Plötz und Ebenauer Mühlenwanderweg (6,7km)

Für die erste Hälfte des Vormittags ist Regen angesagt. Daher wollen wir heute etwas später starten und nur eine kleinere Tour angehen. Die Wahl fällt recht schnell auf die Plötz und den Ebenauer Mühlenwanderweg, welche wir aus dem Rother Wanderführer Salzkammergut-West entnehmen. Die zurückgelegten 6,7km könnt Ihr der folgenden Karte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 6665 m
Maximale Höhe: 825 m
Minimale Höhe: 614 m
Gesamtanstieg: 417 m
Gesamtabstieg: -433 m
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Parken

Wir nutzen den Parkplatz in der Nähe des Gemeindeamtes von Ebenau. Etwas später mussten wir allerdings feststellen, dass gegenüber der Waschlmühle weitere Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Diese sind streng genommen sogar besser geeignet. Dadurch verkürzt sich die Wanderung um einen knappen Kilometer.

Ausschilderung

Die Ausschilderung des Weges könnte besser sein. Die anfängliche Irritation in Ebenau ist schnell gelöst. Der Weg entlang der Straße ist ebenso einfach, wie der Aufstieg durch die Rettenbachklamm. Oben angekommen bis zum Watzmannblick ist es schon kniffliger. Hier hätte ich mir doch das ein oder andere Hinweisschild gewünscht. Wir sind im Zweifel immer bergauf gewandert, was dann auch ganz gut funktioniert hat.

Von Ebenau zur Plötz

Vom Parkplatz wandern wir zunächst der Straße entlang zurück und passieren das Gemeindeamt von Ebenau bis zum Weltkriegsdenkmal.

Plötz und Ebenauer Mühlenwanderweg

Zu Beginn der Wanderung passieren wir in Ebenau ein Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege

Das Weltkriegsdenkmal zu unserer Rechten biegen wir zuerst nach links und dann gleich wieder rechts ab. Auf diesem Weg wandern wir durch eine Unterführung und passieren dann Schule und Kindergarten von Ebenau. Unmittelbar danach biegen wir nach rechts ab. Auf dieser Straße erreichen wir die Waschlmühle, wo sich die Eingangs erwähnten, weiteren Parkplätze befinden.

Plötz und Ebenauer Mühlenwanderweg

Am Ortsausgang von Ebenau treffen wir auf die Waschlmühle

Nach dieser ersten Mühlenimpression geht es einen guten Kilometer an der Straße und dem Rettenbach entlang. Kurz vor Vorderschroffenau knickt der Rettenbach ab. An dieser Stelle verlassen wir die Straße und folgen dem Rettenbach in die Rettenbachklamm, also in die Plötz.

In die Plötz

Gleich am unteren Beginn der Rettenbachklamm treffen wir auf die Hofbauer-Mühle. Es folgen in kurzem Abstand nacheinander die Schindlau-Mühle, die Pertiller-Mühle und die Eder-Mühle. Von hier aus sind wir schon fast am Highlight des heutigen Tages, dem Wasserfall. Wir passieren die Mühle und wandern geradewegs in den Talkessel hinein. Das Wasser ist recht flach, so dass Kinder an heißen oder auch weniger heißen Tagen hier sehr schön spielen können. Ein toller Ort für ein Picknick! So entscheiden wir uns, an dieser Stelle unsere Jausenpause abzuhalten.

Nach dieser Pause geht es frisch gestärkt weiter. Wir wandern zunächst wieder zurück in Richtung Eder-Mühle. Noch vor dieser zweigt unser Weg nach links ab. Diesem Pfad folgen wir bergauf und gelangen auf die Höhe der Schroffenau-Mühle, die wir von unten aus am oberen Rand des Wasserfalls schon sehen konnten. Ein schmaler Pfad führt für Interessierte in wenigen Schritten zur Mühle. Aufgrund des abfallenden Geländes sollte man hier aber auf kleinere Kinder aufpassen.

Nachdem wir wieder zurück auf unserem Weg sind, geht es noch ein kurzes Stück weiter bergauf. Ein letztes Mal blicken wir von oben auf die Schroffenau-Mühle.

Plötz und Ebenauer Mühlenwanderweg

Etwas weiter des Weges schauen wir von oben auf die Schroffenau-Mühle

Für ein kurzes Stück folgen wir noch dem Rettenbach, überqueren diesen aber dann mit Hilfe einer Brücke. Damit haben wir die Plötz und den landschaftlich sicher eindrucksvollsten Anteil der heutigen Wanderung hinter uns gelassen.

Auf der Anhöhe zum Watzmannblick

Für die nächsten ca. 1,5km wandern wir im lockeren Auf und Nieder durch den Wald. Größtenteils nutzen wir hierfür einen recht schönen, schmalen Wanderpfad. Schließlich erreichen wir den Aussichtspunkt Watzmannblick.

Plötz und Ebenauer Mühlenwanderweg

Der Aussichtspunkt Watzmannblick wird seinem Namen heute leider nicht gerecht

Leider hält der heute nicht, was er verspricht. Zumindest konnten wir den Schicksalsberg von hier aus nicht erkennen.

Rückweg über die Pertill-Mühle

Von nun an geht es nur noch bergab. Einem schmalen Pfad folgen wir durch den Wald. Diesen verlassen wir schließlich und blicken über eine Wiese auf die Pertill-Mühle.

Plötz und Ebenauer Mühlenwanderweg

Zuletzt treffen wir auf die Pertill-Mühle

Nachdem wir diese letzte Mühle der heutigen Wanderung passiert haben, sehen wir schon wieder die Ausläufer von Ebenau.

Plötz und Ebenauer Mühlenwanderweg

Nun kommen die Ausläufer von Ebenau schon wieder näher

Schließlich sind wir zurück in Ebenau. Eigentlich geht es immer geradeaus. So gelangen wir an die Kreuzung an der sich die Schule und der Kindergarten befindet. Hier geht es wieder durch die Unterführung. Danach sehen wir auf der Anhöhe im Wald auf die Pfarrkirche von Ebenau.

Plötz und Ebenauer Mühlenwanderweg

Kurz vor dem Parkplatz schauen wir auf die katholische Pfarrkirche von Ebenau

Geradeaus über die kleine Brücke können wir den Rettenbach überqueren. Nur wenige Schritte später sind wir wieder am Parkplatz zurück.

Impressionen vom Wegesrand

Als einziges Bild möchte ich Euch an dieser Stelle die Larve einer Schildwanze zeigen. Auch unter Zuhilfenahme eines Forums war die Bestimmung bislang nur auf die Gattung Capocoris möglich. Die kleine Wanzenlarve trägt noch ein paar kleine Wassertropfen vom letzten Regen mit sich herum. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie schön die Natur auch im Kleinen ist!

Plötz und Ebenauer Mühlenwanderweg

Larve einer Schildwanze aus der Gattung Capocoris

Fazit

Für den heutigen Tag und die beschriebene Wetterlage war dies genau die richtige Wanderung. Das Highlight war sicherlich der Anteil durch die Rettenbachklamm. Jede Menge Mühlen, ein Wasserfall und noch die Möglichkeit zum Plantschen, was will man mehr! Auch die Wege waren zu einem großen Anteil sehr schön. Lediglich zu Beginn an der Straße entlang war es nicht ganz so abwechslungsreich. Ansonsten hatten wir heute einen sehr interessanten Tag und können diese Wanderung durchaus empfehlen. Vielleicht könnt Ihr dann ja auch den Schicksalsberg erkennen…

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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