Buchenberg-Rundweg über Steigle und Bachweg (5,4km)

Gleich auf mehrfache Empfehlung hin haben wir uns dazu entschieden diesen Rundweg am Buchenberg zu unternehmen. Ich nehme wohl nicht zuviel vorweg, wenn ich schon an dieser Stelle zum Ausdruck bringe, dass es sich sehr gelohnt hat. Auch der Wettergott war uns, nach einigen intensiven Regentagen zuvor, heute hold. Den Weg könnt Ihr anhand der folgenden Karte nachvollziehen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 5392 m
Maximale Höhe: 1194 m
Minimale Höhe: 844 m
Gesamtanstieg: 491 m
Gesamtabstieg: -506 m
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Über das „Steigle“ zum Fünf-Seen-Blick

Parkplätze stehen an der Talstation der Buchenbergbahn zur Verfügung. Gleich hier kann sich jeder überlegen, ob der Aufstieg via Sessellift oder per pedes bewältigt wird. Hat man sich für die schweißtreibende Variante entschieden, so stehen auch hier verschiedene Aufstiegsvarianten zur Verfügung. Alle beginnen sie aber an der Talstation der Buchenbergbahn und sind auch ab hier ausgeschildert.

Unser Weg startet an der Talstation des Sesselliftes

Unser Weg startet an der Talstation der Buchenbergbahn

Eigentlich wird in unserer Broschüre das Begehen des „Steigle“ bei Nässe nicht empfohlen.  Da es die letzten Tage ordentlich geregnet hat, planen wir daher zunächst den einfachen Forstweg zu gehen und folgen ergo dieser Ausschilderung. Unterwegs reizt es uns dann aber doch, da ein Forstweg für Kinder nicht gerade einen hohen Motivationsfaktor besitzt. Daher schwenken wir mitten in Buching kurzentschlossen in Richtung „Steigle“ um. So kommt es zu dem nicht gerade direkt gegangenen Weg auf der Übersichtskarte. Von der Buchenbergbahn hätten wir also auch gleich direkt den Kulturenpfad in Richtung Steigle gehen können.

Nachdem wir die saftig grünen Wiesen verlassen, verläuft unser Aufstieg zunächst durch einen Nadelwald. Immer bergauf wandernd kommen wir schließlich für einen kurzen Abschnitt auf eine Forststraße, der wir etwas bergab folgen. Nach einigen Metern stoßen wir auf die Ausschilderung, die uns auffordert wieder einem sich bergauf ziehendem Pfad zu folgen. Dieser Abschnitt ist insbesondere für unsere noch kleinen Kinder, denen wir öfters die Hand reichen müssen, recht anstrengend. Deswegen nutzen wir die nächste geeignete Stelle auch als Gelegenheit zur Mittagspause.

Frisch gestärkt machen wir uns auf die letzten Meter zum Aussichtspunkt Fünf-Seen-Blick. Von der hier aufgestellten Bank genießt man eine schöne Aussicht.

Der Blick vom Aussichtspunkt Fünf-Seen-Blick. Panorama zusammengesetzt aus 17 Bildern

Der Blick vom Aussichtspunkt Fünf-Seen-Blick

Vom Fünf-Seen-Blick zum Buchenberg

Der Wald ist nun etwas lichter und abseits des Weges, die Vegetation hat sich deutlich verändert. Auf diesem Abschnitt treffe ich auch die Masse der später gezeigten Insekten an. Zum ersten Mal im Jahr treffe ich auf eine größere Anzahl unterschiedlicher und hochinteressanter Sechsbeiner.

Oben angekommen folgen wir einem idyllischen Pfad

Oben angekommen folgen wir einem idyllischen Pfad

Es geht nur noch wenig bergauf auf dem weichen Pfad. Der Weg vom Fünf-Seen-Blick zum nächsten Aussichtspunkt mit Bank ist kein weiter. Von hier bietet sich fast ein noch schönerer Blick auf die umliegende Bergwelt.

