Von Rhöndorf auf den Drachenfels und zum Löwenburgblick (9,7km)

Schon seit längerer Zeit denken wir darüber nach, dem Siebengebirge wieder einmal einen Besuch abzustatten. Das tolle Wanderbuch über die Tippeltouren im Siebengebirge von Peter Squentz hat den Entschluss gefestigt. Aus diesem empfehlenswerten Buch habe ich auch den Anreiz für diese Tour entnommen. Für den heutigen Tag war die Wettervorhersage eigentlich gar nicht so schlecht, zumindest am Nachmittag sollte der Nebel aufreisen und der Sonne Platz machen. Also auf ins Siebengebirge, um die Aussicht von einigen fantastischen Aussichtspunkten zu genießen! Die knapp 9,7km lange Strecke könnt Ihr der beigefügten Übersichtskarte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 9650 m
Maximale Höhe: 372 m
Minimale Höhe: 108 m
Gesamtanstieg: 670 m
Gesamtabstieg: -646 m
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Karte: Eifelverein Wanderkarte Nr. 38, Siebengebirge, 1:25.000

Parken

Wir parken auf dem Parkplatz Ziepchensplatz in Rhöndorf. Heute ist schon Weihnachtsmarkt und so können wir uns glücklich schätzen, den letzten Parkplatz ergattert zu haben. Dieser ist dafür erstaunlicherweise kostenfrei!

Auschilderung

Ab dem Ortsausgang Rhöndorf bis zum Drachenfels folgen wir der Beschilderung des Rheinsteigs.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Einen Teil des Weges folgen wir dem Rheinsteig

Auf halbem Weg zwischen Drachenfels und Schloss Drachenburg biegen wir auf den mit „K“ ausgeschilderten Weg ab. Dieser leitet uns über das Milchhäuschen bis zur Jungfernhardt.

Vom Drachenfels über den Petersberg nach Königswinter

Weiterhin folgen wir der Beschilderung „K“

Der anschließende Abstieg zurück nach Rhöndorf ist mit keinem speziellen Wanderzeichen ausgeschildert.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Das Wetter ist leider noch nicht wie versprochen. Egal, los gehts am Ziepchensplatz in Rhöndorf. Hier steht schon die erste Ausschilderung, der wir auch in Richtung Ortsausgang bergauf folgen. In dem Buch von Peter Squentz ist diese Passage durch Rhöndorf mit ihren Sehenswürdigkeiten wunderbar beschrieben. Am Ende des Ortes passieren wir das Haus der Schützengesellschaft St. Hubertus. Direkt danach biegen wir nach links ab und folgen von nun an der Ausschilderung des Rheinsteigs.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Am Haus der Schützengesellschaft St. Hubertus in Rhöndorf biegen wir nach links auf diese Strasse ab

Es geht nun in einem leichten Bogen nach rechts, weiterhin leicht bergauf. Als wir um die Kurve kommen, sehen wir schon das Ulanendenkmal, das im Gedenken an die im Ersten Weltkrieg Gefallenen des Ulanenregimentes „Großherzog Friedrich von Baden“ erbaut wurde. Im Hintergrund ist schon unser erstes Etappenziel, der Drachenfels, zu erkennen.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Das Ulanendenkmal in Rhöndorf mit dem Drachenfels im Hintergrund

Von dieser ersten Anhöhe bietet sich schon ein erster reizvoller Blick auf Rhöndorf und das Rheintal.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Der Blick vom Ulanendenkmal auf Rhöndorf und den Rhein

Weiter geht es auf einem schmalen Wanderpfad noch vor dem Ulanendenkmal in den Wald hinein. Noch immer folgen wir dem Rheinsteig.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Diesem Waldpfad folgen wir bergauf

So gelangen wir recht schnell zu einem für das Siebengebirge so typischen in Stein gemeiselten Wegweiser. Unser Weg entlang des Rheinsteigs auf den Drachenfels ist hier natürlich auch mit abgebildet.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Der Drachenfels ist hier auch ausgeschildert

So geht es auf einem schönen Waldweg durch den spätherbstlichen Wald immer bergauf. Schließlich gelangen wir an die Dr.-Max-Horster-Hütte. Unmittelbar hinter dieser biegen wir nach links ab.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Hinter der Dr.-Max-Horster-Hütte biegen wir nach links ab

Nun wandern wir auf schmalen Pfad in einigen Serpentinen bergauf. So gewinnen schnell weitere Meter an Höhe, immer dem Drachenfels entgegen.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

