Der Panoramaweg bei Lind mit Schwanerthütte (7,4km)

Der Panoramaweg bei Lind ist vermutlich längst kein Geheimtipp mehr, zumindest unter Kennern der Region. Von den Höhen, die das Ahrtal umgeben, blicken wir  bis zum Siebengebirge im Ostenund bis zur Nürburg im Süden. Seit Monaten schon nehmen wir uns vor, diesen aussichtsreichen Weg zu erwandern. Nun war es endlich so weit. Warum es sich definitiv gelohnt hat, das möchte ich Euch im Folgenden zeigen. Die knapp 7,4km könnt Ihr der beigefügten Übersichtskarte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 7397 m
Maximale Höhe: 536 m
Minimale Höhe: 422 m
Gesamtanstieg: 299 m
Gesamtabstieg: -294 m
Download file: 20171101-Panoramaweg-Lind.gpx

Karte: Eifelverein Wanderkarte Nr. 9, Ahrtal, 1:25.000

Parken

Auf dem Wanderparkplatz Hochkreuz am Ortsausgang von Lind stehen in begrenzter Anzahl kostenfreie Parkplätze zur Verfügung. Wer sicher gehen möchte, sollte also etwas früher hier sein.

Ausschilderung

Der Panoramaweg bei Lind ist hervorragend ausgeschildert. Wir folgen während des gesamten Weges dem Wanderzeichen mit der grünen Linde. Der kurze Abstecher zur Schwanerthütte ist kein Teil des Panoramaweges und daher auch nicht mit diesem Wanderzeichen versehen.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Heute folgen wir der Linde mit der Aufschrift Panoramaweg

Der Panoramaweg bei Lind

Wir beginnen unsere Wanderung am Wanderparkplatz Hochkreuz, der sich am südwestlichen Ortsausgang von Lind befindet. Gegenüber des Parkplatzes steht eine kleine Kapelle umrahmt von Bäumen. Das Bild unten entstand am Ende der Wanderung, als der Sonnenuntergang bereits eingesetzt hat.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Direkt neben dem Wanderparkplatz Hochkreuz in Lind steht diese kleine Kapelle

Schon am Wanderparkplatz stoßen wir auf das erste Wanderzeichen, die bereits beschriebene grüne Linde. Diese leitet uns dann auch recht schnell auf einen asphaltierten Weg.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Zunächst wandern wir auf einem asphaltierten Weg bergab

Es geht zunächst leicht bergab. Schon nach kurzer Zeit haben wir die erste schöne Aussicht auf das Ahrtal und umgebenden Höhenzüge.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Von hier oben bietet sich ein wunderbarer Ausblick auf die benachbarten Höhenzüge

Der Weg ist jetzt von Bäumen und Sträuchern gesäumt. Die Sonne steht jetzt schon recht tief und schickt ihre Strahlen durch die wenig belaubten Bäume.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Die Sonnenstrahlen scheinen durch die Bäume

Dann kommen wir an einen einladenden Rastplatz mit überdachter Sitzmöglichkeit. Wir sind ja gerade erst losgewandert und benötigen noch keine Pause.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Neben dem Weg befindet sich ein Rastplatz

Wer von diesem Rastplatz ein paar Schritte durch den Wald wandert, der findet auch diese etwas versteckt liegende, kleine Kapelle.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Im Wald hinter dem Rastplatz befindet sich eine kleine Kapelle

Wieder zurück auf dem eigentlichen Weg biegen wir recht schnell nach links auf einen Feldweg ab. Dort wandern wir in Richtung Ahrtal an einem Hochsitz vorbei.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Für ein kurzes Stück folgen wir einem Feldweg

Schon nach wenigen Metern endet der Feldweg wieder auf einem asphaltierten Weg. Wir biegen nach links ab und wandern nun wieder leicht bergauf zurück in Richtung Lind. Auf dem Weg erhaschen wir einen tollen Blick auf das Ahrtal.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Die Ahr schlängelt sich durch das Tal dieses Tal in Richtung Altenahr

Der Weg biegt vor Lind wieder nach rechts ab. Wir wandern nun bergab mit Blick auf die herbstlich gefärbten Wälder des Ahrtales.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Nur die Nadelbäume bewahren ihr saftiges Grün

Der Blick nach links zeigt uns, was gleich auf uns zu kommt. Es geht zunächst auf einem Feldweg bergauf. Oben angekommen folgen wir den Bäumen nach links bis nach Lind.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Durch eine Wiese wandern wir leicht bergauf

Noch bevor es bergauf geht, kommen wir an diesen beiden Rindviechern vorbei, die uns in aller Gemütsruhe mustern. Vermutlich denken die sich gerade: Schau Dir mal die vier Rindviecher auf der anderen Seite des Zauns an…