Von dieser Bank unweit der Buchenberg Alm bietet sich ein toller Rundumblick

Von dieser Bank unweit der Buchenbergalm bietet sich ein toller Rundumblick

Nach einer kurzen Rast ist es noch eine kurze Sprintstrecke bis zur Buchenbergalm. Einen kleinen Anstieg entlang der Forststraße müssen wir noch bewältigen, bevor uns die kleine Herde Ziegen vor der Buchenbergalm begrüßen können.

Von der Buchenberg-Alm genießen Mensch und Tier die Aussicht

Von der Buchenbergalm genießen Mensch und Tier die Aussicht

Oben kann man nicht nur durchatmen und die Landschaft genießen, sondern auch dem regen Betrieb der Gleitschirmflieger zuschauen. Insbesondere die Kinder sind fast nicht mehr wegzubewegen.

Der Buchenberg ist auch von Paraglidern gut besucht. Panorama zusammengesetzt aus 18 Bildern

Der Buchenberg ist auch von Gleitschirmfliegern gut besucht

Wer genug geschaut hat und wem der Magen knurrt, dem können wir mit gutem Gewissen den ausgezeichneten Kaiserschmarrn auf der Sonnenterasse der Buchenbergalm ans Herz legen. Nur eine Warnung vorweg, für die großzügige Portion sollte schon ein gewisses Hungergefühl vorhanden sein!

Die Terasse der Buchenberg Alm lädt zum Verweilen ein

Die Terasse der Buchenbergalm lädt zum Verweilen ein

Abstieg vom Buchenberg über den Bachweg

Nach Speis und Trank, Rast und Gleitschirmfliegern verabschieden wir uns schweren Herzens von der Buchenbergalm und machen uns auf den Abstieg in Richtung Bachweg. Der Weg ist zunächst nicht, was sein Name verspricht. Es geht vorbei an Wiesen und Wäldern immer bergab, bevor wir in einen Wald kommen.

Weiter geht es nun über den Bachweg ins Tal

Weiter geht es nun über den Bachweg ins Tal

Es wird für einen kurzen Abschnitt etwas steiler und rutschiger, alles in allem aber kein Problem mit dem richtigen Schuhwerk. Der Bach, den wir bislang nur als leises Rauschen im Hintergrund vernommen haben, rückt jetzt immer näher. Schließlich überqueren wir das Gewässer über eine kleine Brücke. Ab hier hat der Weg dann auch seinen Namen verdient. Wir folgen dem kleinen Rinnsal von nun an eine ganze Weile, nahezu den vollständigen Weg nach unten. Erst kurz vor Buching verlassen wir den Wald und damit auch den Bach. Das nächste Bild ist genau an dieser Stelle entstanden.

An diesem Bach entlang verläuft ein großer Teil des Abstieges

An diesem Bach entlang verläuft ein großer Teil des Abstieges

Die letzten Meter verlaufen auf der Teerstraße durch Buching, bevor wir wieder auf den Wiesenweg zur Talstation der Buchenbergbahn einschwenken. Das ist jetzt aber nur noch ein Katzensprung.

Impressionen vom Wegesrand

Wie bereits erwähnt, war heute ein guter Tag um Bekanntschaft mit weiteren Sechsbeinern zu schließen. Bei der späteren Bestimmung waren mir die Wanzen-Bücher von Ekkehard Wachmann, sowie mein erst kürzlich erworbenes Standardwerk über die Rüsselkäfer schwer von Nutzen. Schwer sind die übrigens auch fürs Billy Regal. Darüberhinaus wurde ich von einer Passantin auf einen interessanten violetten Pilz aufmerksam gemacht. Dieser hat sich im Nachhinein als der recht giftige Kronenbecherling herausgestellt.

Fazit

Ein toller Tag mit vielen Erlebnissen für die ganze Familie. Für die Kinder waren sicherlich die Gleitschirmflieger, die uns den ganzen Weg über am Himmel begleitet haben, das Highlight. Für alle anderen gab es fantastische Aussichten bei strahlendem Sonnenschein. Über die Wahl des Weges „Steigle“ waren wir im Nachhinein mehr als glücklich. Am Wegesrand harrte auch so manches Kleinod seiner Entdeckung. Eine absolut empfehlenswerte Tour, insbesonders in dieser Zusammenstellung!

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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