Rundwanderung durch das Felsenmeer (5,6km)

Aufgrund familiärer Wurzeln besuchen wir immer wieder gerne die Region des Odenwalds. Dabei hörten wir schon des Öfteren vom Felsenmeer, hatten es aber noch nie selbst erlebt oder gesehen. Heute war es nun so weit. Wir haben uns eine kleine selbst zusammengestellte Rundwanderung durch die imposanten Steinansammlungen vorgenommen. Die von uns zurückgelegeten 5,6km könnt Ihr der beigefügten Karte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 5637 m
Maximale Höhe: 558 m
Minimale Höhe: 262 m
Gesamtanstieg: 449 m
Gesamtabstieg: -457 m
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Parken

Wir parken auf dem offiziellen Parkplatz vor dem Informationszentrum des Felsenmeeres, wo Stellplätze gegen Bezahlung zur Verfügung stehen. Bei schönem Wetter herrscht hier an Wochenenden allerdings ein großer Andrang.  Ob dann genügend Parkplätze verfügbar sind, vermag ich nicht zu bewerten.

Ausschilderung

Durch das Felsenmeer führen eine ganze Menge an kürzeren Wanderwegen. Eine Übersicht kann am Informationszentrum gegen einen kleinen Obulus erworben werden. Wir haben mit unserem Rundweg versucht, möglichst viele der Sehenswürdigkeiten abzudecken. Dazu sind wir der Reihe nach den folgenden Ausschilderungen gefolgt:

Vom Parkplatz zur Brücke

Wir beginnen unsere Wanderung am Informationszentrum. Dort erkunden wir uns zunächst nach einer Übersicht der Wanderwege. Gegen Entrichtung einer Schutzgebühr erhalten wir diese auch. Gut informiert und ausgestattet machen wir uns nun auf den Weg zu den Felsbrocken, die am Waldrand schon gut zu sehen sind.

Durch das Felsenmeer

Am Informationszentrum Felsenmeer beginnen wir unsere Wanderung

Wer möchte, der kann den Aufstieg nun direkt durch die Felsen unternehmen. Gerade für Kinder ist das ein herrliches Abenteuer. Zumindest solange sich keiner den Fuss verdreht. Wem das zuviel des Abenteuers ist, der kann auch auf dem parallel verlaufenden Nibelungenweg gemütlich bergauf wandern.

Durch das Felsenmeer

Der Aufstieg erfolgt über die Felsen oder den nebenan verlaufenden Wanderpfad

Nach einem kurzen Abschnitt an den Felsen biegt der Nibelungenweg nach rechts in den Wald ab. Auch entlang des Weges werden wir immer wieder mit größerem Gestein konfrontiert.

Durch das Felsenmeer

Auch im Wald sind immer wieder Gesteinsformationen zu finden

Nach links öffnet sich plötzlich eine kleine Lichtung. Dort lauert das „Krokodil“, allerdings nur aus Stein, auf Besucher. Heute werden wir noch des Öfteren auf Felsen treffen, deren Form schon sehr an die Namensgebung erinnert.

Durch das Felsenmeer

Die passieren das „Krokodil“

Vom Krokodil geht es nun eine kurze Passage durch den wunderbar grünen Rotbuchenwald über Stufen bergauf.

Durch das Felsenmeer

Über Stufen steigen wir weiter bergauf

Kurze Zeit später erreichen wir die hölzerne „Brücke“. Diese befindet sich ungefähr auf halber Höhe des Aufstiegs und quert das Felsenmeer.

Durch das Felsenmeer

Die Brücke liegt recht zentral im Felsenmeer

Im Bereich der Brücke bietet sich ein schöner Blick auf die beeindruckende Felsenlandschaft und die verwegenen Zeitgenossen, die sich schweißgebadet langsam nach oben kämpfen.

Durch das Felsenmeer

Auch weiter oben geht das Felsenmeer weiter

Von der Brücke zu „Adas Buka“

Wir überqueren die Brücke allerdings nicht, sondern folgen dem Wanderweg nach rechts mit der Nummer „4“. Auf diesem Weg erreichen wir recht schnell die Schutzhütte Lautertalblick. Die hält allerdings nicht, was sie verspricht. Die Aussicht ist völlig zugewachsen.

Durch das Felsenmeer

Die Aussicht von der Schutzhütte Lautertalblick ist inzwischen zugewachsen

Nach dem kurzen Abstecher zur Schutzhütte geht es weiter bergauf. Kurz bevor wir den Parkplatz „Römersteine“ erreichen, zweigen wir auf den Weg mit der Nummer „5“ nach links ab. In einer Kehre folgen wir nicht dem nach rechts verlaufenden Weg, sondern wandern auf einen Waldpfad geradeaus weiter. Dort kommen wir kurze Zeit später an eine Felsfomation, die als Riesenschiff tituliert wurde.