In Serpentinen geht es einen schmalen Waldpfad bergauf

Am Ende der Serpentinen erreichen wir den Aussichtspunkt Wilhelmshöhe. Von hier aus könnten wir bei guter Sicht auf einem Bänkchen die Aussicht genießen.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Die Wilhelmshöhe ist ein Aussichtspunkt unterhalb des Drachenfels

Es zeichnet sich langsam ab, dass das Wetter sich nicht wie gewünscht entwickeln wird. Im Tal ist eine einzige Suppenküche zu sehen.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

An klaren Tagen ist die Sicht von der Wilhelmshöhe sicherlich spektakulärer

Dennoch wandern wir frohen Mutes und erfreuen uns der wunderbaren Umgebung in unserer nächsten Nähe. Nach wenigen Metern erreichen wir den nächsten Aussichtspunkt, die Siegfriedshöhe.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Kurze Zeit nach der Wilhelmshöhe erreichen wir die Siegfriedshöhe

Natürlich ist aufgrund des ausgeprägten Nebels heute nicht allzu viel zu sehen. Zumindest das Ulanendenkmal können wir unten gut erkennen und unseren bisherigen Weg nach oben erahnen.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Von der Siegfriedshöhe blicken wir auf das Ulanendenkmal und Rhöndorf unter uns

Von der Siegfriedshöhe aus geht es in wenigen Stufen zur Aussichtsplattform des Drachenfels. Heute ist nicht nur neblig, sondern auch recht kühl. Dies ist an den Eiskristallen auf der Vegetation zu erkennen.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Nun haben wir die Aussichtsplattform des Drachenfels erreicht

Oben angekommen weisen uns Informationstafeln auf die generell mögliche Sicht hin. Schade, dass wir es heute optisch kaum bis auf die andere Rheinseite schaffen. Der Kölner Dom ist heute also überhaupt kein Thema.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Auf Schildern sehen wir, was es alles heute nicht zu sehen gibt

An dieser Stelle noch ein Hinweis: Der Eselweg ist wegen Steinschlaggefahr noch immer gesperrt! Hier der Beweis am oberen Ende des Weges.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Der Eselweg ist noch immer wegen Steinschlaggefahr gesperrt

Bei dieser Sicht und Kälte bleibt uns, eine kurze Mittagsrast mit Stärkung einzulegen und recht schnell weiterzuwandern, in Richtung Milchhäuschen.

Über das Milchhäuschen zum Löwenburgblick

Diese Strecke kennen wir schon von unserer letzten Wanderung im Siebengebirge, vom Drachenfels auf den Petersberg. Wie damals wandern wir nun auf dem asphaltierten Weg parallel zur Drachenfelsbahn bergab. Nachdem wir die Schienen auf einer Brücke überquert haben, macht der Weg eine Kehre nach links. In dieser Kurve biegen wir auf den mit einem „K“ ausgeschilderten Weg ab.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Dieser Waldpfad bringt uns zum Milchhäuschen

Dieser Waldpfad verläuft zumeist leicht bergab. Unterwegs entdecken wir mehrere  Gruppen von Austernseitlingen (Pleurotus ostreatus) an einem Baum.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

An diesem Baum hat sich Gruppe des Austernseitlings (Pleurotus ostreatus) angesiedelt

Es dauert auch nicht lange und schon kommen wir zum Milchhäuschen. Das ist glücklicherweise im Sommer wie im Winter geöffnet. Für uns eine wunderbare Möglichkeit einzukehren und einen heißen Kakao zu trinken. Trotz der Wetterlage haben es auch heute einige Verwegene hierher geschafft. Es gibt eben kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung!

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Das Milchhäuschen ist Sommer wie Winter ein beliebter Anlaufpunkt für Wanderer

Nach dieser kurzen Pause geht es weiter. Dazu folgen wir wieder dem Weg mit der Ausschilderung „K“. Dieser verläuft etwas unterhalb des Milchhäuschens vorbei an der großen Info-Tafel leicht bergauf in den Wald hinein. Dieser Waldweg bringt uns schließlich zur Lietschen-Hütte.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Auf diesem Weg passieren wir die Lietschen-Hütte

Auch an der Kreuzung bei der Lietschen-Hütte wandern wir weiter geradeaus. So gelangen wir nach wenigen Metern an den unten abgebildeten Wegweiser, der uns nach rechts in Richtung Jungfernhardt leitet.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Wir folgen der Ausschilderung zur Jungfernhardt

