Maiwanderung mit der AMU im Silberwald

Zur traditionellen Exkursion der AMU am 1. Mai durch den Silberwald haben sich knapp 20 Pilzbegeisterte zusammengefunden. Das ausgedehnte Waldstück entlang der Iller ist bekannt für seine ausgiebigen Morchelvorkommen. Diese faszinierenden Pilze waren daher auch für mich das anvisierte fotografische Hauptziel. Von dem Verlauf des Tages war ich aber absolut überrascht. Den Zugang zu den einzelnen Pilzen mussten wir uns zwar schwer durch das Unterholz erarbeiten. Aber dort erwartete uns eine faszinierende und für mich unerwartete Vielfalt.

Auf gehts in den Silberwald

Die ersten Funde des Tages waren in der Tat verschiedene Exemplare der Speisemorchel (Morchella esculenta). Nachdem letztes Jahr relativ wenig Funde vermeldet werden konnten, war dieses Jahr ein größeres Aufkommen zu verzeichnen. Die kulinarisch interessierten Pilzfreunde kamen voll auf Ihre Kosten.

Zwei Exemplare der Speise-Morchel (Morchella esculenta). Stack aus sechs Bildern

Zwei Exemplare der Speise-Morchel (Morchella esculenta)

Im Verlaufe der Exkursion haben wir sogar ein Exemplar mitten in einem Löwenzahn direkt neben dem Weg an der Iller entdeckt.

Eine zwischen Löwenzahn wachsende Speisemorchel (Morchella esculenta)

Eine zwischen Löwenzahn wachsende Speisemorchel (Morchella esculenta)

Mehrfach auffinden konnten wir ebenso die Fingerhut-Verpel (Verpa conica). Dieser interessante Pilz stammt ebenso aus der Familie der Morchelverwandten.

Eine Fingerhut-Verpel (Verpa conica). Stack aus sechs Bildern

Eine Fingerhut-Verpel (Verpa conica)

Nicht fehlen darf an dieser Stelle der aus derselben Familie stammende Aderige Morchelbecherling (Disciotis venosa). Dieser wächst auf dem Boden und ist in der Regel durch den Chlorgeruch eindeutig zu identifizieren. Die reiferen Exemplare breiten sich flach auf dem Boden aus. Das rechte Exemplar im Bild unten rechts habe ich mit einem stattlichen Durchmesser von 21cm ausgemessen.

Das rechte Exemplar der beiden Aderigen Morchelbecherlinge (Disciotis venosa) hatte einen Durchmesser von 21cm

Das rechte Exemplar der beiden Aderigen Morchelbecherlinge (Disciotis venosa) hatte einen Durchmesser von 21cm

Im nächsten Bild könnt Ihr ein jüngeres Exemplar sehen, das noch becherförmig auf dem Boden zu finden war.

Ein Aderiger Morchelbecherling (Disciotis venosa) in Becherform. Stack aus 17 Bildern

Ein Aderiger Morchelbecherling (Disciotis venosa) in Becherform

Auf einem Baumstamm haben wir mehrere Fruchtkörper des Sklerotien-Porlings (Polyporus tuberaster) gefunden. Das Bild unten ist aus 35 Einzelaufnahmen zusammengesetzt. Leider habe ich nicht den kompletten Fruchtkörper abgedeckt, so dass der vordere linke Bereich unscharf ist.

Noch junges Exemplar eines Sklerotien-Stielporlings (Polyporus tuberaster). Stack aus 35 Bildern

Noch junges Exemplar eines Sklerotien-Stielporlings (Polyporus tuberaster)

Ein ausgesprochen attraktiver Pilz in Form und Farbe ist auch Peziza queletii, der in die Familie der Becherlingsverwandten gehört. Dazu seht Ihr im nächsten Bild eine Gruppe der Becherlinge, die auf einem bemoosten Baumstamm wächst. Das Bild wurde aus 20 Aufnahmen zusammengesetzt.

Eine Gruppe Peziza queletii auf Totholz. Stack aus 20 Bildern

Eine Gruppe Peziza queletii auf Totholz

Ein Einzelexemplar von Peziza queletii auf demselben Baumstamm. Dieses Bild wurde aus 27 Aufnahmen zusammengesetzt.

Einzelexemplar von Peziza queletii auf Totholz. Stack aus 27 Bildern

Einzelexemplar von Peziza queletii auf Totholz

Auf dem nächsten Bild sehr Ihr einen Waben-Stielporling (Polyporus alveolaris). Auf dieser Aufnahme ist die eindrucksvolle Unterseite erkennbar.

Die Unterseite eines Waben-Stielporlings (Polyporus alveolaris)

Die Unterseite eines Waben-Stielporlings (Polyporus alveolaris)

Als letzten Pilz möchte ich Euch die Scheiben-Lorchel (Gyromitra ancilis) vorstellen, welche aus der Familie der Lorchelverwandten stammt. Die Scheiben-Lorchel wächst auf Nadelholz. Dieses Bild wurde aus 16 Aufnahmen zusammengesetzt.

Drei Exemplare einer Scheiben-Lorchel (Gyromitra ancilis). Stack aus 16 Bildern

Drei Exemplare einer Scheiben-Lorchel (Gyromitra ancilis)

Fazit

Der heutige Tag barg für mich so manch positive Überraschung. Es war zwar recht anstrengend, sich den Weg durch das Unterholz zu bahnen. Dafür durfte ich heute eine große mykologische Vielfalt im Wald um die Ecke entdecken. Es hat einen wahnsinnigen Spaß gemacht und gelernt habe ich auch einiges. Ich freue mich schon auf die nächste mykologische Exkursion!

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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