Durch das Felsenmeer

Dieser große Stein ist das „Riesenschiff“

In der Folge bringt uns der Waldpfad wieder auf den zuvor verlassenen Weg zurück. Diesem folgen wir durch eine Kehre weiter bergauf. Immer wieder liegen mit Moos bewachsene Felsen im Wald verstreut.

Durch das Felsenmeer

Immer wieder sind die Steine auch mit Moos bewachsen

Dann ragt im Wald, etwas versteckt hinter anderen mossbewachsenen Felsen, der markante Riesensarg hervor. Dieser erinnert tatsächlich an die einstmals genutzten Steinsarkophage.

Durch das Felsenmeer

Der hinterste dieser Steine wird „Riesensarg“ genannt

Wir folgen dem Weg, der nun mit der Nummer „7“ ausgeschildert ist, weiter bergauf.

Durch das Felsenmeer

Auf einer Forststrasse wandern wir zur Schutzhütte Grieshammer Ruhe

So gelangen wir kurze Zeit später an die Schutzhütte Grieshammer Ruhe.

Durch das Felsenmeer

Wir haben die Schutzhütte Grieshammer Ruhe erreicht

Hier biegen wir rechts ab und folgen dem Weg mit der Nummer „7“ weiter bergauf. Nach einem kurzen Anstieg treten wir aus dem Wald heraus und stehen vor dem Restaurant Ada’s Buka. Obwohl ein exotischer und äußerst verlockender Duft in der Luft liegt, kehren wir leider nur für Getränke und Eis ein. Es handelt sich hierbei nämlich um ein Restaurant mit afrikanischer Küche und einer interessanten Speisekarte. Geboten wird außerdem ein schöner Außenbereich, der gerade bei dem heutigen Wetter Scharen von Besuchern anzieht.

Durch das Felsenmeer

Das afrikanische Restaurant Ada’s Buka ist einen Besuch wert

Nach einer kurzen Erfrischungspause verabschieden wir uns und machen uns auf den Weg nach unten.

Abstieg zurück zum Parkplatz

Zunächst folgen wir demselben Weg zurück bis zur Schutzhütte Grieshammer Ruhe. Um die Schutzhütte herum finden sich einige zum Kraxeln geeignete Felsen, die von den Besuchern auch gerne angenommen werden.

Durch das Felsenmeer

Auf dem Weg bergab passieren wir wieder die Schutzhütte „Grieshammer Ruhe“

Von hier wandern wir weiter auf dem Weg mit der Nummer „6“. Dieser bringt uns zurück zum eigentlichen Felsenmeer und nach wenigen Schritten auch zum Kiosk. Hier bietet sich eine weitere Einkehrmöglichkeit. Weiter geht es auf dem Weg Nummer „3“ auf Stufen bergab.

Durch das Felsenmeer

Vom Kiosk geht es über Treppen durch die Felsen nach unten

Für einen kurzen Abschnitt folgen wir nun dem parallel zum Felsenmeer verlaufenden schmalen Waldpfad. Wir passieren wieder die Brücke, diesmal auf der anderen Seite. Weiter geht es bergab, bis wir auf den Weg mit der Nummer „1“ treffen. In dessen Verlauf bietet sich noch ein schöner Ausblick über grüne Wiesen auf die Ortschaft Reichenbach im Tal.

Durch das Felsenmeer

Umgeben von grünen Hügeln liegt die Ortschaft Reichenbach

Jetzt ist es auch nicht mehr weit zurück bis zum Informationszentrum Felsenmeer. Wir bewältigen locker die letzten Meter bergab und blicken auf einen erlebnisreichen Tag zurück.

Impressionen vom Wegesrand

Die einzige botanisch, zoologisch oder mykologisch interessante Sichtung war der Große Breitrüssler (Platyrhinus resinosus). Dieser Zeitgenosse sass regungslos, aber dennoch auffällig auf einem Stein in der Nähe des Kiosks.

Durch das Felsenmeer

Ein Großer Breitrüssler (Platyrhinus resinosus) sitzt auf einem Stein

Fazit

Die Wanderung hat aufgrund der Länge für unsere Verhältnisse inzwischen eher Ausflugscharakter. Das Felsenmeer ist aber gerade für Familien mit Kindern einen Besuch wert. Hier kann ungezwungen mitten in der Natur geklettert und getobt werden. Besucher sollten aber auf die Völkerscharen eingestellt sein, die alle diese Felsenlandschaft hautnah erleben möchten. Wer hierher kommt, der sollte daher nicht auf der Suche nach Ruhe und Abgeschiedenheit sein. Dafür gibt es andere Orte. Wer dies im Hinterkopf hat, der wird den Tag im Felsenmeer mit vielen schönen Erlebnissen verbinden.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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2 Antworten

  1. Claudia sagt:

    Sehr schön. Ich liebe Felsen 😀

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