Von Hinterstein auf den Großen Daumen Tag 2 (16,4km)

Nach dem anstrengenden gestrigen Tag hatten wir eine etwas unruhige Nacht im Matratzenlager des Edmund Probst Hauses hinter uns gebracht. Leider müssen wir doch recht lang auf das Frühstück warten. Das fällt für den üppigen Preis auch noch recht übersichtlich aus. Auf anderen Hütten hatte ich da durchaus andere Erfahrungen gemacht. Ungeachtet dessen beginnen wir bei strahlendem Sonnenschein Tag 2 unserer Wanderung. Die folgende Karte zeigt den Weg, den wir heute zurückgelegt haben.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 16372 m
Maximale Höhe: 2330 m
Minimale Höhe: 909 m
Gesamtanstieg: 803 m
Gesamtabstieg: -1834 m
Download file: 20150821-Daumen.gpx

Vom Edmund Probst Haus über das Koblat

Es geht nun wieder einmal bergauf, zur Hochebene genannt Koblat. Dort möchten wir unterhalb des Hindelanger Klettersteigs unseres Weges gehen. Bereits nach wenigen Höhenmetern bietet sich ein toller Blick auf die Stätte unserer Nachtruhe.

Blick zurück auf das Edmund Probst Haus

Blick zurück auf das Edmund Probst Haus

Nun führt der Weg weiter über das Koblat. Linker Hand begleitet uns nun immer der Hindelanger Klettersteig. Ab und an passieren wir glückliche Kühe, die uns von der Weide neugierig mustern.

Ein zufriedener Wiederkäuer vor der Bergkulisse

Ein zufriedener Wiederkäuer vor der Bergkulisse

Auch heute treffen wir auf einige Gämsen. Nachdem wir gestern lediglich ein Exemplar angetroffen haben, stossen wir heute auf mehrere Gruppen. Allesamt sind sie nicht sehr überrascht uns zu sehen und gehen nur langsamen Schrittes weiter.

Eine kleine Gruppe von Gämsen

Eine kleine Gruppe von Gämsen

Der Weg durch das Koblat ist sehr reizvoll und gut zu gehen. Immer wieder geht es durch Geröllfelder. Die Aussicht ist großartig und auch das Wetter spielt bislang mit. Unweit des Koblatsees geht es wieder bergauf.

Der Koblatsee mit dem auf dem Grat verlaufenden Hindelanger Klettersteig im Hintergrund

Der Koblatsee mit dem auf dem Grat verlaufenden Hindelanger Klettersteig im Hintergrund

Aufstieg auf den Großen Daumen

Nach einem kurzen Anstieg trifft sich unser Weg mit dem Ende des Hindelanger Klettersteigs. Auch hier stoßen wir wieder auf eine Gruppe von Gämsen, allerdings in einiger Entfernung. Die kleine Gruppe posiert schön vor der eindrucksvollen Bergkulisse, hinter welcher sich unser zurückgelegter Weg befindet.

Eine Gruppe von Gämsen vor der Kulisse des Hindelanger Klettersteigs

Eine Gruppe von Gämsen vor der Kulisse des Hindelanger Klettersteigs

Nun sind es nur noch wenige Meter bis zum Gipfel des Großen Daumens. Auf 2280m angekommen genießen wir die Rundumsicht und machen erst einmal unsere Mittagspause.

Das Panorama auf dem Gipfel des Großen Daumen (2280m). Zusammengesetzt aus 16 Bildern.

Das Panorama auf dem Gipfel des Großen Daumen (2280m). Zusammengesetzt aus 16 Bildern.

Abstieg vom Großen Daumen nach Hinterstein

Unglücklicherweise kommt nun wieder Nebel auf. Wir brechen also schnell in Richtung Kleiner Daumen auf, bevor das Wetter sich weiter verschlechtert.

