Pflanzenfotografie mit Radomir Jakubowski

Schon seit geraumer Zeit stelle ich mir die Frage, wie ich mich im Bereich der Pflanzenfotografie verbessern kann. Trotz aller Anstrengungen hatten meine Bilder doch stets einen mehr dokumentarischen als künstlerischen Wert. Daher habe ich beschlossen, einen Individual-Workshop Pflanzenfotografie beim renomierten Naturfotografen Radomir Jakubowski zu buchen. Radomir stand mir bereits beim Erwerb meines Superteles Anfang dieses Jahres mit Rat und Tat zur Seite.  Im Nachhinein betrachtet, hat er mich mit seiner Beratung vor einem Fehlkauf bewahrt. Sein künsterlisches Werken verfolge ich schon seit einiger Zeit. Damit war klar, dass ich mich bei ihm um einen Individual-Workshop Pflanzenfotografie bemühen werde.

Bereits zwei Monate vorher hatten wir einen groben Zeitraum abgesprochen. Wir kamen dem Termin langsam näher, aber erst war die Vegetation witterungsbedingt noch nicht so weit, dann war das Wetter nicht wirklich förderlich. Plötzlich hat sich aber doch ein Fenster mit recht guten Wetteraussichten geöffnet. Das haben wir natürlich sofort genutzt. So bin ich am frühen Nachmittag ins Auto gestiegen und ins Saarland gefahren.

Radomir hat mich am Hotel abgeholt. Vor meiner Anreise beschäftigte er sich gleich noch mit meinem Profil auf 500px. Damit hatte er schon mal einen Eindruck, wo ich fotografisch stehe und woran wir arbeiten müssen. Nachdem ich mir noch einen Döner auf die Hand geholt habe, ging es direkt ins Zielgebiet.

Dort sind wir recht schnell auf schöne Exemplare des Männlichen Knabenkrauts (Orchis mascula) und des Kleinen Knabenkrauts (Anacamptis morio) gestossen. Sogar ein Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea) blühte schon, allerdings war der Standort nicht fotogen. In der Folge lernte ich zuerst fotogene Pflanzen zu identifizieren und auf besondere Lichtsituationen zu achten. Anschließend brachte mir Radomir verschiedene Möglichkeiten zur fotografischen Inszenierung dieser Pflanzen bei. Während dieses fotografischen Treibens hat uns ein Turmfalke beobachtet, den wir trotz beachtlicher Entfernung auch ablichten konnten. Irgendwann war dann die Sonne untergegangen und Radomir brachte mich wieder zurück ins Hotel.

Am nächsten Morgen ging es natürlich wieder recht früh los. Dieses Mal steuerten wir eine andere Wiese an. Dort bereiteten wir alles vor und warteten anschließend auf die ersten Sonnenstrahlen. Dabei sind die letzten beiden Bilder entstanden. Irgendwann stand die Sonne dann aber zu hoch, das Licht wurde hart. Es war Zeit, den Workshop zu beenden.

Einen Abend und einen Morgen lang haben wir bei guten Wetterbedingungen fotografiert. Mit wenigen, dafür meiner Ansicht nach gelungenen Bildern habe ich mich auf den Weg nach Hause gemacht. Viel wichtiger ist aber, dass ich gelernt habe, auf besondere Lichtsituationen zu achten. Außerdem habe ich gelernt, meine Ausrüstung besser einzusetzen. Damit sind die Grundlagen für künftige Bilder geschaffen. Daher hat sich der Workshop für mich voll gelohnt. Jetzt freue ich mich darauf, das Erlernte einzusetzen. Und natürlich freue ich mich auf den Workshop mit Radomir Ende Juni in der Schweiz!

Pflanzenfotografie mit Radomir

Ein Männliches Knabenkraut (Orchis mascula) im Licht der Abendsonne

Pflanzenfotografie mit Radomir

Ein Kleines Knabenkraut (Anacamptis morio) im Abendlicht

Pflanzenfotografie mit Radomir

Zwei Kleine Knabenkräuter (Anacamptis morio) im Abendlicht

Pflanzenfotografie mit Radomir

Ein Turmfalke (Falco tinnunculus) beobachtet uns von seinem Ansitz aus

Pflanzenfotografie mit Radomir

Ein Männliches Knabenkraut (Orchis mascula) im Licht der aufgehenden Sonne

Pflanzenfotografie mit Radomir

Ein Männliches Knabenkraut (Orchis mascula) im Licht der aufgehenden Sonne

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