Von der Kappelkirche über die Hörnle-Gipfel (13,4km)

Das letzte Wochenende habe ich mit meiner Familie in Oberammergau verbracht. Natürlich stand Bergwandern auf der Agenda. Die Wanderung auf die ich heute eingehen möchte, führte uns über die drei Hörnle-Gipfel. Dies ist die Tour 21 im Kompass Wanderführer „Ammergauer Alpen“. Die mit dem Logger aufgezeichnete Strecke war 13,4km lang und sah folgendermaßen aus.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 13395 m
Maximale Höhe: 1592 m
Minimale Höhe: 863 m
Gesamtanstieg: 978 m
Gesamtabstieg: -998 m
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Natürlich sind Entfernungsangaben im Gebirge mit Vorsicht zu genießen. Darüberhinaus musste ich feststellen, dass auch die in unserem Wanderführer erwähnten Zeiten für uns nicht gelten. Mit einem Kind in der Kraxe und einem Hobby-Fotografen als permanentem Hemmnis geht es eben nicht ganz so schnell voran. Das ist aber auch nicht das Wichtigste.

Der Aufstieg

Der Parkplatz ist schnell gefunden. Die Kappelkirche nördlich von Unterammergau ist recht markant. Direkt dort beginnt dann auch schon der zumeist gut ausgeschilderte Weg. Hinter der Kirche zweigt der Weg nach links ab, dann geht es bald in Serpentinen den Berg hinauf. Schließlich geht es bis zur Hörnehütte durch den Wald. Auf diesem Weg fällt mir der erste Stäubling auf.

Ein unbestimmter Stäubling (Lycoperdon spec.)

Ein unbestimmter Stäubling (Lycoperdon spec.)

Nur einige Meter später sehe ich ein skuriles Gewächs auf dem Nadelwaldboden. Was ich zunächst nicht einordnen kann, stellt sich später mit Hilfe der Bestimmungsliteratur als Fruchtkörper eines Tintenfischpilzes heraus.

Älterer Fruchtkörper eines Tintenfischpilzes (Clathrus archeri)

Älterer Fruchtkörper eines Tintenfischpilzes (Clathrus archeri)

Auch mehrere Keulenpilze finden sich auf dem Weg zur Hörnlehütte. Unter anderem dieser Kammförmige Keulenpilz.

Vermutlich ein Kammförmiger Keulenpilz (Clavulina cf. coralloides)

Vermutlich ein Kammförmiger Keulenpilz (Clavulina cf. coralloides)

Leider hatte ich kein Stativ bei mir, sonst hätte ich mich dieser Trompetenflechte mit Sicherheit etwas länger gewidmet. Insbesondere mit dem Lupenobjektiv in Verbindung mit Fokus Stacking hätte ich gerne mehr Details gesehen.

Eine Gruppe von Fruchtkörpern der Trompetenflechte (Cladonia fimbriata)

Eine Gruppe von Fruchtkörpern der Trompetenflechte (Cladonia fimbriata)

Über die Hörnle-Gipfel

Auf der Hörnlehütte kehren wir erst einmal ein. Leider ist das Wetter nicht sehr angenehm. Heute ist es recht kalt und bewölkt. Außerdem sind wir nicht wirklich gut in der Zeit. Daher beschließen wir nicht lange zu verweilen, sondern schnell weiterzuziehen. Es geht also nun über die drei Hörnle Gipfel, die wir aber nicht alle erklimmen. Von oben haben wir teilweise einen herrlichen Blick auf die umgebende Bergwelt.

Blick auf die Alpen vom Hörnle aus gesehen

Blick auf die Alpen vom Hörnle aus gesehen

Abstieg

Dass es in den letzten Wochen viel geregnet hat bekommen wir nun zu spüren. Der Weg ist an vielen Stellen recht tief. Wir fragen uns teilweise, ob wir noch richtig sind. Das war glücklicherweise immer der Fall, so dass unser Zeitverzug im Rahmen bleibt. Ungeachtet dessen sollte man die Länge dieses Abstieges nicht unterschätzen, der Weg zieht sich ungemein. Aber es ist ein schöner Weg. Nach etwas mehr als sechs Stunden sehen wir die Kappelkirche wieder und wissen, dass es nicht mehr weit ist.

Fazit

Ein toller Tag geht zu Ende. Es war anstrengend, aber sehr schön. Das Wetter hat es uns nicht leicht gemacht, insbesondere die Temperatur. Dieser Sommer gehörte definitiv nicht zu den an Sonnenstunden reichen. Der Weg ist durchweg nicht schwierig, auch für Kinder gut machbar. Das ist dann nur eine Frage der Kondition.

Meine zusammenfassende Bewertung:

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

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