Auf dem Weg in Richtung Kleiner Daumen kommt Nebel auf

Auf dem Weg in Richtung Kleiner Daumen kommt Nebel auf

Zumindest der Weg ist gut zu sehen und manchmal ist es ja auch besser wenn man nach links, rechts und insbesondere unten nicht zu weit schauen kann. Das traf in diesem Fall durchaus zu. Die Passage zwischen dem Großen Daumen und der Abzweigung zum Abstieg Richtung Engeratsgundsee ist in der Karte nicht ohne Grund gepunktet eingezeichnet. Wir, die nicht regelmäßig Bergwandern gehen, sind hier schon auf die Probe gestellt worden. Ungeachtet dessen sind uns aber auch Kinder und Hunde entgegengekommen. Das Bild unten zeigt lediglich das Ende dieser Passage.

Dies ist das Ende der schwierigsten Passage unserer Wanderung

Dies ist das Ende der schwierigsten Passage unserer Wanderung

Nach diesem für uns durchaus fordernden Abschnitt geht es wieder gemächlicher weiter. Zunächst einmal bietet sich ein schöner Ausblick auf den Engeratsgundsee und den Hochvogel im Hintergrund. Zur Erinnerung, am Fusse dieses Berges haben wir gestern unseren Kuchen gekauft.

Panorama mit Engeratsgundsee im Vordergrund und Hochvogel im Hintergrund. Zusammengesetzt aus 16 Bildern.

Panorama mit Engeratsgundsee im Vordergrund und Hochvogel im Hintergrund. Zusammengesetzt aus 16 Bildern.

Oberhalb des Engeratsgundsee zweigt unser Weg in Richtung Hinterstein ab. Wir verlassen jetzt die hochalpine Region und steigen nun stetig ab.

Der Weg geht nun oberhalb der Ostrach am Hang entlang.

Der Weg geht nun oberhalb der Ostrach am Hang entlang.

Wir kommen nun wieder an die Baumgrenze. Wie gerne würden wir noch auf einer Alm einkehren, doch leider findet sich keine bewirtschaftete Hütte mehr auf dem Weg.

Auch die letzte Alpe auf dem Weg ist leider nicht bewirtschaftet.

Auch die letzte Alpe auf dem Weg ist leider nicht bewirtschaftet.

Ab der letzten Alpe wandelt sich der angenehme Wanderpfad in einen Schotterweg. Es geht nun zunächst recht steil zur Ostrach hinunter und dann an Futterwiesen  vorbei.

Die letzten Meter auf dem Weg nach Hinterstein.

Die letzten Meter auf dem Weg nach Hinterstein.

Unten angekommen sind es aber doch noch ein paar Meter bis nach Hinterstein. Einige Meter dürfen wir auf einem recht neuen Weg direkt an der Ostrach entlang wandern. Als sich dann die ersten Häuser von Hinterstein ankündigen, sind wir aber dennoch erleichtert. Glücklicherweise hat sich ein kleiner Laden mit Bänken und Tischen recht gut positioniert. Das schreit also förmlich nach einer Einkehr. Nach dieser Stärkung laufen die letzten Meter wie alleine. Recht erschöpft kommen wir am Auto an, unsere ausgedehnte Wanderung ist zu Ende.

Fazit

Zunächst möchte ich an dieser Stelle die Übersichtskarte für die gesamte Tour anbringen.

Gesamtstrecke: 42721 m
Maximale Höhe: 2329 m
Minimale Höhe: 862 m
Gesamtanstieg: 2912 m
Gesamtabstieg: -2896 m
Download file: 20150821-Daumen_gesamt.gpx

Von den aufsummierten 43km sind natürlich die 10km Busfahrt abzuziehen. Ob man den Schlenker über das Prinz Luitpold Haus gehen möchte oder den direkteren Weg zum Edmund Probst Haus wählt, bleibt natürlich ebenso zu überdenken. Für die Passage nach dem Großen Daumen sollte man meiner Ansicht nach schon recht schwindelfrei sein. Bestenfalls wandert man diesen Weg nicht bei Nebel, wir waren aber in der Zeitwahl sehr eingeschränkt. Wir haben auf der Wanderung sehr viele positive Eindrücke gesammelt und würden jederzeit wieder etwas Ähnliches unternehmen! Bei entsprechendem Wetter ist eine fantastische Aussicht zu erwarten!

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.