Über die Waberner Heide zum Falkleyblick (7,3km)

Schon seit geraumer Zeit habe ich mir vorgenommen, diese Wanderung südlich von Volkesfeld mit meiner Familie zu unternehmen. Einige Aussichtspunkte und ein Stück des Weges durch ein Heidegebiet klangen sehr verlockend. Leider hat sich in diesem Fall so manche Erwartung als Wunschdenken erwiesen. Wir haben heute 7,3km zurückgelegt, die Ihr der folgenden Karte entnehmen könnt.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 7279 m
Maximale Höhe: 574 m
Minimale Höhe: 424 m
Gesamtanstieg: 476 m
Gesamtabstieg: -457 m
Herunterladen

Karte: Eifelverein Wanderkarte Nr. 10, Brohltal, 1:25.000

Beschilderung

Der heutige Weg ist in den Eifelvereinskarten Nr. 10 (Brohltal) sowie Nr. 32 (Osteifel) als Wb2 eingezeichnet. Leider hat sich eine diesbezügliche Beschilderung im Gelände nicht gefunden. Lediglich zu Anfang konnten wir den Wegweisern Zuweg zum Traumpfad „Heidehimmel“ folgen. Danach war reine Kartenorientierung angesagt.

Von Wabern zum Falkleyblick

Wir wandern zunächst auf dem Zuweg zum Traumpfad „Heidehimmel“

Parken

Der kleine, kostenfreie Parkplatz westlich von Wabern ist gut zu finden. Dort treffen wir schon auf die erste Motivation des Tages.

Von Wabern zum Falkleyblick

Los gehts am Parkplatz mit der richtigen Motivation

Vom Parkplatz nach Volkesfeld

Zu Beginn geht es auf einem Feldweg am Waldrand entlang bergauf. Recht schnell bietet sich ein schöner Blick auf Wabern. Die Anhöhe im Hintergrund wird auch hier von Windrädern dominiert.

Von Wabern zum Falkleyblick

Auf diesem Feldweg geht es von Wabern zunächst bergauf

Oben angekommen geht es nun mehr oder weniger eben weiter. Nun wird auch der Blick auf die Ortschaft Weibern frei.

Von Wabern zum Falkleyblick

Ausblick auf Weibern und Wabern. Panorama aus zehn Aufnahmen zusammengesetzt

Auf dem gemütlichen Wiesenpfad wandern wir nun bis zu den Ausläufern von Volkesfeld.

Von Wabern zum Falkleyblick

Auf einem schönen Fedlweg wandern wir in Richtung Volkesfeld

Ein paar Meter später stoßen wir auf ein Bänkchen. Von hier haben wir ganz Volkesfeld im Blick.

Von Wabern zum Falkleyblick

Von unserem Weg bietet sich eine schöne Sicht auf Volkesfeld

Durch den Wald zum Falkleyblick

Kurze Zeit später betreten wir den Wald. Es geht nun in einem Schwenker bergab. Unten angekommen verlassen wir den Traumpfad, dem wir zwischenzeitlich gefolgt sind und der jetzt nach links in Richtung Sauerbrunnen abzweigt.

Von Wabern zum Falkleyblick

Weiter geht es nun bergab auf einem Schotterweg durch den Wald

Kurze Zeit später stoßen wir wieder auf eine Bank, von der aus sich ein schöner Blick auf die blühenden Sträucher bietet.

Von Wabern zum Falkleyblick

Hier bietet sich Gelegenheit für die Mittagspause mit Blick auf die blühenden Sträucher

Der Weg geht nun wieder bergauf, wird breiter und steiniger. Dem Waldboden haben die trockenen Monate zuvor zugesetzt, alles wirkt ziemlich ausgetrocknet.

Von Wabern zum Falkleyblick

Der Weg wird indes breiter und schotteriger

Gemäß Karte passieren wir nun bald den ersten Aussichtspunkt. Im Gelände ist davon allerdings nicht viel zu sehen. An der nun folgenden Kreuzung nehmen wir den mittleren Weg. Es geht nun wieder leicht bergauf. Nach einigen Metern ist uns der Weg plötzlich durch einen ganzen Haufen Holz verbaut. Für die Kinder ist das natürlich eine spitzenmäßige Abwechslung. Wir krabbeln also halb durch den Haufen durch, halb umgehen wir ihn.