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Auf dem Weg werden wir von Kühen beobachtet

Jetzt sind wir an dem oben beschriebenen Weg angekommen. Hier steht auch eine Bank. Gut so, denn die Kinder haben Hunger. Da hungrige Kinder annähernd so umgänglich sind wie müde Kinder, legen wir hier eine Rast ein. Frisch gestärkt machen wir uns danach auf den Weg nach Lind.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Auf einem asphaltierten Weg wandern wir zurück nach Lind

In Lind angekommen, wandern wir nahe des östlichen Ortsrandes entlang durch ein Wohngebiet. Immer wieder geben die Häuser den Blick in Richtung Siebengebirge frei. Wir erkennen den Petersberg, Schloß Drachenburg und die Ruine Drachenfels, die wir auf einer vorherigen Wanderung bereits aus der Nähe kennenlernen durften. Davor befindet sich die ebenso markante wie weithin sichtbare Radarkuppel Radom in Wachtberg.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Von Lind aus blicken wir nach Osten über die Wälder bis zum zum Siebengebirge

Nach diesem grandiosen Weitblick über die bunten Wälder erreichen wir den Ortsausgang von Lind. Dort treffen wir auf eine kleine Kapelle, die dem heiligen Antonius geweiht ist.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Am Ortsausgang von Lind treffen wir auf die Antonius-Kapelle

Kurz danach biegen wir nach links auf einen Feldweg ab. Von nun an dürfen wir die Aussicht in Richtung Nordwesten genießen.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Auch in Richtung Nordwesten haben wir eine tolle Aussicht

An der nächsten Kreuzung biegen wir auf einen weiteren Feldweg nach links ab. Nach wenigen Schritten bietet sich eine Sitzgelegenheit mit tollem Ausblick.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Von einem Aussichtspunkt mit Bank blicken wir in Richtung Westen

Nach einer kurzen Pause geht es wieder ein paar Schritte bergauf. Oben angekommen treffen wir wieder auf eine Kreuzung. Dies ist der einzige Punkt, der (derzeit) nicht ausgeschildert war. Wir biegen hier nach rechts ab und wandern fast auf die Krippenkapelle zu, die auf der Anhöhe auf Besucher wartet.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Wir wandern auf die Krippenkapelle von Lind zu

Von Panoramaweg ist es nur ein Abstecher von wenigen Schritten zur Krippenkapelle. Die lohnen sich allemal. Von hier aus haben wir einen tollen Blick über Lind und die ostwärts dahinter liegenden Wälder, Täler und Höhen.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Von der Krippenkapelle bietet sich ein toller Blick über Lind

Kurze Zeit später stehen wir auf der Linder Höhe. Hier gibt es nicht nur eine bequeme Sitzgelegenheit für Wanderer, sondern auch einen fantastischen Ausblick über die Ortschaft Lind hinweg in Richtung Osten.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Panorama von der Linder Höhe mit Schattenbild des Autors

Der Ort Lind liegt nun idyllisch vor uns. In ewigen Weiten ziehen sich die herbstlichen Wälder scheinbar bis in die Rheinebene und zum Siebengebirge.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Sehr idyllisch liegt dir Ortschaft Lind vor den Wäldern des Ahrgebirges

Mit etwas mehr Brennweite sehen wir noch einmal, wie das Radom Wachtberg zwischen den Wäldern des Ahrtales und dem Siebengebirge liegt.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Die Radarkuppel Radom in Wachtberg liegt weithin sichtbar vor dem Siebengebirge

In einem anderen Bereich erkennen wir den Krausbergturm. Auch der ist von vielen Stellen schon aus weiter Ferne sichtbar. Voller Freude erinnere ich mich an eine tolle Wanderung, die wir im Frühjahr auf den Krausberg unternommen haben.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Auch der Krausbergturm ist von weitem gut zu sehen

Noch auf der Linder Höhe passieren wir den Trinkwasserhochbehälter. Dieser versorgt mit Hilfe von Windkraft und Sonnenenergie die umliegenden Ortschaften.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Auf der Linder Höhe steht der mit Hilfe von Windkraft und Sonnenenergie betriebene Trinkwasserhochbehälter

Nun verlassen wir die Linder Höhe und wandern wieder bergab. Schnell überqueren wir die Strasse, die von Lind in Richtung Westen verläuft. Unser Weg verläuft nun mit mehr oder weniger Abstand immer etwas oberhalb dieser Strasse. Vom Waldrand aus aus schauen wir über diese Strasse hinweg auf den oberen Teil des 100m großen Radioteleskops Effelsberg. Seit der Antonius-Kapelle in Lind hatten wir immer mal wieder die Chance, einen Ausschnitt davon zu erhaschen.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Hinter den Bäumen schaut das Radioteleskop Effelsberg hervor

