Fotografischer Ausflug durch das Altenauer Moor

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit, einen fotografischen Ausflug in das Altenauer Moor bei Saulgrub, nördlich von Oberammergau, zu unternehmen. Leider musste ich feststellen, dass ich noch etwas zu früh im Jahr war. Es gab noch nicht allzu viele Frühblüher. Auf dem kurzen Weg zum Tiefsee bin ich lediglich über einen einzigen Enzian, mehrere Mehlprimeln, ein Breitblättriges Knabenkraut, Trollblumen und eine Rosmarinheide gestolpert. Zunächst einmal seht Ihr die Details des Weges auf dieser Karte.

Übersichtskarte

volle Distanz: 3160 m
Maximale Höhe: 959 m
Minimale Höhe: 904 m
Gesamtanstieg: 190 m
Gesamtabstieg: -213 m
Download

Durch das Altenauer Moor

Der Weg an sich ist schon recht interessant. Es führt nur eine Strasse von Saulgrub in Richtung Gasthaus Acheleschwaig. Linkerhand befindet sich dann Altenauer Moor. Im Prinzip beginnen ab der Strasse die Feuchtwiesen mit der typischen Vegetation. Ein Abweichen von den Wegen bietet sich also aus mehrerer Hinsicht nicht an. Erstens, weil es ein Naturschutzgebiet ist, zweitens weil man verdammt nass würde. Dass ein Moor ganz schön feucht sein kann, habe ich beim Fotografieren einer Rosmarinheide gemerkt. Mein Körper quer auf den Planken und die Kamera auf dem Bean Bag liegend, hat meine Kleidung relativ schnell das kühle Nass aufgesogen.

Das Auto habe ich auf dem vorgeschobenen Parkplatz des Naturfreundehauses abgestellt, relativ nahe der Ortschaft Saulgrub. Von dort geht es zunächst ein paar Meter entlang der engen Strasse, bis der zum Tiefsee ausgeschilderte Weg nach links in Richtung Moor abzweigt. Hier geht der Weg immer gerade aus, an der Schauhütte vorbei. Hier befindet sich auch ein kleiner Teich, in welchem die ein oder andere Amphibie zuhause sind. Gegenüber bin ich an einer Weide auf drei miteinander beschäftigte Pappelblattkäfer gestossen. Sie haben sich von mir und meiner Kamera nicht stören lassen, obwohl ich ihnen mit Hilfe von Zwischenringen ziemlich nahe gekommen bin.

Three bugs on a twig

Eine Gruppe von Pappelblattkäfern (Chrysomela populi)

Der Weg geht nun geradeaus weiter, kurze Zeit später hält man sich rechts und folgt dem kleinen Pfad durch den Wald. Aufgrund der Nähe zum Moor ersetzen dann bald Holzplanken den Pfad. Dann ist es auch nicht mehr weit bis zum See. Hier angekommen lädt eine Bank zum Verweilen und Genießen der tollen Umgebung ein.

Auf dem Rückweg, fast schon wieder zurück am Auto, sind mir ein paar braune Stängel am Wegesrand aufgefallen. Da mussten natürlich wieder Makroobjektiv und Zwischenringe herhalten, um das genauer zu untersuchen. In der späteren Bestimmung am Bildschirm durfte ich erkennen, dass selbst ein Acker-Schachtelhalm als Makromotiv interessante Strukturen offenbahrt. Es ist wie so oft, an vielem gehen wir unbemerkt vorbei. Wenn man sich aber die Zeit nimmt, findet man selbst im Gewöhnlichen wahrlich Außergewöhnliches!

Im Nachhinein durfte ich feststellen, dass es in einem Moor ganz schön staubig ist! Jede Menge Sensorflecken sind durch das häufige Wechseln der Objektive und Zwischenringe zustande gekommen. Aber nach zwei Swabs war alles wieder sauber!

Im Altenauer Moor

Nahaufnahme des Blütenstandes eines Acker-Schachtelhalmes (Equisetum arvense)

Zudem habe ich bemerkt, dass ich in Zukunft mehr Sorgfalt im Bereich der Bildgestaltung walten lassen muss. Insbesondere auf dem Bild mit dem Enzian und der Rosmarinheide sind mir störende Grashalme aufgefallen. Für die Zukunft nehme ich mir also vor, noch mehr auf Kleinigkeiten zu achten.

Andreas Sebald

Seit meiner Kindheit bin ich begeisterter und immer wieder von neuem staunender Naturliebhaber. Aus dieser Leidenschaft haben sich im Laufe der Jahre meine beiden Hobbies entwickelt, das Wandern und die Naturfotografie. Diesen beiden Themen ist auch mein Internet-Auftritt gewidmet.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.