Landschaftsfotografie in der Schleifmühlenklamm

Einen Tag nach dem Ausflug in das Altenauer Moor habe ich beschlossen, mir die Schleifmühlenklamm bei Unterammergau anzuschauen. Das bedeutet natürlich, Stativ und Filtersammlung mitnehmen, wenn man schon mal die Zeit und Muße hat. Wie sich später herausstellen soll, habe ich aber einen entscheidenden Gegenstand vergessen. Aber von vorne.Von Oberammergau kommend, biegt man noch vor Unterammergau links ab und hält sich dann wieder links in Richtung Lift. Diesen läßt man links liegen und kommt dann kurze Zeit später auf einen Wanderparkplatz. Das ist dann auch die beste Möglichkeit zu parken. Von hier an ist der Weg auch ausgeschildert. Typisch für eine Klamm ist der recht einfach, Möglichkeiten zum Verlaufen sind ausgeschlossen.

Übersichtskarte

Gesamtstrecke: 1575 m
Maximale Höhe: 1060 m
Minimale Höhe: 938 m
Gesamtanstieg: 148 m
Gesamtabstieg: -138 m
Herunterladen

Polfilter

Nach einigen Metern komme ich an den ersten interessanten Wasserfall. Mit aufgesetztem Weitwinkelobjektiv stehe ich am Fusse des Wasserfalls. Der Polfilter soll zwei Funktionen erfüllen. Erstens sollen die Spiegelungen der Wasseroberfläche genommen und die Sicht auf die Steine im Wasser frei gemacht werden. Zweitens soll die Belichtungszeit verlängert werden, so dass das bewegte Wasser im Bild auch Dynamik vermittelt.

Graufilter

Nach ein paar Bildern bewege ich mich auf eine erhöhte Position. Hier beschließe ich, erstmals meinen neu erworbenen Lee Big Stopper zum Einsatz zu bringen. Nach mehreren Monaten Lieferzeit sollte es nun so weit sein! Also alles aufgeschraubt, dann das blanke Entsetzen! Skandal! Ich habe meinen Kabelfernauslöser zuhause vergessen. Der Big Stopper nimmt aber soviel Licht, dass die Belichtungszeit die 30 Sekunden außerhalb des Bulb-Modus zumindest im Wald deutlich sprengt. So musste ich einerseits den ISO-Wert etwas nach oben korrigieren und andererseits 80 Sekunden auf den Auslöser drücken. Ich kann Euch sagen, dass 80 Sekunden ganz schön lang werden können!

Die ersten Bilder hatten entsetzliche Flares und ich war schon nahe am Verzweifeln. Dann habe ich den Filter im Halter etwas nach oben geschoben, was das Problem beseitigt hat. Hintergrund ist, dass ich ein Canon EF 16-35 f.28 L II USM besitze, das einen 82mm Filtergewinde besitzt. Der Lee Big Stopper ist quadratisch 100*100mm. Da muss man bei Nutzung eines Weitwinkelobjektivs schon aufpassen, dass nicht ein paar verirrte Lichtstrahlen doch den Weg außen herum auf den Sensor finden. So ging es dann weiter den Berg hinauf, wo sich dann noch weitere fotografische Möglichkeiten boten.

Nachbereitung

Am Computer habe ich später festgestellt, dass der Lee Big Stopper bei Nutzung des adäquaten Weißabgleichs eine sehr ausgewogene Farbwiedergabe liefert. Ich nehme mir mal vor, in einem späteren Blog den Lee Big Stopper und den B&W ND 110 gegenüberzustellen.

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.