Kurze Zeit später verlässt der Panoramaweg den Waldrand und zweigt nach links in den Wald ab. An dieser Stelle verlassen wir den eigentlichen Weg für einen Abstecher zur Schwanerthütte. Dazu folgen wir dem Weg am Waldrand entlang bis zu einem asphaltierten Weg. Dort halten wir uns nach links und stehen nach wenigen Schritten vor der Schwanerthütte.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Die Schwanerthütte mit Rutsche

Dort gibt es nicht nur eine Rutsche und jede Menge Platz für Kinder zum Toben, sondern auch eine fantastische Aussicht in Richtung Süden. Von hier aus sind unter anderem auch die Hohe Acht und die Nürburg zu sehen.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Von der Schwanerthütte schauen wir bis tief in die Eifel hinein

Deutlich näher liegt die Ruine Wensburg, deren Konturen sich auf einer Anhöhe mitten im Wald abzeichnen. Eine bei der Schwanerthütte angebrachte Tafel ist sehr hilfreich für das Auffinden der diversen Punkte.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Von der Schwanerthütte schauen wir auf die Ruine der Wensburg im Wald

Nach einer ausgedehnten Pause mit fantastischer Aussicht begeben wir uns wieder auf den Weg zurück zum Panoramaweg. Dort geht es wieder bergauf und in den Wald hinein.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Ein kleines Stück verläuft der Weg durch den herbstlichen Laubwald

Oben angekommen biegen wir nach rechts ab und folgen einem Waldweg bergab. Dieser bringt uns nach einigen Metern auf den asphaltierten Weg, der nunmehr endgültig nach Lind zurück führt.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Langsam nähern wir uns wieder Lind

Inzwischen ist die Zeit schon etwas fortgeschritten. In unserem Rücken beendet die Sonne langsam ihr Tagwerk.

Auf dem Panoramaweg bei Lind

Über der Eifel beginnt langsam die Sonne unterzugehen

Jetzt sind es nur noch wenige Schritte bis nach Lind. Wir genießen die Sonnenstrahlen, während Kinder auf der Wiese nebenan ihre Drachen steigen lassen. Hier in der Eifel, abseits des Trubels der Welt und der immerwährenden Beschleunigung, ist die Welt eben noch in Ordnung!

Fazit

Der Panoramaweg bei Lind macht seinem Namen alle Ehre. Fantastische Aussichten, insbesondere nach Osten, werden dem Wanderer geboten. Wer den kurzen, aber sehr lohnenswerten Abstecher zur Schwanerthütte unternimmt, der bekommt auch noch eine tolle Sicht in Richtung Süden. An dieser Stelle mögt Ihr Euch fragen, warum ich bei all dieser Euphorie nur vier Punkte vergebe. Nun, wir wandern mit kleinen Kindern. Aus diesem Grund sind für uns enge und abwechslungsreiche Wege gut für die Motivation. Heute sind wir große Passagen auf Asphalt gewandert. Wen dies nicht stört, für den ist dies sicherlich eine Fünf-Sterne-Wanderung. Insgesamt eine wunderschöne und sehr empfehlenswerte Tour, die auch noch sehr gut ausgeschildert ist!

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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4 Antworten

  1. Das wäre auch eine schöne Winterwanderung, merke ich mir mal vor.
    Herrliche Eindrücke präsentierst Du hier 😉

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Elke

    • Hallo Elke
      und vielen herzlichen Dank für Deinen lieben Kommentar
      Ich denke auch, dass der Panoramaweg bei klarem Winterwetter einen tolle Tour ist. Vermutlich wird es dann dort auch knackig kalt werden. Aber dagegen gibt es ja Kleidung!
      Dir auch noch einen schönen Sonntag und bis bald!
      Liebe Grüße,
      Andreas

  2. Menno, während ich hier in meiner Bude in Bitburg langsam vergammele, machst Du die schönsten Touren. Der Panoramawege bei Lind ist für mich so gespickt mit persönlichen Erinnerungen. Und zur Wendsburg will ich auch mal wieder hin. Demnächst!!!

    • Hallo Hans-Joachim,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Diese Tour liegt ja nun schon einen Monat zurück. Die letzten Wochen sind wir also auch nicht wirklich viel rausgekommen. Toll ist der Weg allemal! Die Wendsburg habe ich bislang übrigens auch noch nicht aus der Nähe gesehen. Ich drücke Dir also die Daumen, dass Du bald wieder Deine Bude in Bitburg für eine tolle Wanderung verlassen kannst 😉
      Liebe Grüße,
      Andreas

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