Auf dem Rheinecker Felsenweg zur Reutersley (7,3km)

Die Verbandsgemeinde Bad Breisig bewirbt den Rheinecker Felsenweg als eine Wanderung mit alpinem Charakter und die Reutersley als einen Fels mit sagenhafter Aussicht auf das Rheintal und Burg Rheineck. Schön länger warte ich deshalb auf eine Gelegenheit, um diese Tour zu unternehmen. Heute nun soll es trotz des wechselhaften Wetters so weit sein. Eine weiter Anreise haben wir schließlich nicht. Die während der Wanderung zurückgelegten knapp 7,3km könnt Ihr der folgenden Karte entnehmen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 7314 m
Maximale Höhe: 274 m
Minimale Höhe: 89 m
Gesamtanstieg: 411 m
Gesamtabstieg: -431 m
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Karte: Eifelverein Wanderkarte Nr. 10, Brohltal, 1:25.000

Parken

Der Tourenplaner von Gastlandschaften Rheinland-Pfalz gibt als Parkmöglichkeiten den Parkplatz der Römer-Thermen und des Bahnhofs an. An den Römer-Thermen steht jedenfalls ein Schild, das die Nutzung des Parkplatzes nur den Besuchern der Thermen erlaubt. Es empfiehlt sich also etwas Zeit für die Parkplatzsuche einzuplanen.

Ausschilderung

Der Rheinecker Felsenweg ist mit der Ziffer „8“ beschildert. Wir hatten während der gesamten Strecke keine Schwierigkeiten mit der Orientierung. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Der Rheinecker Felsenweg ist mit der Ziffer 8 ausgeschildert

Von Bad Breisig nach Rheineck

Wir beginnen und beenden unsere heutige Wanderung an den Römer-Thermen in Bad-Breisig. Vom Parkplatz aus gesehen passieren wir die Thermen und gehen direkt auf die Straße zu. Hier halten wir uns nach rechts. Zwischen dem Außengelände der Thermen und den Tennisplätzen biegen wir nach rechts auf einen Wanderweg ein. Dieser bringt uns an den Waldrand.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Die Römer-Thermen in Bad Breisig sind heute unser Start- und Zielpunkt

Wir folgen nun der oben beschriebenen Beschilderung und wandern bergauf. Recht schnell kommen wir an die Mariensäule. Von hier aus bietet sich ein schöner Blick auf den Rhein und die Ausläufer von Bad Breisig.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

An der Mariensäule blicken wir auf die Ausläufer von Bad Breisig

Weiter geht es auf dem Wanderweg durch den Wald. Schließlich machen die Bäume Platz und geben den Blick frei in Richtung Rheintal.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Immer wieder bietet sich ein Blick auf den Rhein

Inzwischen ist unser Weg zu einem schmalen Wiesenpfad geworden. So geht es immer weiter Richtung Rheineck durch das abschüssige Gelände.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Auf einem schönen Wiesenpfad wandern wir in Richtung Rheineck

Schließlich werden durch die Bäume die ersten Dächer der Ortschaft Rheineck sichtbar. Auf der Wiese blühen schon die Herbstzeitlosen.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Auf dieser Wiese kurz vor Rheineck blühen die Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale)

Ein kurzer Abstieg bringt uns an den Dorfplatz von Rheineck. Wir müssen geradeaus die Straße und den Vinxtbach überqueren.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Am Dorfplatz in Rheineck überqueren wir den Vinxtbach

Auf der anderen Straßenseite geht es weiter in Richtung Campingplatz.

Aufstieg

Wir folgen dem Verlauf der asphaltierten Straße und kommen so automatisch zum Campinglatz Camping Rheineck. Wer möchte, der kann hier auch einkehren. Einige warme Speisen werden angeboten. Jahrezeitbedingt empfiehlt sich dann aber vorher eine telefonische Anfrage bezüglich der Öffnungszeiten.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Von Rheineck wandern wir ein kurzes Stück auf dem asphaltierten Zuweg zum Campingplatz

Direkt am Eingang zum Campingplatz verlassen wir die Straße und folgen dem Wanderweg, der nun scharf nach links abzweigt. Es folgt nun ein anstrengender Aufstieg durch den Wald. Es geht steil, damit aber auch schnell bergauf.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Jetzt geht es recht stramm den Berg hinauf

Oben treffen wir auf einen gepflasterten Weg, den Burgweg. Dieser Weg führt zur Burg Rheineck, die aber in Privatbesitz ist und nicht besichtigt werden kann.

Nur wenige Schritte bergauf entlang des Burgwegs steht ein Obelisk. Hier beginnt der Rundweg über die Reutersley.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Oben angekommen treffen wir auf den Burgweg und diesen Obelisken

Rundweg über die Reutersley

Am Obelisken verlassen wir den Burgweg und biegen nach rechts auf einen Waldweg ein. Wenige Schritte später verzweigt sich der Weg. Welchen Weg wir wählen ist grundsätzlich egal. Wir sind hungrig und möchten unsere Mittagspause auf der Reutersley verbringen. Daher biegen wir nach links ab. Dazu gilt es nur noch wenige Höhenmeter auf dem inzwischen felsigen Untergrund zu überwinden. Dabei ist die Hangseite mit einem Seil gesichert.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Die letzten Meter zur Reutersley macht der Felsenweg seinem Namen alle Ehre

