Von Blaubeuren über das Rusenschloss zum Blautopf (6,5km)

Heute möchte ich Euch eine abwechslungreiche, interessante und zugleich nicht allzu lange Wanderung ans Herz legen. Gerade mit Kindern kann die Strecke deshalb gut gegangen werden. Wir hatten eine ganz kleine Wandersfrau dabei, die nahezu komplett tapfer durchgehalten hat. Diese wunderschöne Wanderung ist im Rother Wanderführer Schwäbische Alb Ost als Tour 36 beschrieben. Die ganze Strecke seht Ihr aber auch auf der folgenden Karte.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 6462 m
Maximale Höhe: 741 m
Minimale Höhe: 553 m
Gesamtanstieg: 377 m
Gesamtabstieg: -380 m
Download file: 20160402-blaubeuren.gpx

Vom Bahnhof zur Blau

Wir folgen der Empfehlung des Wanderführers und parken am Bahnhof Blaubeuren. Dort kann sogar kostenfrei geparkt werden. Nach einem kurzen Stück an der Straße überqueren wir diese schließlich und steigen dann auf einem kleinen Pfad bergab. Nun begleitet uns eine kurze Strecke lang ein kleines Rinnsal zu unserer Linken und der Bahndamm auf unserer rechten Seite.

Anfangs führt der Wanderweg zwichen dem Bahndamm und einem Bachlauf

Anfangs führt der Wanderweg zwichen dem Bahndamm und einem Bachlauf entlang

Nach wenigen Metern stehen wir an der Brücke über die Blau, die im Fischerviertel in Ulm in die Donau fließt. Am Fuße dieser Brücke steht ein Bänklein, von dem aus sich hervorragend die Enten und Blässhühner beobachten lassen.

Hier kann man entweder direkt die Blau überqueren oder erst einmal den Enten zuschauen

Hier kann man entweder direkt die Blau überqueren oder erst einmal den Enten zuschauen

Während wir die Blau auf dieser Brücke überqueren, entdecken wir schon unsere erste Zwischenstation. Die Ruine Hohengerhausen, die auch Rusenschloss genannt wird, befindet sich auf der Anhöhe des nach rechts ansteigenden bewaldeten Hanges.

Von der Brücke über die Blau sieht man schon das Rusenschloss

Von der Brücke über die Blau sieht man schon das Rusenschloss

Aufstieg zum Rusenschloss

Wenige Schritte später führt unser Weg in den Wald. Dort wo der Wald beginnt bietet sich noch einmal ein schöner Blick die Bahnlinie entlang, auf die Blau und in Richtung Blaubeuren.

An dieser Stelle verlassen wir die Bahnlinie und steigen weiter bergauf

An dieser Stelle verlassen wir die Bahnlinie und steigen weiter bergauf

Unser Weg wird nun enger und geht beständig bergauf. Der weiß und lila blühende Hohle Lerchensporn (Corydalis cava) bildet an einigen Stellen wunderschöne farbige Teppiche auf dem Waldboden.

An mehreren Stellen ist der Boden mit Hohlem Lerchensporns (Corydalis cava) bedeckt

An mehreren Stellen ist der Boden mit Hohlem Lerchensporns (Corydalis cava) bedeckt

Oben angekommen bieten sich an manchen Stellen nur wenige Meter vom Wanderweg entfernt tolle Aussichtspunkte auf das Blautal und Blaubeuren.

Um das Rusenschloss finden sich Aussichtspunkte mit einem Blick auf Blaubeuren

Um das Rusenschloss finden sich Aussichtspunkte mit einem Blick auf Blaubeuren

Auf dem für die Schwäbische Alb so typischen engen Pfad durch den Wald geht es nun die letzten Meter bis zum Rusenschloss.

Der Weg zum Rusenschloss ist ein attraktiver Pfad

Der Weg zum Rusenschloss ist ein attraktiver Pfad

Kurze Zeit später stehen wir vor dem Eingang zur Ruine Hohengerhausen. Das wurde auch höchste Zeit, denn der Nachwuchs hat langsam Hunger bekommen.

Nun stehen wir am Eingang zum Rusenschloss

Nun stehen wir am Eingang zum Rusenschloss

Den freien Platz vor dem Rusenschloss haben wir als Verpflegungsstation eingeplant. Vor historischer Kulisse genießen wir unser Vesper.

Das Rusenschloss ist inzwischen gesperrt

Der Innenhof des Rusenschlosses ist inzwischen gesperrt

Leider waren der Eingang zum Innenbereich des Rusenschlosses, sowie die darunter liegende Terasse vermutlich aus Sicherheitsgründen gesperrt. Das ist schade, denn als wir im Juni 2014 das letzte Mal dort waren, hat sich ein fantastischer Blick ergeben (siehe das folgende Bild).

Über die Zinnen des Rusenschlosses bietet sich bei entsprechendem Wetter ein toller Blick

Über die Zinnen des Rusenschlosses bietet sich bei entsprechendem Wetter ein toller Blick

Zum Flugplatz Sonderbuch

Nach der ausgiebigen Pause ist uns fast ein wenig kalt geworden. Die Sonne hat sich leider noch nicht wirklich blicken lassen. Wir brechen also wieder auf und verlassen das Rusenschloss durch das dafür vorgesehene Tor.

