Traufgang Zollernburg-Panorama (16,5km)

Der Traufgang Zollernburg-Panorama, welchen ich Euch heute empfehlen möchte, ist längst kein Geheimtipp mehr. Schließlich erfolgte 2011 die Auszeichnung dieses Premiumwanderweges zum zweitschönsten Wanderweg Deutschlands. Um endlich auch in den Genuß des sagenhaften Panoramas zu kommen, haben wir den weiteren Anreiseweg gerne in Kauf genommen. Zur genaueren Beschreibung dieser und weiterer Touren wird hier das Prospekt Traufgänge von der Stadtverwaltung Albstadt zum Download angeboten. Unsere gesamte Wanderung war knappe 16,5km lang, die Ihr anhand der folgenden Karte nachvollziehen könnt.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 16527 m
Maximale Höhe: 988 m
Minimale Höhe: 843 m
Gesamtanstieg: 889 m
Gesamtabstieg: -882 m
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Vom Parkplatz Stich zum Zeller Horn

Wir beginnen die Tour wie im Prospekt beschrieben und parken auf dem Parkplatz Stich. Bevor wir nach 200m auf den eigentlichen Rundweg kommen, passieren wir schon die erste Schafweide.

Direkt neben dem Wanderparkplatz Stich weiden Schafe

Direkt neben dem Wanderparkplatz Stich weiden Schafe

Wer den Wanderweg im Uhrzeigersinn geht, muss nun zunächst einmal ein paar Höhenmeter aufsteigen. Oben angekommen bemerkt der Wanderer recht schnell, warum es sich hier um einen sogenanntenTraufgang handelt. Über weiter Strecken wandern wir nun direkt am Albtrauf entlang.

Der Weg führt über weite Strecken am Albtrauf entlang

Der Weg führt über weite Strecken direkt am Albtrauf entlang

Am Aussichtspunkt Heiligenkopf, der derzeit etwas zugewachsen erscheint, dreht der Weg in nordwestliche Richtung. Nach wenigen Metern stehen wir auf dem Blasenberg und genießen den ersten Panorama-Weitblick.

Blick vom Aussichtspunkt Blasenberg in Richtung Thanheim und Bisingen. Panorama zusammengesetzt aus 12 Bildern

Blick vom Aussichtspunkt Blasenberg in Richtung Thanheim und Bisingen

Kurz nach Überschreiten des Blasenbergs öffnet sich ab und an mit dem Wald auch der Blick auf die Burg Hohenzollern. Das Hauptmotiv der heutigen Wanderung soll den kommenden Abschnitt nun eindeutig dominieren.

Zwischendurch offenbart sich der Blick auf die Burg Hohenzollern

Zwischendurch offenbart sich der Blick auf die Burg Hohenzollern

Was wir unserem Weg jetzt schon attestieren können ist die grandiose Bestückung mit Sitzgelegenheiten. Nahezu immer wenn sich eine schöne Aussicht ergibt, findet sich auch eine Bank. Gerade zu Beginn der Wanderung ist dies fast alle 500m der Fall.

Von dieser Bank bietet sich ein toller Blick in Richtung Burg Hohenzollern

Von dieser Bank bietet sich ein toller Blick in Richtung Burg Hohenzollern

Für einen Moment verlassen wir nun den Albtrauf. Wer eine Einkehrmöglichkeit sucht, der findet diese im Zollersteighof. Dieser erscheint gerade inmitten saftig grüner Wiesen vor uns.

Aus dem Wald heraustretend steht der Wanderer vor dem Zollsteighof, einer Einkehrmöglichkeit

Aus dem Wald heraustretend steht der Wanderer vor der Einkehrmöglichkeit Zollersteighof

Wir heben aber unser Vesper auf für den wohl imposantesten Aussichtspunkt, den wir heute im Programm haben. Es ist jetzt nicht mehr weit und wir stehen unterhalb des Zeller Horns mit freiem Blick auf die Burg Hohenzollern.

Blick vom Aufstieg zum Zeller Horn auf die Burg Hohenzollern

Blick vom Aufstieg zum Zeller Horn auf die Burg Hohenzollern

Nun geht es nur noch wenige Meter bergauf und wir befinden uns auf dem Aussichtspunkt Zeller Horn. Bei diesem Blick schmecken unsere belegten Brote gleich doppelt so gut. Gleich mehrere Bänke laden wieder zum Verweilen ein.

Die Aussicht vom Zeller Horn. Panorama zusammengesetzt aus 11 Bildern

Die Aussicht vom Zeller Horn

Nur ungern machen wir uns nach einer ausgiebigen Rast wieder auf den Weg.

