich am heimischen Rechner immer zufrieden wäre. Manchmal wirkt das Bild am Monitor eben doch nicht oder die Schärfeebene liegt trotz redlichen Bemühens daneben. Erfahrung ist nun mal die Summe aller Niederlagen! Aber der Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Und gerade dieses Wachstum bereitet sehr viel Freude.

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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