Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd (8,9km)

Unsere heutige Wanderung verläuft komplett auf dem Neckarsteig. Die Strecke von Neckarsteinach nach Neckargemünd ist knapp 9km lang. Wer die Kondition hat, der kann natürlich auch die circa 23km zwischen Neckarsteinach und Heidelberg an einem Tag zurücklegen. Mit unseren Kindern beschränken wir uns heute aber nur auf diesen Teilabschnitt der ersten Tagesetappe. Da es sich nicht um einen Rundweg handelt, befinden sich Start- und Zielpunkt an den jeweiligen S-Bahnhöfen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 8840 m
Maximale Höhe: 375 m
Minimale Höhe: 162 m
Gesamtanstieg: 635 m
Gesamtabstieg: -651 m
Download file: 20170428-Neckarsteinach.gpx

Beschilderung

Da wir den gesamten Tag auf dem Neckarsteig wandern, folgen wir ausschließlich dem entsprechenden Wanderzeichen.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Den gesamten Tag folgen wir dem Wanderzeichen des Neckarsteiges

Parken

Am S-Bahnhof in Neckarsteinach stehen in begrenztem Umfang Parkplätze zur Verfügung. Wer das Risiko nicht eingehen möchte, der sollte von einem anderen Parkplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.

Von Neckarsteinach nach Dilsberg

Wie bereits beschrieben wandern wir heute einen Teilabschnitt der ersten Tagesetappe des Neckarsteiges. Die komplette erste Tagesetappe verläuft vom Heidelberger Schloß bis Neckarsteinach. Wir gehen damit heute also auch entgegen der eigentlichen Richtung.

Vom S-Bahnhof Neckarsteinach geht es zunächst ein paar Meter an der Bundesstraße entlang, bevor wir über eine Treppe auf die parallel verlaufende Straße gelangen. So gelangen wir recht schnell zu der Schleusenanlage, die uns trockenen Fusses über den Neckar bringen soll.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Zunächst müssen wir an diesem Schleusenwerk den Neckar überqueren

Auf dem Weg über die Schleuse ergibt sich noch einmal ein schöner Blick auf Neckarsteinach, bevor wir danach in den Wald eintauchen.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Von der Schleuse schauen wir den Neckar entlang in Richtung Neckersteinach

Im Wald angekommen geht es auf einem schönen Pfad bergauf.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Auf diesem Weg geht es bergauf nach Dilsberg

Recht schnell gewinnen wir an Höhe und kommen so der ehemaligen Bergfeste Dilsberg entgegen. Nach einem anstrengenden Beginn stehen wir nun an der Friedenslinde  vor den Toren von Dilsberg.

In und um Dilsberg herum

Da die Zeit schon etwas fortgeschritten ist, nehmen wir auf der Bank unter der Friedenslinde nach dieser Anstrengung das Mittagessen zu uns.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Unter der Friedenslinde vor den Toren Dilsbergs nehmen wir unser Mittagessen zu uns

Von hier oben blicken wir nun in Richtung Neckarsteinach nach unten ins Neckartal.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Von Dilsberg aus blicken wir zurück ins Neckartal nach Neckarsteinach

Nun ist es aber an der Zeit, die ehemalige Bergfeste Dilsberg zu besuchen. Dazu folgen wir weiter der Ausschilderung und steigen kurz vor dem Kommandantanhaus die Stufen hinauf.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Das ehemalige Kommandantenhaus von Dilsberg

Nicht nur das ehemalige Kommandantenhaus von Dilsberg ist schön anzuschauen, auch ein Blick der Stadtmauer entlang lohnt sich.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Blick über die Stadtmauer von Dilsberg

Eine letzte Impression zeigt den Bergfried. Wer die Zeit mitbringt, der kann das hier Gezeigte sicherlich ausführlicher unter die Lupe nehmen. Da wir aber heute noch einiges vorhaben, machen wir uns wieder auf den Weg.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Der Bergfried von Dilsberg

Wir folgen also weiter der Ausschilderung des Neckarsteiges. Nach einigen Metern kommt es zur Verwirrung. Plötzlich ist der Neckarsteig etwas mehrdeutig nach rechts ausgeschildert. Wir folgen dieser Ausschilderung und kommen dann irgendwie nicht mehr weiter. Später stellt sich heraus, dass man hier wohl auch irgendwie auf den Weg in Richtung Neckarsteinach zurückkommt. Diese Irrungen und Befragungen gleichsam harmloser wie ahnungsloser Passanten hat uns eine gute Stunde gekostet. Das geht hauptsächlich zu Lasten der Kinder. Wir gehen also wieder zurück zu der vorher beschriebenen Abzweigung und folgen hier wieder dem eigentlichen Weg. Nach einigen Metern stoßen wir dann auch wieder auf die Ausschilderung.