Auf einem schmalen Wanderpfad geht es nun wieder leicht bergauf durch den nebligen Wald.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Ein schmaler Wanderpfad bringt uns um die Jungfernhardt und zum Aussichtspunkt Löwenburgblick

Recht schnell erreichen wir den Aussichtspunkt Löwenburgblick, von dem aus wir heute wegen des Nebels leider auch nichts sehen.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Auch vom Aussichtspunkt Löwenburgblick erkennen wir heute nicht viel

Also wandern wir weiter auf dem schmalen Wanderpfad, der letzlich nur einen kurzen Rundweg zum Aussichtspunkt Löwenburgblick darstellt. So kommen wir kurze Zeit später wieder zurück auf den Waldweg, den wir am letzten Wegweiser verlassen haben.

Rückweg nach Rhöndorf

Zurück auf besagtem Weg halten wir uns noch an der soeben erreichten Kreuzung nach rechts den Berg hinunter. Nun folgen wir diesem breiteren Schotterweg und passieren den unten abgebildeten Wegweiser.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Jetzt folgen wir der Ausschilderung nach Rhöndorf bergab

Weiter geht es bergab in Richtung Rhöndorf. Nach einigen Metern erreichen wir den aus einer kleinen Schutzhütte und dem unten abgebildeten Aussichtspunkt bestehenden Kuckuckstein. Wie nicht anders zu erwarten, haben wir heute auch von hier aus keine richtige Sicht.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Auf dem Aussichtspunkt Kuckuckstein steht ein Bänkchen

Weiter geht es bergab. Wir überqueren eine Wegekreuzung geradeaus und passieren unmittelbar danach die Bolvershahn-Hütte.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Nach dem Kuckuckstein passieren wir die Bolvershahn-Hütte

Weiter dem Schotterweg folgend kommen wir schließlich an den Zaun des Waldfriedhofs von Rhöndorf. Am Ende führt ein Pfad zum Eingang. Hier betreten wir den Waldfriedhof.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Durch dieses Tor betreten wir den Waldfriedhof von Rhöndorf

Wir wandern weiter bergab, vorbei an der Friedhofskapelle.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Die Kapelle des Waldfriedhofs Rhöndorf

Wer möchte, der kann von hier aus auch dem Grab des ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, einen Besuch abstatten. Es ist nicht schwer zu finden. Daneben findet sich auch eine Tafel mit interessanten Hintergrundinformationen.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Das Grab der Familie Adenauer

Nach diesem andächtigen Besuch geht es weiter auf unserer Wanderung. Durch den Waldfriedhof wandern wir weiter bergab und finden ganz unten den Ausgang. Wir verlassen an dieser Stelle den Friedhof und wandern auf der Straße weiter bergab. Nach kurzer Zeit erreichen wir wieder das Haus der Schützengesellschaft St. Hubertus.

Von Rhöndorf auf den Drachenfels

Nun sind wir wieder am Haus der Schützengesellschaft St. Hubertus in Rhöndorf angekommen

Nun wandern wir die letzten Meter durch Rhöndorf zurück zu unserem Auto. Wie zu Beginn schon geschrieben, ist gerade auch der Weihnachtsmarkt am „Haus im Turm“. Der zwar ist nicht sehr groß, dafür aber umso einladender! Das ist natürlich ein schöner Abschluss für diesen Tag.

Fazit

Jede Menge Aussichtspunkt und keine Sicht, das bringt es wahrscheinlich auf den Punkt. Leider war das Wetter nicht, wie erhofft. Das kann man natürlich nicht dem Weg in Rechnung stellen.

Dank der begleitenden Worte von Peter Squentz war bereits der Beginn in Rhöndorf interessant. Der Weg war überwiegend auch sehr schön und das Milchhäuschen ist definitiv eine Einkehr wert. Vom Milchhäuschen aus wären außerdem recht einfach der Schallenberg und der Geisberg in diese Wanderung integrierbar. Das wäre heute jedoch wegen der ausbleibenden Sicht sinnlos gewesen. Es liegt also nahe, im Frühjahr bei besserer Sicht noch einmal wiederzukommen und die beiden Aussichtspunkte gleich mitzunehmen. Wir hatten trotz des Wetters einen tollen Tag! Daher volle Empfehlung für diese Wanderung.

Meine zusammenfassende Bewertung:

 

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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