Nach ein paar Schritten sind wir auf der Reutersley angekommen. Oben ist ein kleines Aussichtsplateau mit einer Bank. Der perfekte Ort für unsere Mittagsrast mit fantastischer Aussicht.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Die Reutersley bietet sich für eine Mittagsrast mit Panoramagarantie förmlich an

In Richtung Norden erblicken wir die bereits angesprochene Burg Rheineck. Auf der anderen Rheinseite befindet sich Bad Hönningen. Im Wald oberhalb von Bad Hönningen ist das Schloss Arenfels zu erkennen.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

In Richtung Norden sehen wir von der Reutersley die Burg Rheineck und Bad Hönningen auf der anderen Rheinseite

In Richtung Süden blicken wir auf die Ortschaft Brohl-Lützung und das untere Mittelrheintal.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

In Richtung Süden blicken wir von der Reutersley auf Brohl-Lützing

Nach einer ausgiebigen Pause mit reichlich optischen und kulinarischen Genüssen machen wir uns wieder auf den Weg. Der Himmel im Norden ist deutlich dunkler geworden. Kurz nach der Reutersley haben wir plötzlich einen weiteren wunderschönen Blick auf Burg Rheineck. Während sich die Burg noch der letzten Sonnenstrahlen erfreut, hat es über Bad Breisig schon zu regnen begonnen.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Dunkle Wolken sind über Bad Breisig und Burg Rheineck aufgezogen

Wir wandern auf dem Pfad weiter durch den Wald. In diesem Bereich haben vor langer Zeit die Kelten wohl eine Fliehburg betrieben. Wir haben davon jedenfalls nichts wahrgenommen. Wir kommen nun an den Wendepunkt unseres Rundweges. Hier gilt es genau auf die Ausschilderung zu achten, denn die Stelle ist nicht wirklich markant.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

An dieser nicht gerade markanten Srelle haben wir den Wendepunkt erreicht

Etwas später ist unser Weg ein ganzes Stück lang aufgeworfen. Es sieht fast so aus, wie wenn Wildschweine hier ausgiebig nach Nahrung gesucht hätten.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Entlang eines längeren Stückes ist der Weg ordentlich aufgewühlt

Kurze Zeit später geht es wieder bergab. Der Waldboden weicht Felsgestein, das gerade bei Nässe recht rutschig werden kann.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Nun geht es auf steinig-glattem Untergrund wieder bergab

Von hier bietet sich noch ein letzter Blick auf Burg Rheineck. Die dunklen Wolken sind uns schon deutlich näher gekommen.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

EIn letzter Blick auf die Regenwolken über Burg Rheineck

Weiter geht es bergab. Kurze Zeit später kommen wir aber schon wieder zum Obelisken und dem Burgweg zurück.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Zurück am Obelisken folgen wir nun dem Burgweg bergab

Abstieg und Rückweg

Am Obelisken folgen wir dieses mal dem Burgweg bergab in Richtung Rheineck. Mittendrin öffnet der Himmel plötzich seine Schleusen. Wir werfen den Nässeschutz über und ich verstaue die Kamera im Rucksack. Als wir in Rheineck ankommen hält der Regen noch immer an, im Norden wird der Himmel aber schon wieder etwas blau. Es geht nun zunächst am Vinxtbach entlang unter zwei Brücken durch.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

An den Brücken in Rheineck finden wir kurz Schutz vor dem Platzregen

Nach den Brücken überqueren wir den Vinxtbach und kommen an die Anlegestelle der Fähre. Der Regen hat wieder aufgehört und der blaue Himmel zeigt sich wieder.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Als wir die Fähre passieren überwiegen schon wieder die Blauanteile am Himmel

Wir wandern nun die Uferpromenade am Rhein entlang. Eine schöne Möglichkeit um den Verkehr auf dem Fluss zu beobachten. Auf der anderen Uferseite thront Schloss Arenfels über den Dächern von Bad Hönningen.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Auf der anderen Rheinseite thront Schloss Arenfels über den Dächern von Bad Hönningen

Als wir uns dem Kurpark von Bad Breisig nähern staunen wir nicht schlecht. Ohne es zu wissen sind wir, durchnässt und in Wanderklamotten, in den Zwiebelmarkt geraten. Nach all der Abgeschiedenheit von eben sind wir nun mittendrin im Getümmel. Es fällt schwer die Wanderzeichen zu finden, da überall Stände aufgebaut sind. Aber das ist eine gute Möglichkeit, um sich eine Waffel zu gönnen.

Auf dem Rheinecker Felsenweg

Im Kurpark von Bad Breisig kann man mit Blick auf den Rhein Seele und Füsse baumeln lassen

Vom Kurpark müssen wir nur noch unter der Bahnlinie durch und laufen dann schon direkt auf die Römer-Thermen zu, die sich auf der anderen Straßenseite befinden.

Fazit

Dem Eingangsstatement kann ich eingeschränkt folgen. Die Aussicht von der Reutersley ist wirklich toll. Auch sonst boten sich während des heutigen Tages ein paar wunderschöne Ausblicke. Die Einschätzung des alpinen Charakters vermag ich allerdings nicht ganz zu teilen. Dafür habe ich die Alpen einfach zu oft unmittelbar erlebt. Ungeachtet dessen wanderten wir mit wenigen Ausnahmen auf sehr schönen Wegen. Mir hat der Rheinecker Felsenweg und insbesondere die Reutersley sehr gut gefallen. Empfehlenswerte kurze Wanderung!

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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