Eigentlich sind wir an dieser Stelle aus zweierlei Gründen etwas enttäuscht. Erstens aufgrund der verwirrenden Ausschilderung und zweitens, dass der Neckarsteig, von Neckarsteinach kommend, nicht durch die Bergfeste Dilsberg geführt wird. Gerne hätten wir hier einen sicherlich grandiosen Ausblick auf das Neckartal mitgenommen.

Von Dilsberg nach Neckargemünd

Es geht nun zunächst durch die Ortschaft Dilsberg und an einer Weide vorbei, bevor es wieder in den Wald geht. Dort angekommen geht es eine ganze Weile auf einem recht unspektakulären Weg entlang, tendentiell eher etwas bergab. Nach einer Abzweigung gelangen wir auf einer Brücke über den Herrbach.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Über diese Brücke verläuft unser Weg

Anschließend steigt der geschotterte Weg wieder an. Von hier aus erblicken wir in der Ferne wieder die Bergfeste Dilsberg.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Zwischendurch machen die Bäume die Sicht auf Dilsberg frei

Der Weg wird nun wieder etwas enger und attraktiver. Es geht nun schon eine ganze Weile bergauf. An einer Wegkreuzung stehen wir plötzlich vor dem Tilly-Stein. Dieser erinnert an ein Ereignis aus dem 30-jährigen Krieg (1618-1648).

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Der Tilly-Stein erinnert an den 30-jährigen Krieg

Der Weg geht noch immer bergauf. Aber bald sind wir oben angekommen und erhaschen von hier durch die Bäume noch einmal einen Blick auf die Ausläufer von Neckarsteinach.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Zwei der vier Burgen von Neckarsteinach sehen wir von hier aus

Nun laufen wir auf einem breiteren Waldweg, bevor es auf Serpentinen wieder den Berg hinunter geht.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Auf diesem Weg geht es zunächst leicht bergab

Inmitten dieser Serpentinen befindet sich die Heidelbeer-Bank. Diese Bank macht ihrem Namen alle Ehre.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Die Heidelbeer-Bank macht ihrem Namen alle Ehre

Etwas weiter den Serpentinen folgend stoßen wir auf die Bockfelsenhütte. Dabei handelt es sich um einen Aussichtspunkt mit Schutzhütte.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Die Bockfelsenhütte lädt zum Verweilen ein

Von hier aus bietet sich ein toller Blick auf Neckargemünd und das umliegende Neckartal.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Der Ausblick von der Bockfelsenhütte auf den Neckar und Neckargemünd

Etwas später kündigen Steintreppen die nahenden Ausläufer von Neckargemünd an. Die Wanderzeichen bringen uns direkt bis zum S-Bahnhof. Wie Ihr auf dem Bild unten erkennen könnt, werden die mit ÖPNV anreisenden Wanderer direkt vom Neckarsteig begrüßt.

Auf dem Neckarsteig von Neckarsteinach nach Neckargemünd

Am Bahnhof werden Bahnreisende vom Wegweiser des Neckarsteigs begrüßt

Nach etwas Wartezeit fahren wir mit der S-Bahn schließlich zurück. Die nächste Haltestelle ist bereits Neckarsteinach.

Impressionen vom Wegesrand

Insbesondere auf Löwenzahn habe ich heute einige Gliederfüßer abgelichtet. Besonders habe ich mich dabei über die Glänzenden Blütenprachtkäfer (Anthaxia nitidula) gefreut. Erstmals ist es mir gelungen, beide Geschlechter der nur wenige mm großen Käferchen abzulichten.

Ebenso möchte ich an dieser Stelle auf den Geotropismus eingehen. Diese Reaktion zeigen manche Baumpilze. Unten ist ein umgefallener Baumstamm abgelichtet, auf dem ein Fichtenporling (Formitopsis pinicola) wächst. Der Pilz hat nach dem Umfallen des Baumes die Wuchsrichtung seines Fruchtkörpers so angepasst, dass seine Unterseite weiterhin in Richtung Erdboden zeigt. So können die Sporen des Pilzes auch weiterhin ungehindert nach unten fallen.

Fazit

Leider ist heute, wie beschrieben, im Bereich Dilsberg mit der Ausschilderung nicht alles glatt gelaufen. Darüber hinaus waren größere Teile des heutigen Weges nicht ganz so spannend. Mir ist schon bewußt, dass ein Weg mit der Länge des Neckarsteiges nicht immer und überall über eindrucksvolle Passagen verlaufen kann. Aber die letzten beiden Wanderungen am und um den Neckarsteig haben eben mehr bleibende Eindrücke hinterlassen. Dennoch hatten wir heute einen schönen Tag.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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