Durch den Ausgang geht es wieder zum hinaus

Durch den Ausgang verlassen wir das Rusenschloss wieder

Weiter gehts im Wald entlang. Der Weg ist nun etwas breiter geworden. Wir halten uns immer auf der Anhöhe und kommen schließlich zum Soldatendenkmal bei Sonderbuch, das für die Gefallenen der Weltkriege errichtet wurde.

Das Soldatendenkmal mit dem Aussichtspunkt im Hintergrund

Das Soldatendenkmal mit dem Aussichtspunkt im Hintergrund

Direkt hinter dem Soldatendenkmal befindet sich wiederum ein Aussichtspunkt mit einem Bänkchen. Auch von hier öffent sich wiederum ein fantastischer Blick auf Blaubeuren.

Vom Aussichtspunkt beim Soldatendenkmal bietet sich ein schöner Blick auf Blaubeuren

Vom Aussichtspunkt beim Soldatendenkmal bietet sich ein schöner Blick auf Blaubeuren

Es ist nun nicht mehr weit bis zum Ortsschild von Sonderbuch. Wir überqueren die Straße, die von Blaubeuren kommt und halten uns sofort wieder links. Diese Straße führt uns direkt zum Flugplatz. Dort ist heute vermutlich aufgrund des Wetters aber kein Flugverkehr.

Am Flugplatz war heute kein Betrieb

Am Flugplatz Blaubeuren war heute kein Betrieb

Direkt hinter dem Flugplatz findet sich das Highlight für die Kinder. Auf dem Spielplatz treten plötzlich wieder ungeahnte Kräfte zu Tage. Es gibt eine Rutsche, eine Schaukel, eine Wippe und eine Grillstelle samt Häuschen. Normalerweise ist hier insbesondere bei sonnigem Wetter viel Betrieb. Inzwischen haben sich auch heute die Wolken etwas aufgelöst und der Sonne den Weg zu uns frei gemacht.

Der kleine Spielplatz bietet Unterhaltung für Kinder und eine Feuerstelle

Der kleine Spielplatz bietet Unterhaltung für Kinder und eine Feuerstelle

Abstieg zum Blautopf

Bei sonnigem Wetter geht es nun erst langsam, dann merkbar bergab. Aus Sicherheitsgründen sollte man gerade mit Kindern Vorsicht walten lassen, wo der Wanderweg die Straße quert. Ansonsten ist der Weg in Richtung Blaubeuren gut zu gehen. Es dauert auch nicht lange und wir stehen am Blautopf. Für diesen beeindruckenden Ort sollte man sich Zeit nehmen. Meine Empfehlung ist, den Blautopf von allen Richtungen ausgiebig zu betrachten und zu bestaunen. Schon durch die Bäume hindurch zeichnet sich das türkisblaue Wasser ab. Dieses Bild wird komplettiert durch die Hammerschmiede, ein historisches Gebäude mit Wasserrad. Im daran anschließenden Gebäude findet sich heute ein Eiscafe. Während meine Mädels dort einkehren, nutze ich die Zeit um ein paar Bilder zu machen. So ist das unten abgebildete Panorama unter Nutzung eines Polfilters und leichten Graufilters entstanden.

Die historische Hammerschmiede am Blautopf. Panorama aus fünf Bildern.

Die historische Hammerschmiede am Blautopf. Panorama aus fünf Bildern.

Durch Blaubeuren zum Bahnhof

Die Hammerschmiede und der Blautopf sind bei weitem nicht die einzigen Sehenswürdigkeiten Blaubeurens. Die Stadt ist ein echtes Kleinod und definitiv einen Besuch wert. Dem Besucher bieten sich jede Menge historischer Gebäude, ein Kloster mit Hochalter, ein Urgeschichtliches Museum, das Blautopfbähnle und vieles mehr. Die offizielle Informationsbroschüre findet Ihr hier zum Download.

Die bisher getätigten Meter haben Ihre Spuren bei unserer jüngsten Wandererin hinterlassen. Deswegen findet Sie sich schnell auf Papas Schultern. Der Weg durch die Stadt ist natürlich für die Kinder auch nicht so spannend. Wir müssen nun auch nur noch ans andere Ende von Blaubeuren. Dabei kommen wir zunächst am Kloster vorbei und folgen dann später der Hauptstraße.

Impression aus Blaubeuren auf dem Weg zum Bahnhof

Impression aus Blaubeuren auf dem Weg zum Bahnhof

So kommen wir nach einem sehr abwechslungsreichen Tag schließlich wieder am Bahnhof an.

Impressionen vom Wegesrand

Im Gegensatz zur letzten Wanderung war in dieser Gegend die Flora schon deutlich fortgeschrittener. Dominant war natürlich das flächenweise Auftreten des Hohlen Lerchensporns gerade am Anfang der Tour. Eine kleine Überraschung bot hingegen die kleine Population der Gewöhnlichen Küchenschelle. Leider hatte ich nur wenig Zeit um ein paar Bilder zu schießen.

Fazit

Eine grandiose Tour, die auch mit Kindern besonders viel Freude verspricht. Nicht zuletzt deswegen sind wir diese Wanderung nach 2014 nun schon das zweite Mal gegangen. Wir haben einen extrem abwechslungsreichen Tag verbracht und wurden während der zweiten Hälfte sogar noch von der Sonne begleitet. Tolle Aussichtem eine historische Ruine, ein Spielplatz mit Grillstelle, ein toller Weg und die Attraktionen des malerischen Blaubeuren sprechen für sich. Für mich eine ganz klare Empfehlung! Viel Spaß dabei!

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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