Canon EF 16-35 f4 L IS USM

Gemeinsam mit meiner Canon EOS 5D Mark III habe ich im November 2012 ein Canon EF 16-35 f2.8 L II USM gekauft. Die Entscheidung fiel seinerzeit bewußt gegen das Canon EF 17-40 f4 L USM aufgrund der viel beschriebenen optischen Mängel. Damit mußte ich aber auch mit Zähneknirschen meine bisherige Standardfiltergröße von 77mm verlassen.

Wenn ich nun auf die von mir gemachten Bilder der letzten beiden Jahre zurückblicke, so zeigt sich, dass ich die Offenblende kaum genutzt habe. Mein hauptsächlicher Einsatzbereich war für die Landschaftsfotografie eher so zwischen f8 und f16. Wenn es dann etwas dunkler wird, stößt man selbst im Weitwinkelbereich schnell an die Grenze der mit der Hand verwacklungsfrei haltbaren Belichtungszeiten. Da die Mehrzahl meiner Bilder bei Familienwanderungen entstehen, habe ich auch meistens kein Stativ dabei.

Deshalb spitzte ich natürlich die Ohren, als die erste Gerüchten um das Canon EF 16-35 f4 L IS USM an mein Ohr gedrungen sind. Jede Rezension habe ich aufmerksam gelesen und mit wachsender Begeisterung zur Kenntnis genommen. Die jüngste Canon Cashback Aktion hat dann mein persönliches Fass zum Überlaufen gebracht. Hilft nichts, ab zum Händler und das Glas draufgeschraubt. Die ersten Ergebnisse haben das zuvor Gelesene bestätigt. Ich befinde das neue Objektiv für rundum gelungen. Es ist sogar noch etwas länger als das f2.8, dafür ist die Gegenlichtblende deutlich weniger ausladend (siehe Bilder). Damit paßt das Canon EF 16-35 f4 L IS USM auch mit angesetzter Gegenlichtblende in meinen Fotorucksack. Der optische Unterschied ist meiner Ansicht nach nicht so groß, sogar mit leichten Vorteilen für das Canon EF 16-35 f4 L IS USM im Randbereich. Insbesondere der Bildstabilistor führt aber dazu, dass die Linse genau auf meine Bedürfnisse angepaßt ist.

Das Canon EF 16-35 f4 L IS USM ist sogar etwas länger als die lichtstärkere Version

Das Canon EF 16-35 f4 L IS USM ist sogar etwas länger als die lichtstärkere Version

Mit angesetzter Gegenlichtblende ist es allerdings deutlich schmaler

Mit angesetzter Gegenlichtblende ist es allerdings deutlich schmaler

Auch wenn das viele nicht nachvollziehen können, hat sich für mich das Downgrade selbst gegen Aufpreis gelohnt. Wem es also wie mir nicht darauf ankommt, die Belichtungszeiten kurz zu halten, dem kann ich ohne Kopfschmerzen zum Canon EF 16-35 f4 L IS USM raten. Wer Actionfotografie bei dunklen Verhältnissen betreibt und vielleicht eh schon eine Kollektion von 82mm-Filtern hat, der sollte meiner Ansicht nach eher zum Canon EF 16-35 f2.8 L II USM greifen.

Anfang nächsten Jahres werde ich wohl mein Canon 50mm f1.4 gegen das Sigma 50mm f1.4 Art ersetzen. Damit käme ein weiteres Objektiv mit 77mm Filterdurchmesser in mein Portfolio, das mich auf den Wanderungen begleiten wird. Leider haben sich die Gerüchte um ein Canon 50mm f1.4 IS bislang nicht weiter intensiviert. Das wäre bei entsprechender optischer Leistung ansonsten zu meinem nächsten Favoriten gereift.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.