Von Wabern zum Falkleyblick

Diese Stelle zu überwinden war gar nicht mal so einfach

Auf der anderen Seite angekommen schnaufen wir einmal tief durch und machen uns frohen Mutes wieder auf den Weg. Schließlich laufen wir gemäß Karte schnurstracks auf einen weiteren Aussichtspunkt zu. Nicht schlecht staunen wir aber, als diese Straße urplötzlich im Nichts endet. Weder Aussichtspunkt noch Weg waren auf den ersten Blick zu erkennen! Da umkehren grundsätzlich die schlechteste aller Möglichkeiten ist, erkunde ich zunächst etwas ausgiebiger die Gegend. Tatsächlich finde ich etwas, das mit viel Fantasie als Weg ausgelegt werden könnte. Also, die Kinder an die Hand der Erwachsenen und ab geht es, den steilen Trampelpfad nach oben, vorbei an Hasenkötteln. Tatsächlich gelangen wir so nach kurzer Zeit auf einen breiteren Weg. Der hinterläßt den Eindruck eines aus der Nutzung genommenen Wanderweges. Nach einem steilen Anstieg kommen wir schnaufend am Aussichtspunkt Falkleyblick an. Das ist natürlich der richtige Moment für eine kleine Verschnaufpause.

Von Wabern zum Falkleyblick

Der Blick vom Aussichtspunkt Falkleyblick

Über die Waberner Heide zum Parkplatz

Vom Falkleyblick wandern wir nur noch ein kurzes Stück durch den Wald. Weiter geht es dann über einen Wiesenweg in Richtung Waberner Heide.

Von Wabern zum Falkleyblick

Weiter geht es zunächst auf diesem Wiesenweg

Nicht einmal einen Kilometer später stehen wir auf dem Aussichtspunkt inmitten der Waberner Heide. Von hier bietet sich wieder ein schöner Blick auf die Umgebung.

Von Wabern zum Falkleyblick

Vom Aussichtspunkt auf der Waberner Heide bietet sich ein tolles Panorama

Hier gibt es auch eine kleine Hütte und eine Liege. Ein weiterer schöner Ort zum Entspannen und Genießen.

Von Wabern zum Falkleyblick

Von hier oben läßt sich auch liegend die Aussicht genießen

Etwas weiter bergab stoßen wir wieder auf den Zuweg vom Anfang. Jetzt geht es denselben Weg zurück zum Parkplatz.

Impressionen vom Wegesrand

Am meisten hat mich heute sicherlich die Käferwelt begeistert. Insbesondere der Feld-Sandlaufkäfer ist ein wunderschönes Tierchen. Leider ist es so schnell wie es schön ist. Gerne hätte ich mir für das Shooting mehr Zeit genommen. Aber zuviel Stress möchte ich in der Fauna auch nicht hinterlassen.

Exkurs zum Thema Wanderkarten

Am heutigen Tage habe ich oft an meinen Orientierungsfähigkeiten gezweifelt. Zuhause angekommen wurde deshalb sofort der GPS-Track ausgewertet. Nicht schlecht staunen musste ich ob der Feststellung, dass wir richtig gelaufen waren. Wie kann es also zu dem Debakel mit den Wegen kommen?

Im Studium habe ich einst gelernt, dass alle Karten im Rhythmus von fünf Jahren durch die Vermessungsämter neu aufgelegt werden. Das hat seinen tieferen Sinn  darin, dass sich insbesondere kleinere Wege ab und zu verändern. Anlass also, auf das Ausgabedatum meiner (noch nicht einmal vor einem Jahr erworbenen) Wanderkarten zu schauen. Wie Eingangs beschrieben handelt es sich dabei um die Eifelvereinskarten Brohltal (2011) und (die bei der Wanderung genutzte) Osteifel (2008). Im nachträglichen Vergleich des hier beschriebenen Weges in beiden Karten haben sich tatsächlich signifikante Unterschiede ergeben. So ist in der neueren Karte der Traumpfad „Heidehimmel“ eingezeichnet und statt vier Aussichtspunkten gibt es nur drei.

Wer sich öfters anhand von Wanderkarten orientiert, sollte sich also der Aktualität des genutzten Kartenmaterials bewusst sein.

Fazit

Schon bei früheren Wanderungen habe ich festgestellt, dass die Betreuung des Wegenetzes durch die Ortsgruppen des Eifelvereins recht unterschiedlich ausfällt. Heute hatte ich aber erstmalig den Eindruck, dass wir uns auf einem aus der Nutzung genommenen Weg befinden. Der Verdacht liegt nahe, dass der „Wb2“ durch den Traumpfad „Heidehimmel“ ersetzt wurde. Aus diesem Grund möchte ich dem interessierten Wanderer gleich zum nur 2km längeren Traumpfad raten. Eigentlich gab es heute auch wirklich sehr schöne Passagen. Unter den genannten Gesichtspunkten kann ich aber leider nur einen Stern vergeben.

Meine zusammenfassende Bewertung:

 

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.