Workshop Landschaftsfotografie Sächsische Schweiz

Zu Anbeginn meiner fotografischen Schaffenszeit habe ich mich sehr vom GAS (Gear Acquisition Syndrome) leiten lassen. Stets dem Gedanken folgend, dass neueres, immer teureres Gerät auch zwingend dazu führen muss, dass meine Bilder besser werden, war ich immer ein Getriebener. Über die letzten Jahre hat sich mein Gemüt immer mehr beruhigt. Langsam habe ich begonnen, meine Ausrüstung an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Dazu musste so manches an Gerät ausgetauscht werden. Inzwischen wäge ich sehr genau ab, ob sich eine Neuanschaffung für mich wirklich lohnt. Stattdessen habe ich mir vorgenommen, mehr in meine fotografische Entwicklung zu investieren. Dazu werden von verschiedenen Fotografen in Deutschland mehr oder weniger erschwingliche Workshops angeboten. Mein mittelfristiges Ziel ist es, pro Jahr an zwei solcher Workshops teilzunehmen. Nun habe ich den Anfang gemacht und habe vom 13. bis 15. Oktober 2017 an dem Workshop Landschaftsfotografie in der Sächsischen Schweiz mit Stefan Imig teilgenommen. Von Stefan hatte ich zuvor mehrfach mit viel Interesse in der Zeitschrift Naturblick gelesen, in welcher er regelmäßig publiziert.

Die Vorbereitung

Schon im Januar 2017 habe ich mich bei Stefan angemeldet. Klasse war, dass ich von ihm gleich einen spitzenmäßigen Tipp für den perfekten Rucksack bekommen habe. Wie Ihr seht, konnte ich das GAS nicht in Gänze ablegen 😉 So kam es, dass ich nach nicht einmal vier Monaten Wartezeit meinen brandneuen F-Stop Tilopa mit zwei wechselbaren Internal Camera Units (ICU) in Händen hielt. Seit Mitte Juni begleitet mich dieser nun auf jeder Wanderung und ist schlichtweg sein Geld wert! Auch sonst habe ich von Stefan schon vor dem Workshop wertvolle Hinweise erhalten. Ab Anfang Oktober habe ich voller Spannung begonnen, den Wetterbericht zu verfolgen. Je näher wir dem Termin kamen, desto klarer wurde, dass das Wetter sich von seiner freundlichen Seite zeigen würde. Beste Voraussetzungen also! Die Vorfreude auf meinen ersten richtigen Workshop stieg also mit fortdauernder Zeit immer mehr an.

Die Anreise

Die Nacht vor dem Workshop war früh zu Ende. Prä-senile Bettflucht hat dazu geführt, dass ich den Tag gegen 4.45 Uhr mit einer Telemarklandung begonnen habe. Kurze Zeit später saß ich im Auto und habe mich auf den langen Weg quer durch die gesamte Republik gemacht. Als ich am frühen Nachmittag in unserer Unterkunft angekommen bin, traf ich dort schon auf Stefan und die bereits am Vortage angereisten Teilnehmer. Eine gute Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen. Nach einer kurzen Vorbereitungszeit ging es dann los.

Der Workshop

Die Sächsische Schweiz ist von Touristen und Naturfotografen gut besucht. Oft sind die wohl bekannten Aussichtspunkte eng und bieten nur für wenige Fotografen nebeneinander Platz. Daher ist es umso wichtiger, die entsprechenden Plätze zu kennen und früh vor Ort zu sein. Die Anfahrtzeit, den Aufstieg und die Vorbereitungszeit, teilweise bei Dunkelheit, sollte man großzügig mit einrechnen.

Stefan hat uns Dank seiner Erfahrung mit einem guten Näschen an fantastische Punkte geführt. Das Wetter hat tatsächlich auch mitgespielt, so dass wir viele großartige Momente erleben und festhalten konnten. Zwischen Freitag und Sonntag Nachmittag haben wir von verschiedenen Standorten zwei Sonnenaufgänge, zwei Sonnenuntergänge und die Milchstraße von unserer Unterkunft aus gesehen fotografiert. Bei der abschließenden Bildbesprechung am Sonntag hat uns Stefan seinen Workflow zur Bildbearbeitung mit Lightroom vorgestellt. Am Sonntag Nachmittag habe ich mich mit vielen Bildern im Gepäck, vielen Impressionen im Kopf und etwas Schlaf in den Augen dann wieder auf den Rückweg quer durch die Republik gemacht.

Dank Stefans hilfeichen Hinweisen konnte ich meinen Blick bezüglich Bildkomposition und Belichtung weiter schulen und konnte einige erste Schritte im Bereich HDR mit Lightroom unternehmen. Auch bezüglich der Bildbearbeitung mit Lightroom durfte ich deutlich dazu lernen. Insgesamt war das ein toller, hervorragend organisierter Workshop in angenehmer Atmosphäre, bei dem ich viel erlebt und gelernt habe. Ich werde definitiv wieder einen Workshop mit Stefan besuchen und freue mich schon jetzt darauf!

Ausgewählte Impressionen

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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2 Antworten

  1. Gerstenberger sagt:

    Hallo Andreas,
    nur kurz: faszinierend, Respekt.
    Alles Gute von G + G

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