Vom Zeller Horn zum Kohlwinkelfelsen

Auch diese Passage verläuft mit großen Anteilen am Albtrauf entlang. Wie Ihr Euch sicher schon denken könnt, ist es nicht weit bis zum nächsten Aussichtspunkt mit Bank.

Der Aussichtspunkt Schöllerandelbühl bietet wiederum eine Bank mit einem tollen Panorama. Panorama zusammengesetzt aus 5 Bildern

Der Aussichtspunkt Schöllerandelbühl bietet wiederum eine Bank mit einem tollen Panorama

Obwohl wir die Burg Hohenzollern aufgrund des Geländeprofils eigentlich schon aus den Augen verloren hatten, bietet sich doch noch ein letzter Blick.

Blick über Felsen am Albtrauf zurück zur Burg Hohenzollern

Blick über Felsen am Albtrauf zurück zur Burg Hohenzollern

Wir steuern nun immer am Albtrauf entlang den nächsten Aussichtspunkt, den Hängenden Stein, an. Auch hier gibt es natürlich wieder Sitzgelegenheiten für Genießer. Die etwas Mutigeren können sich weiter nach vorne wagen und die Felsformation etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Der Aussichtspunkt Hängender Stein

Der Aussichtspunkt Hängender Stein

Wir nehmen nun die letzten Meter dieses Abschnittes in Angriff und steueren den Kohlwinkelfelsen an. Dies ist der letzte Aussichtspunkt des heutigen Tages, wieder mit einem fantastischen Ausblick.

Der Blick vom Aussichtspunkt Kohlwinkelfelsen. Panorama zusammengesetzt aus 17 Bildern

Der Blick vom Aussichtspunkt Kohlwinkelfelsen

Vom Kohlwinkelfelsen zum Parkplatz Stich

Der folgende Abschnitt des Weges wendet sich vom Albtrauf ab und der Albhochfläche zu. Es geht nun mehr an Feldern und Wiesen vorbei als durch den Wald.

Wir haben den Albtrauf verlassen und stoßen auf die typischen Bewohner der Wiesen der Schwäbischen Alb

Weg vom Albtrauf treffen wir die typischen Bewohner der Wiesen der Schwäbischen Alb

Der Wanderweg bietet nun nicht mehr die spektakulären Aussichten, hat dafür aber andere Reize. Wer lediglich die ersten beiden Abschnitte wandern möchte, kann dies unter anderem mit zwei Autos lösen. Eine Möglichkeit dazu ist, das zweite Kfz am Parkplatz Stocken abzustellen.

Das ist der Weg vom Parkplatz Stocken in Richtung Raichberg

Das ist der Weg vom Parkplatz Stocken in Richtung Raichberg

Wir umrunden nun eigentlich schon seit dem Zollersteighof den Raichberg. Dieser ist seither fast ständig durch den Funkmasten und gelegentlich durch das Nägelehaus und den Raichbergturm zu sehen. Jetzt steuern wir den Raichberg direkt an. Wer einkehren möchte, dem bietet sich hier die nächste Möglichkeit.

Das Nägelehaus samt Funkmast sind während der Wanderung oft gut sichtbar.

Das Nägelehaus samt Funkmast sind während der Wanderung oft gut sichtbar

Bevor wir das Nägelehaus aber erreichen treffen wir zunächst auf das Modell eines historischen Kohlemeilers samt Informationstafel. Augenscheinlich handelt es sich dabei um ein für die Region einst typisches Konstrukt zur Herstellung von Holzkohle.

Kurz vor dem Nägelehaus stoßen wir auf ein Modell eines für die Region typischen Kohlenmeilers

Beim Nägelehaus stoßen wir auf ein Modell eines für die Region typischen Kohlenmeilers

Am Raichberg haben wir den höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung erreicht. Es geht von nun an also fast nur noch bergab. Wir passieren den Weiler Dagersbrunnen und kommen so ins Ruchtal.

Das Ruchtal ist gelb vor lauter blühendem Löwenzahn

Das Ruchtal ist gelb vor lauter blühendem Löwenzahn

Nach dem Ruchtal nähert sich unser Weg langsam dem Ende zu. Es geht nur noch durch einen kleinen Abschnitt Wacholderheide, bevor wir wieder am Parkplatz Stich vor unserem Auto stehen.

Nach dem Ruchtal führt unser Weg noch einige Meter durch eine Wacholderheide

Nach dem Ruchtal führt unser Weg noch einige Meter durch eine Wacholderheide

Fazit

Dieser Weg ist eine absolute Empfehlung. Die Ausblicke, insbesondere vom Zeller Horn, die Vielfalt der Schwäbischen Alb, die Ausschilderung des Weges, die Anzahl der Bänke, alles war einfach fantastisch. Es war zwar eine etwas längere Anreise für uns, die hat sich aber voll gelohnt!

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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