Rund um die Nersinger Seenplatte (9,6km)

Das ist wieder einmal typisch. Die ganze Woche strahlender Sonnenschein und zum Wochenende hin werden die Vorhersagen zurückhaltender. Dennoch beschließen wir mit der Tochter, die nicht bei den Großeltern weilt, eine kleine Wanderung zu unternehmen. Die Wahl fällt auf eine Tour, die wir ziemlich genau vor einem Jahr bereits unternommen haben. Auf der Seite des Landkreises Neu-Ulm werden Wanderungen zum Download oder in Buchform gegen einen geringen Obolus angeboten. Aus diesem Potpourri wählen wir Route 6, „Rund um die Nersinger Seenplatte“. Die Tour ist circa 9,6km lang und kann bis auf eine kleine Brücke gut mit einem geländetauglichen Kinderwagen gegangen werden. Um dieses Hindernis zu überwinden müssen eben kurz zwei Erwachsene anpacken. Den kompletten Weg seht Ihr auf der Karte.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 9640 m
Maximale Höhe: 541 m
Minimale Höhe: 492 m
Gesamtanstieg: 319 m
Gesamtabstieg: -321 m
Download file: 20150411-Nersingen.gpx

Vom Parkplatz zur Donau

Wir parken wie beschrieben auf dem Parkplatz Auwald bei Nersingen. Dieser ist anhand der Tourenbeschreibung gut zu finden. Gleich zu Beginn beschließen wir entgegengesetzt der beschriebenen Richtung zu gehen. Das hat den Hintergrund, dass wir eigentlich im Schützenheim in Leibi zum Mittagessen einkehren möchten. Dort sind wir bereits zweimal eingekehrt und haben nur gute Erfahrungen gemacht. Dementsprechend beginnen wir die Wanderung mit der unattraktiveren Strecke, die uns zunächst um einen Fischteich und anschließend durch die Ausläufer von Nersingen und Leibi führt. Kurz bevor wir unter der A7 hindurchgehen, überqueren wir den Bach namens Leibi.

Durch diesen malerischen Laubwald schlingelt sich die Leibi in Richtung Donau

Durch diesen malerischen Laubwald schlingelt sich die Leibi in Richtung Donau

Kurze Zeit später kommen wir zum Schützenheim. Leider stellen wir fest, dass geschlossen ist und wir in kurzer Entfernung keine Alternative haben. Glücklicherweise haben wir für unsere Kleine eine Brezel und einen gestückelten Apfel eingepackt. Während wir Erwachsenen auf ein paar Stückchen Apfel rumkauen, verschlingt unser Nesthäkchen zuerst die Brezel und dann noch ein Stück vom heiß begehrten Apfel. Eine Lehre für die Zukunft ist daher, immer einen Happen Essen dabei zu haben. Nach ein paar Metern erreichen wir dann schließlich die Donau.

An der schönen blauen Donau

Ungefähr hier stellen wir fest, dass das Wetter besser ist als vorhergesagt. Daher sind wir alle etwas zu warm angezogen. Dies fällt nicht so sehr auf, da der Weg nun mehrheitlich im Schatten verläuft. Die Donau ist nun eine ganze Zeit lang immer zu unserer linken Seite, während sich zu unserer rechten Seite die Auwälder und Seen erstrecken.

Die Leibi findet ihren Weg durch den Auwald

Die Leibi findet ihren Weg durch den Auwald

Nach einiger Zeit kommen wir an die bereits beschriebene kleine Brücke, über die wir den Kinderwagen tragen müssen.

Der Weg führt uns über diese enge Brücke über die Leibi

Der Weg führt uns über diese enge Brücke über die Leibi

Hier begegnet uns die Leibi wieder, die an dieser Stelle in die Donau mündet. Anschließend wird der Weg enger, es beginnt der schönste Teil der Wanderung.

Diesen malerischen Pfad wandelten wir der Donau entlang

Diesen malerischen Pfad wandelten wir der Donau entlang

Wir verlassen nun die Donau und wenden uns den Nersinger Seen zu.

Durch die Nersinger Seenplatte

Dieser Abschnitt ist landschaftlich sehr reizvoll. Wir wandeln auf kleinen Wegen durch die Wälder und haben dabei ständig den Blick auf die Seen.

Eine Fischerhütte am See

Eine Fischerhütte am See

Letztes Jahr zur gleichen Zeit war die Vegetation schon deutlich weiter. Dieses Jahr ist es noch nicht so grün, dennoch hat die Landschaft etwas reizvolles.

Uferimpressionen

Uferimpressionen

Nach einigen Metern fallen mir die Auswirkungen der Arbeit eines pelzigen Wasserbewohners auf. Der Lebensraum bietet hier offensichtlich optimale Bedingungen für den Biber. Stehende und fließende Gewässer, sowie die Abwesenheit natürlicher Feinde haben vermutlich zur Vermehrung des emsigen Nagers beigetragen.

Ein pelziger Holzfäller war wohl der Urheber dieses Falles

Ein pelziger Holzfäller war wohl der Urheber dieses Falles

Teilweise wurden Schutzmaßnahmen eingeleitet, die aber vermutlich nicht sehr wirkungsvoll sind. Ob der Zaun auf dem Bild unten seinen Zweck erfüllt, ist jedenfalls sehr zu bezweifeln.

Der Biber hat diesem Baum schwer zugesetzt

Der Biber hat diesem Baum schwer zugesetzt

Nach einigen Metern stösst der Weg nun auf die Roth. Wer hier über die Brücke geht, der entscheidet sich über die 15km lange Variante. Alle anderen sollten den Den Bach nicht überqueren.

Blick die Roth entlang

Blick die Roth entlang

Der weitere Weg geht nun wieder durch den Wald und anschließend zurück zum Parkplatz. Letztes Jahr waren direkt auf der Wiese neben dem Parkplatz eine Gruppe von Graugänsen zu finden. Die waren leider dieses Jahr nicht mehr anzutreffen. Deswegen füge ich hier ein Bild aus dem letzten Jahr ein.

Graugänse suchen nach Futter auf dem Weg neben der Gänsewiese

Graugänse suchen nach Futter auf dem Weg neben der Gänsewiese

Botanische und mykologische Impressionen

Auf dem Weg haben wir natürlich auch wieder einige Pflanzen, Pilze und Flechten gefunden. Auszugsweise möchte ich daher an dieser Stelle ein paar Impressionen beifügen.

Fazit

Eine sehr schöne Tour um die Nersinger Seenplatte, die insbesondere für Familien beworben wird. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und landschaftlich sehr reizvoll. Mit einem geländegängigen Kinderwagen ist der Weg zumeist gut zu gehen. Wir hatten einen schönen Tag und behalten diese Wanderung schon aufgrund der räumlichen Nähe immer im Hinterkopf.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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